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Geierschutz in Afrika

Ein Projekt von Caring For Conservation Fund gGmbH
in Lusaka, Sambia

Wie mit moderner Kommunikationstechnik das Aussterben der afrikanischen Geier verhindert werden kann. Ein Großprojekt im zentralen und südlichen Afrika um Geierpopulationen nachhaltig zu schützen und zu erholen.

Tom Riffel
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Über das Projekt

Geier erfüllen eine extrem wichtige ökosystemare Funktion in afrikanischen Ökosystemen. Doch mehr als 69% aller Geierarten sind bedroht, ein Großteil davon steht vor dem Aussterben. Viele Faktoren sind für den Rückgang verantwortlich, jedoch zählen Vergiftungen und traditionelle Heilkunde mit 90% aller gemeldeten Tode zu denen, die am schwersten wiegen (1). Durch die sehr niedrige Reproduktionsrate – die meisten Geier legen nur ein Ei pro Jahr – wirkt sich jede Vergiftung bzw. Tötung eines Geiers massiv auf die Population aus.

Auch der Luambe Nationalpark im Osten Sambias hatte in vergangenen Jahren immer wieder mit vergifteten Wasserlöchern oder Tierkadavern zu kämpfen. Einer der Hauptgründe für Vergiftungen sind Wilderer, die verhindern wollen, dass gewilderte Tiere von den Behörden durch am Himmel kreisende Geier gesichtet werden. So kam es im Jahr 2020 zu einem der verheerendsten Vorfälle im gesamten südlichen Afrika, bei dem über 800 Geier starben. Dazu gehörten drei vom Aussterben bedrohte Arten (Weißrückengeier (Gyps africanus), Wollkopfgeier (Trigonoceps occipitalis), Kappengeier (Necrosyrtes monachus)) sowie eine gefährdete Art (Ohrengeier (Torgos tracheliotos)). Aufgrunddessen ist es gerade jetzt umso wichtiger, sich den Schutz aller vier anwesenden Geierarten zur Aufgabe zu setzen.

In Kooperation mit der südafrikanischen Tierschutzorganisation “Endangered Wildlife Trust”, der sambischen Vogelschutzorganisation “BirdWatch Zambia” und dem lokal ansässigen Naturschutzprojekt “Luambe Conservation Project” wurde nun ein Projekt zum nachhaltigen Schutz von Geiern im Luambe Nationalpark ins Leben gerufen. Dieses wurde nun auf Sambia erweitert. Zukünftigt soll auch in weiteren Ländern gearbeitet werden.  
Mithilfe von GPS- und GSM-Sendern können die Bewegungsmuster, und somit auch Nahrungs- und Brutgebiete, von Geiern überwacht werden. Diese Sender sind speziell auf das Gewicht der jeweiligen Geierarten angepasst und können kontinuierlich bis zu fünf Jahre aufzeichnen. Auf dieser Grundlage können im nächsten Schritt Nahrungs- und vor allem Brutgebiete zu Schutzflächen ernannt werden. Des Weiteren können gewilderte Tiere oder vergiftete Wasserlöcher durch echtzeit Beobachtungen der Geier lokalisiert und von Wildhütern begutachtet werden (sogennante Early-Warning Systems).

Selbstverständlich bewegen sich die meisten Tiere über weitaus größere Strecken als nur den Luambe Nationalpark oder auch das Luangwa-Tal. Bereits nach einem Monat ergaben die Satellitendaten eines Weißrückengeiers, dass sich dieser über knapp 1000 Kilometer durch Sambia sowie Teile Simbabwes und Mosambiks bewegte. Allein die Daten dieses einzelnen Tieres belegen, dass nationale und internationale Kooperationen von großer Wichtigkeit sind.
Bislang sind neun Individuen zweier vom Aussterben bedrohter Arten, Weißrückengeier und Kappengeier, mit Satellitensendern versehen worden. Ein erneutes, eingehenderes Tagging ist für Sommer 2022 geplant. Zukünftig soll dieses Projekt jedes Jahr durchgängig stattfinden.

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2007gegründet
12.500gemeinnützige Organisationen
185 Mio €für den guten Zweck
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