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Wie ☣️Grundschleppnetze die Meere zerstören

Ulrich
Ulrich schrieb am 01.02.2026

Mit ihren negativen Auswirkungen auf die Meeresumwelt hat die Grundschleppnetzfischerei ein trauriges Alleinstellungsmerkmal unter den legalen Fischfangmethoden. Vergleichbar ist sie nur mit der weltweit geächteten und verbotenen Dynamit- oder Sprengstofffischerei.

Neben ungewöhnlich viel Befang (unbeabsichtigter Fang von Nichtzielarten), der aus bis zu 90 % des Fangergebnisses bestehen kann, zerstört die bodenberührende Fischerei, das Leben in und auf dem Meeresboden und essenzielle Ökosysteme wie Korallenriffe, Seegraswiesen oder Glasschwammriffe. Jedes Grundschleppnetz hinterlässt eine Todeszone.

Besonders betroffen von bodenberührender Fischerei sind Haie und Rochen. In großer Zahl verenden sie als unerwünschter Beifang in den Netzen. Bei uns in Nord- und Ostsee hat dieser „Fluch der Meere“ bereits einen dramatischen Verfall der Artenvielfalt von Haien und Rochen ausgelöst.

Zusätzlich setzt diese Art des Fischfangs gewaltige Mengen des Klimagases Kohlenstoffdioxid frei und vernichtet natürliche CO₂-Senken wie Seegraswiesen. Kutter auf Fangfahrt verbrauchen beim Ziehen der schweren Netze über den Meeresboden viel Kraftstoff und verursachen dabei hohe Schadstoffemissionen.

Mit Grundschleppnetzen gefischte Meeresfrüchte und Fische weisen einen der höchsten CO₂-Fußabdrücke aller Proteinquellen auf.



Nicht einmal Meeresschutzgebiete wie unser Nationalpark und UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer sind vor den Zerstörungen, die diese Fischereimethode anrichtet, sicher. Derart befischte Schutzgebiete sind nutzlos. Zonen ohne Fischerei (No-Take-Zonen) gibt es im Nationalpark Wattenmeer nur auf rund 1,5 Prozent seiner Fläche.

Und das alles nur für ein paar Krabbenfischer. Damit Nordsee-Touristen nicht auf Krabbenbrötchen verzichten müssen! 
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