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Medizinische Ausbildung für junge Urarina im peruanischen Amazonasgebiet

Ein Projekt von Freundeskreis Indianerhilfe e.V.
in Iquitos, Peru

Zwei junge Urarina, die die medizinische Versorgung der eigenen Bevölkerung zu ihrem Beruf machen möchten. Ein Studium in der peruanischen Amazonasstadt Iquitos ist für sie nicht bezahlbar.

Malte Bräutigam
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Über das Projekt

Als spendenfinanzierte, politisch unabhängige Organisation führen wir seit über 60 Jahren Projekte mit indigenen Völkern Lateinamerikas zu den Themen Gesundheit und Ernährungssicherung durch. Seit gut 20 Jahren betreiben wir eine Klinik zur Basisgesundheitsversorgung am Rio Chambira im peruanischen Amazonastiefland. Zielgruppe ist das indigene Volk der Urarina, das von einfacher Feldwirtschaft, Jagd und Fischfang lebt. Die Region ist extrem abgelegen, die Anreise von der amazonischen Distrikthauptstadt Iquitos dauert zwei Tage mit dem Boot. Die gesundheitliche Situation ist geprägt von hoher Kindersterblichkeit, Mangelernährung und Infektionskrankheiten wie Malaria und Parasitosen. Die Analphabetenrate ist extrem hoch, eine weiterführende Schule kann in der Regel nicht besucht werden.

Zur Verbesserung der medizinischen Versorgung am abgelegenen Rio Chambira wollen wir die Ausbildung von jungen Urarina fördern. Das Ziel ist es, dass Angehörige der eigenen indigenen Gruppe, nach der Ausbildung in einem medizinischen Beruf, in ihre Heimatregion zurückkehren und dort die medizinische Versorgung maßgeblich mitbestimmen und tragen. Durch unsere langjährige Tätigkeit am Rio Chambira hatten wir die Möglichkeit, zwei motivierte Urarina mit guten Spanischkenntnissen und abgeschlossener Schulausbildung zu finden, die nun ihre Ausbildung zum Labortechniker (tecnico de laboratorio) und Krankenpfleger (tecnico de enfermeria) in der Distrikthauptstadt Iquitos beginnen werden. 

Dazu reicht es nicht, den beiden Geld für die Studiengebühren und eine Wohnung in die Hand zu drücken. Erfahrungen zeigen, dass Menschen, die im Regenwald geboren und aufgewachsen sind, Probleme in der Großstadt haben. Viele Eindrücke und Reize führen meist dazu, dass es ihnen nicht gelingt, sich auf das wesentliche wie das Studium zu konzentrieren. Die Art des Lernens an westlich geprägten Ausbildungsstätten muss man gewohnt sein, oder zumindest braucht man eine stetige und geduldige Betreuung. Dies führt letztlich dazu, dass folgende Dinge gewährleistet sein müssen, um eine erfolgreiche Beendigung des Studiums erreichen zu können:

  • Unterkunft möglichst ausserhalb der Stadt
  • drei Mahlzeiten täglich
  • Betreuung zu Essenszeiten 
  • Möglichkeit zum persönlichen Austausch bei Problemen
  • Hilfestellung beim Lernen
  • Organisation von Freizeitaktivitäten
  • Fahrt zur Studieneinrichtung
  • und die eigentlichen Studiengebühren 

Die Unterkunft der beiden wird in einem Haus der Caritas Iquitos erfolgen. Das Gesamtkonzept der Betreuung hat sich bereits bei früheren Studenten anderer Indigener Gruppen aus dem peruanischen Amazonasgebiet bewährt.

Insgesamt belaufen sich die Kosten für ein Jahr Studium auf 3380 Euro pro Person. 
  
Das Studium beginnt im März 2022 und wird für jeden der beiden 3 Jahre dauern.

Hilf uns dabei, das erste Studienjahr der beiden zu sichern !!       

weitere Informationen https://www.indianerhilfe.de