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Mistel-Aktion zum Erhalt der Streuobstwiesen in Aichtal

Ein Projekt von Stadt Aichtal
in Aichtal, Deutschland

Die Stadt Aichtal möchte zusammen mit dem NABU jährliche Mistel-Entfernaktionen durchführen. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie den wichtigen Erhalt unserer Streuobstwiesen. Die Stadt beauftragt für die Entfernung der Misteln einen Landschaftspfleger.

Sebastian Kurz
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Über das Projekt

Im Herbst 2021 startete die erste "Mistelentfernungsaktion" der Stadt Aichtal und des NABU auf  Streuobstwiesen in Aichtal.

Früher wurde die Mistel aufgrund ihrer Heilkräfte geschätzt und es wurden ihr mystische Kräfte nachgesagt. Heute wird die Aufsitzerpflanze zu einem immer größeren Problem, weil sie sich stark ausbreitet und betroffene Bäume gefährdet.

Als Halbschmarotzer entzieht die Mistel ihrem Wirt Wasser und Nährstoffe. Für Obstbäume und damit für die Streuobstwiesen wird sie deshalb zu einer Gefahr, denn diese Bäume werden meistens nicht regelmäßig gepflegt. Durch den Befall werden die Bäume geschwächt, verlieren an Fruchtbarkeit und halten dem Wind nicht mehr richtig stand. Im schlimmsten Fall stirbt der Baum.
Um das zu vermeiden, sollten die Bäume regelmäßig untersucht werden. Weil Misteln langsam wachsen, ist der Befall oft nicht sofort zu sehen, denn bis die Mistel ihre kugelige Form bildet, vergehen Jahre. Die Mistel selbst kann ein Alter von mehreren Jahrzehnten erreichen.

Vor allem auf stickstoffhaltigen, trockenen Böden gedeiht sie gut, denn die Trockenheit setzt die Bäume unter Stress und schwächt sie. Eine gute Ausgangsbasis für die Mistel, um sich zu vermehren.Der Halbschmarotzer siedelt hauptsächlich auf Apfelbäumen. Neuerdings gibt es Befallsmeldungen an Birnenbäumen. Wenn ein Mistelbefall im Baum festgestellt wird, sollte dieser entfernt werden. Es reicht allerdings nicht aus, nur die Misteln zu entfernen. Empfehlenswert ist es, die befallenen Äste rund 50 Zentimeter ins gesunde Holz abzusägen oder den Ast ganz zu entfernen. Um dabei die heimischen Vogelarten nicht zu gefährden, ist die Brutzeit zu beachten. Misteln darf man deshalb nur im Zeitraum von August bis März entfernen.

Gleichzeitig sollte darauf geachtet werden, dass kein neuer Befall eintritt, denn die klebrigen Früchte verbreiten sich durch Vögel, wenn sie ihre Schnäbel an den Baumästen wetzen. Die Früchte bleiben dann an den Ästen haften. Ein anderer Übertragungsweg ist der Vogelkot und der Kreislauf beginnt von vorn.

Die Stadt Aichtal möchte zusammen mit dem NABU jährliche Mistel-Entfernaktionen durchführen. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie den wichtigen Erhalt unserer Streuobstwiesen. Die Stadt beauftragt für die Entfernung der Misteln einen Landschaftspfleger, welcher dann die Misteln aus den Baumkronen schneidet. Die Unkosten werden durch Spenden finanziert. 

Ist Ihre Streuobstwiese auch von Misteln befallen?
Wenden Sie sich gerne an die Stadtverwaltung unter pressestelle@aichtal.de oder unter der Telefonnummer 07127/5803-49.
Ein großes Dankeschön geht an die Initiative der NABU Ortsgruppe mit der Vorsitzenden Agnes Pahler, Sonja Bürkle, Streuobstwiesenpädagogin, Landschaftspfleger und Diplom-Biologe Jürgen Schmid.

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