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Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt Berlin

Ein Projekt von Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt
in Berlin, Deutschland

Ziel der Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt Berlin ist es, auf verschiedenen Ebenen institutionellem Rassismus entgegenzutreten. Wir unterstützen betroffene Menschen und wollen die Öffentlichkeit sensibilisieren für das Thema.

Sanchita Basu
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Über das Projekt

Ziel der Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt Berlin ist es, auf verschiedenen Ebenen institutionellem Rassismus entgegenzutreten und damit den rassistischen Normalzustand zu durchbrechen. Menschen, die in das rassistische Raster der Polizei durch vermeintliche Herkunft oder Merkmale wie Hautfarbe und Sprache fallen, erleben immer wieder ähnliche Szenarien. Unbegründete Passkontrollen, Aggressionen der Beamt_innen, diskriminierende Beschimpfungen und Beleidigungen, gewaltsame Festnahmen, Misshandlungen und Übergriffe. 

KOP stellt sich entschieden gegen die Legende vom bedauerlichen „Einzellfall“, wonach rassistische Polizeiangriffe und -übergriffe eine Ausnahme darstellten, die von wenigen Polizist_innen verübt würden. Wir setzen der Ohnmachtssituation eines Übergriffs praktische Solidarität mit den Opfern entgegen. Dazu vermittelt KOP Opfer rassistischer Polizeigewalt zu Beratungsstellen, Anwält_innen und Psycholog_innen. Darüber hinaus bieten wir eine Prozessbegleitung und -beobachtung an, um den Opfern auch bei Gericht zur Seite zu stehen. Wir stehen dabei parteiisch an der Seite der Opfer und unterstützen sie bei den Schritten, die sie ergreifen wollen. Dies tun wir auch bei den Prozessen, die vielen Opfern durch (Gegen-)Anzeigen aufgezwungen werden. 

Ein Grundpfeiler unserer Arbeit ist unsere Unabhängigkeit von staatlichen Strukturen. KOP wird ausschließlich durch freiwillige, unentgeltlich arbeitende Aktivist_innen getragen. Wir finanzieren uns über Spenden, die in den Rechtshilfefond fließen. Dank der Spender_innen haben wir in den vergangenen Jahren sehr viele Menschen bei der Bewältigung von hohen Anwaltskosten unterstützen können. Neben dem Rechtshilfefond setzen wir aber vor allem auf Öffentlichkeitsarbeit und Aktionen, mit denen wir rassistische Polizeigewalt sichtbar machen und mehr Menschen erreichen wollen. Darüber hinaus informiert KOP Zeug_innen, Opfer und Betroffene über ihre Möglichkeiten zur Gegenwehr. 
Ein weiteres Herzstück unsere Arbeit ist die Dokumentation von rassistischer Polizeigewalt. In unser Chronik hat die KOP seit 2000 bis 2021 über 350 Fälle gesammelt. Die Fälle, die in dieser Chronik gesammelt wurden, gehen auf unterschiedliche Quellen zurück: Sie basieren auf Betroffenen- oder Zeug_innenberichten oder entstammen Meldungen aus Tageszeitungen oder anderen Medien. Es handelt sich um Gegenerzählungen, die die Wahrnehmung polizeilichen Verhaltens aus Sicht der Berichtenden wiedergeben und offiziellen Darstellungen in der Regel widersprechen. Ziel dieser Chronik ist es, die Öffentlichkeit über rassistische Polizeigewalt zu informieren, die Position der Betroffenen zu stärken, und die Polizei rechenschaftspflichtig zu machen. 

Hierbei entstehen immer wieder Kosten, die wir aktuell nicht alleine aufbringen können, weshalb wir euren Support brauchen. 

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