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Aktive Eltern-Kind-Entfremdung nach Trennung verhindern.

Ein Projekt von Papa Mama Auch e.V.
in Bad Wimpfen, Deutschland

Aktive Eltern-Kind-Entfremdung durch einen Elternteil ist vielen Jugendämtern und Familiengerichten aus eigener Fallerfahrung sehr gut bekannt. Zu oft wird es geduldet und vor den Folgen werden die Augen geschlossen. Mit fachkundigen Expertinnen und

Ulf Hofes
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Über das Projekt

Dass sich Eltern trennen, ist für Kinder fast immer eine dramatische Erfahrung. Verlustängste und Unsicherheit sind regelmäßig die Begleiter betroffener Kinder nach Trennung. 

In rund zehn Prozent der Fälle kommt es zu (einseitiger) hochstrittiger Eskalation. Oftmals mit dem Ziel, den anderen Elternteil aus dem eigenen Leben zu drängen. Mit der Inkaufnahme, dass dann auch Kinder nach Trennung den Kontakt zu einem Elternteil verlieren. In Fachkreisen ist dieses als aktive oder induzierte Eltern-Kind-Entfremdung wohlbekannt. Je nach Fortschritt der Entfremdungs-Bemühungen beginnen die Kinder dann auch selbst, den zweiten Elternteil (i.d.R. der außen wohnende Elternteil) abzulehnen. 

Aktive Eltern-Kind-Entfremdung ist dabei keine Frage von Mutter oder Vater, sondern vielmehr einer Frage der Möglichkeiten. Der Elternteil, wo das Kind lebt, ist dabei regelmäßig auch der entfremdende Elternteil.
 
Die Intervention von Jugendämtern, Familienberatungsstellen und Familiengerichten bleiben dabei sehr zahlreich hinter den eigentlichen Pflichten der Institutionen zurück. Entsprechend findet kaum bis unzureichend eine bindungserhaltende und konfliktmindernde Intervention statt. Oftmals mit der einfachen Begründung, man könne da nichts machen oder im fortgeschrittenen Stadium der Hinweis, es sei ja der Kindeswille. 

Damit – so ist es inzwischen immer mehr Fachleuten bekannt – ist den betroffenen Kindern nicht geholfen. Das Problem wird auf den Schultern der betroffenen Kinder auf deren späteres Leben verschoben. Mit dramatischen Folgen bei den betroffenen Kindern selbst, die in den Folgejahren sichtbar werden: Verhaltensauffälligkeiten im Sozialen, Einbruch oder Extremsteigerung der schulischen Leistungen, eingeschränkte Bindungsfähigkeit oder zu starkes Klammern in späteren eigenen Beziehungen, Substanzmittelmissbrauch, Magersucht, Depressionen – die Liste möglicher Folgen ist lang.
 
Mit unseren Projekt erarbeiten wir mit den namhaftesten Expertinnen und Experten (Erziehungswissenschaftler, Kinderpsychologen, Pädagogen) an Studien und Expertisen, bieten Seminare und Fortbildungen für Familiengerichte und Jugendämter an. Wir vermitteln in kleinen Gruppen Merkmale der aktiven Eltern-Kind-Entfremdung, (für ungelernte Fachkräfte schwer durchschaubare) Verhaltensweisen der Entfremder-Elternteile und entsprechende Indikatoren, Verhaltensweisen der betroffenen Kinder, mittel- und langfristige Folgen für die betroffenen Kinder. 

Wir geben Möglichkeiten der Intervention ebenso an die Hand wie den Nachweis, warum Eltern-Kind-Entfremdung betroffenen Kindern fast immer irreparabel schadet und warum somit eine Intervention gerechtfertigt ist.
 
Aktive (induzierte) Eltern-Kind-Entfremdung ist eine schwere Form psychischer Kindesmisshandlung. Die Aufklärung ist bundesweit eine Mammutaufgabe, in der jede Fortbildung in jeder Stadt eine einzelne Etappe darstellt.