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Kleinkredite für die Asháninka in Peru

Ein Projekt von Pro REGENWALD e.V.
in Satipo, Peru

Menschen mit guten Ideen benötigen oft eine kleine finanzielle Förderung, um sie umzusetzen. Zinslose Kleinkredite als "capital solidario" sollen indigene Kleingewerbetreibende unterstützen. Mit dem zurückgezahlten Geld werden neue Kredite vergeben.

M. Gloeckle
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Über das Projekt

Die Asháninka sind ein indigenes Volk, das im östlichen Peru und im westlichen Brasilien lebt. Gemeinsam mit Imperita, einer in Peru (Distrikt Rio Negro, Provinz Satipo) ansässigen Organisation, fördert Pro REGENWALD die unkomplizierte und faire Unterstützung von Indigenen mit Hilfe von Kleinkrediten. HandwerkerInnen, Kleinbäuerinnen und –bauern, KünstlerInnen und Kleingewerbetreibende haben gute Ideen und viel Elan, benötigen aber oft eine kleine finanzielle Unterstützung; eine solidarische Hand, die ihnen den Start ermöglicht oder sie aus einer schwierigen Lage herausholt. Das Geld wird für den Kauf von Materialien oder Werkzeug (Stoffe, Garn, Setzlinge, Saatgut, Holz etc.) für ihre Arbeit eingesetzt.

Unsere AnsprechpartnerInnen vor Ort sind Jhenny und José, Gründer von Imperita. Jhenny, vom Volk der Asháninka, und ihr Mann José, setzen sich seit vielen Jahren für nachhaltige Entwicklung der indigenen Dörfer im Distrikt Rio Negro ein. Ihr gemeinsames Ziel ist es, die Lebensbedingungen vulnerabler Bevölkerungsgruppen zu verbessern.

Problem
Vielen Asháninka in Peru fehlt es an Geld. Bei konventionellen Banken finden sie nicht den richtigen Partner. Die nötigen Geldmengen sind zu gering, um für Banken interessant zu sein. Außerdem würden Zinsforderungen anfallen, die für die Asháninka unbezahlbar sind. Zudem sind die Rückzahlungsmodalitäten starr und führen die KreditnehmerInnen in eine Abwärtsspirale, aus der ein Entkommen oft nicht mehr möglich ist.

Antwort
Unser Ausweg aus diesem Dilemma ist es, den Asháninka zinsfreie Kleinkredite zu ermöglichen. Wir wollen mit den zinsfreien Kleinkrediten keine Profite für unsere Organisation generieren.
Im ersten Schritt unterstützen wir die Menschen, indem wir ihnen ohne bürokratische Hürden kleine Geldsummen als Kredit zinslos zur Verfügung stellen. Die Vergabe und Rückzahlung der Kleinkredite wird vor Ort von Imperita übernommen. Das zurückgezahlte Geld fließt in neue Kleinkredite und wird zum „capital solidario“, mit dem weitere Kleingewerbetreibende und -händler unterstützt werden. Unser Ziel ist es, den Kreditnehmern eine Perspektive für ihre Selbständigkeit und Selbstbestimmtheit zu geben. Die Kleinkredite sollen für sie eine unkomplizierte Starthilfe sein oder bereits bestehende Vorhaben unterstützen.

Das langfristige Ziel ist die Gründung einer Kooperative – also Nachhaltigkeit, kein Wachstum!

Bedarf
3.000 Euro, um Kleinkredite in Höhe von 250 bis 300 Euro für die ersten InteressentInnen auszuzahlen.

Beispiele für Projekte, die damit gefördert werden können, sind:
– Webarbeiten aus Baumwolle
– Klempner-, Holz- und Bauarbeiten
– Kauf von organischem Dünger und Werkzeug für den Kakaoanbau
– Anschaffung eines eigenen Verkaufswagens für traditionelle Gerichte und Getränke
 
Wir werden über den Fortgang der einzelnen Projekte regelmäßig berichten.

Dieses Projekt wird auch unterstützt über