Deutschlands größte Spendenplattform
9

Neue zentrale Sterilisationseinheit für das Kibogora Hospital

Ein Projekt von Osteomyelitishilfe e.V.
in Kibogora, Ruanda

Neues Projekt für das Kibogora Hospital in Ruanda Heusweiler Verein Osteomyelitishilfe e.V. will Zentralsterilisation einrichten.

Michael Weber
Nachricht schreiben

Über das Projekt

Seit 2015 kümmert sich der Verein „Osteomyelitishilfe e.V.“ (www.osteomyelitishilfe.de) um die Behandlung von Kindern und Jugendlichen im Kibogora Hospital in Ruanda, die an einer chronischen hämatogenen Osteomyelitis erkrankt sind. Durch Entsendung erfahrener Ärzteteams konnten wir viele Kinder mit chronischer Osteomyelitis operieren und ihnen somit wieder ein halbwegs normales Leben ermöglichen. Seit ein paar Jahren arbeiten dort auch ruandische Fachärzte, ein Facharzt für Allgemeinchirurgie und ein Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Diese ständige Präsenz von qualifizierten Chirurgen hat dazu geführt, dass die Patientenzahlen stark angestiegen sind. Es gibt aber weiterhin nur einen einzigen voll nutzbaren Operationssaal, den sich nun 3 Disziplinen, Gynäkologie, Allgemeinchirurgie und Orthopädie, teilen müssen. Während unseres letzten Aufenthaltes vor der Pandemie führte das dazu, dass dieser Saal fast immer zur Behandlung von Notfällen belegt war. Die sehr aufwändige Versorgung von Kindern mit chronischer Osteomyelitis musste immer wieder verschoben werden. Auch die Nachsorge und Nachbehandlung der operierten Kinder ließ zu wünschen übrig. So sahen wir Kinder, die 2 Monate zuvor operiert wurden noch mit dem gleichen Verband, mit dem sie entlassen wurden. Die Operationswunden waren entweder vereitert oder in einem schlechten Hautzustand, so dass Anschlussoperationen nicht möglich waren. Alles in allem eine sehr unbefriedigende Situation. Was es brauchte, war eine Ausweitung der OP-Kapazitäten. Aber auch, und das schien uns das wichtigste, ein Präventionsprogramm zur Früherkennung der akuten Osteomyelitis, damit die Chronifizierung dieser Erkrankung mit all den schrecklichen Krankheitsbildern vermieden werden kann. Dies alles konnte unser kleiner Verein nicht stemmen. Rotary Deutschland und das BMZ finanzieren aber ein Präventionsprogramm im Nyamasheke Distrikt, in welchem das Kibogora Hospital liegt, und einen kompletten Neubau der Chirurgie mit 3 neuen Operationssälen. Erstaunlicherweise geht in Afrika manches schneller als bei uns. Das neue Chirurgiegebäude wird spätestens Anfang 2022 bezugsfertig sein. Auch die Gynäkologie und Geburtshilfe soll ein neues Gebäude bekommen. Baubeginn war bereits vor einigen Wochen. Finanziert wird dies durch ein internationales Gremium, „better together“, ein Zusammenschluss mehrerer NGO’s aus verschiedenen Ländern. Was jetzt noch fehlt, ist eine zentrale Sterilisationseinheit. Der alte Steri ist viel zu klein, besteht nur aus einem einzigen Raum und entspricht nicht mehr aktuellen Standards. Unser Verein hat sich nun vorgenommen diese zentrale Sterilisationseinheit zu planen und zu realisieren. Im Untergeschoss der neuen Gynäkolgie hat man uns eine Fläche von ca. 200 m2 dafür zur Verfügung gestellt. Nach grober Kostenschätzung brauchen wir ein Budget von ca. 120.000 €. Ein Großteil dieser Summe müssen wir durch weitere Spenden decken. Wir freuen uns deshalb über alle, die unser Projekt mit einer Spende unterstützen möchten.