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Babykatzen stürmen das Tierheim

Ein Projekt von Kreistierschutzverein Heidenheim an der Brenz e.V.
in Heidenheim an der Brenz, Deutschland

Die vielen Katzenbabies stellen uns finanziell vor ein großes Problem. Katzenbabies bleiben deutlich länger als erwachsene Katzen in der Quarantäne und sorgen für steigende Kosten vor allem für die Unterbringung und Versorgung.

S. Hitzler
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Über das Projekt

Das Jahr 2021 ist noch nicht zu Ende und bereits jetzt zeichnet sich eine besorgniserregende Tendenz ab: Während der Katzennachwuchs in den vergangenen Jahren schwerpunktmäßig im Frühjahr und Herbst bei uns auflief, sind wir uns in diesem Jahr von Anfang an mit Kitten und tragenden Katzen konfrontiert. Bis jetzt haben wir 225 Katzen aufgenommen, 150 davon waren Kitten. 

Was zunächst harmlos klingt, stellt unsere Tierpfleger vor immense logistische Herausforderungen. Die meisten unserer Katzen kommen als Fundtiere zu uns und müssen damit obligatorisch in unserer Quarantäne-Station aufgenommen werden. Wenn keine gesundheitlichen Probleme vorliegen, werden sie kastriert und können anschließend direkt vermittelt werden oder sie ziehen ins Katzenhaus um. Eine gesunde Katze verbringt im Durchschnitt ca. 1 – 2 Wochen in der Quarantäne, bevor ihre Box frei wird für die nächste Katze; bei einer kranken Katze dauert es entsprechend länger. Kitten ohne Muttertier bleiben in der Quarantäne, bis sie mindestens 8 Wochen alt sind; Kitten mit Muttertier bis sie mindestens 12 Wochen alt sind. Bei Katzen, die wir tragend bekommen, vergehen nochmals bis zu 9 Wochen, bevor der Nachwuchs geboren wird. Im Maximalfall haben wir also eine Katzenfamilie für mindestens 21 Wochen auf der Quarantänestation. Während dieser Zeit kündigen sich weitere Katzen an, die aufgenommen werden müssen. Unsere Aufnahmekapazität in der Quarantäne ist jedoch begrenzt. Insgesamt stehen 6 kleine Boxen, 4 große Boxen und 2 Babyzimmer, in denen unsere größere Kitten wohnen, zur Verfügung. Je mehr Katzennachwuchs wir haben, desto schwieriger wird die Aufnahme von neuen Tieren, da die Boxen für lange Zeit belegt sind und dadurch das Gleichgewicht zwischen der Anzahl an Katzen, die wir aufnehmen und der Anzahl an Katzen, die vermittelt werden, komplett aus den Fugen gerät. 

In den vergangenen Jahren hatten wir dieses Problem überwiegend im Frühjahr und Herbst, dieses Jahr beschäftigt uns die Kitten-Schwemme das ganze Jahr über. Ohne unsere ehrenamtlichen „Katzen-Frauen“, die privat Katzen und Kitten bis zur Vermittlung aufnehmen, hätten wir vermutlich schon längst kapituliert. Auch in diesem Jahr ist ihr Einsatz eine immens wichtige Stütze. Oft müssen wir sie vertrösten und um Geduld bitten, die Tiere doch noch etwas länger bei sich zu beherbergen, da wir momentan kein Platz haben. Zeitweise waren wir sogar so voll, dass wir einen Aufnahmestopp verhängen mussten. Glücklicherweise können wir aktuell zwei freigewordene Zimmer des Kleintierbereichs mit nutzen. 

Ein weiteres Problem, das uns Kopfzerbrechen bereitet, ist, dass die Nachfrage nach Kitten und Katzen offenbar gesättigt ist. Selbst für unsere lieben und zutraulichen Kitten fehlt es an Menschen, die diese aufnehmen möchten. Aktuell haben wir viele Geschwisterpärchen, die sehnsüchtig auf ein neues Zuhause warten, für die wir jedoch keines finden. Über die Gründe dafür können wir nur mutmaßen. 

Trotz aller Widrigkeiten ist Aufgeben keine Option. Wir sind für unsere Tiere da und geben unser Bestes, auch wenn das nicht immer ausreicht. Bitte helfen Sie uns diese Aufgabe zu stemmen!