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Eine Brücke von der Klinik ins Kinderzimmer

Duisburg, Deutschland

Der Bunte Kreis Duisburg e.V. – Niederrhein und westliches Ruhrgebiet unterstützt früh geborene, behinderte, schwerst- und chronisch kranke Kinder, Jugendliche und ihre Familien auf ihrem Weg vom Krankenhaus in ein gut organisiertes Leben zuhause.

G. Weber von Bunter Kreis Duisburg e.V.
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Seit 2002 begleitet der Bunte Kreis Duisburg – Niederrhein und westliches Ruhrgebiet Familien mit schwerkranken, frühgeborenen, behinderten und chronisch kranken Kindern auf dem Weg vom Klinikaufenthalt in ein geregeltes Leben nach Hause. Gesprächsangebote, Anleitung bei der medizinischen und pflegerischen Versorgung des Kindes, therapeutische Unterstützung, Geschwisterbetreuung, sozialrechtliche Beratung und Anbindung an ambulante Helfersysteme sind dabei wichtige Elemente. Die erfahrenen Mitarbeiterinnen sind eine vorher definierte Zeit lang zentrale Ansprechpartnerinnen für alle Fragen, Nöte und Sorgen. Sie leisten Hilfe zur Selbsthilfe und knüpfen ein Netz, das die Familien in der neuen Situation mit einem kranken Kind trägt.

Seit Ausbruch der Corona Pandemie hat sich vieles verändert. Die ungewohnte Situation stellt uns alle vor neue, anstrengende Herausforderungen. Familien mit zu Frühgeborenen und schwerkranken Kindern sind jedoch in besonderer Weise betroffen. Zu den Sorgen um die kleinen Patienten kommen Ängste, Unsicherheiten und Einschränkungen durch die Corona-Krise hinzu. Es fehlt der Rückhalt aus Verwandtschaft, Nachbarschaft und durch gute Freunde. Die Bunte Kreis Mitarbeiterinnen sind deshalb mehr denn je gefordert. Sie sind in dieser doppelt aufreibenden Zeit für die Eltern oft der einzige Kontakt und damit eine wichtige und verlässliche Konstante in unsicheren Zeiten, die ihnen Stabilität und Struktur vermittelt. 
 
Dies allerdings gestaltet sich unter den gegebenen strengen Sicherheitsvorschriften komplizierter, dauert länger als sonst und führt damit auch zu höheren Kosten. Schon ein vertrauensvolles Verhältnis zu Kindern und Eltern mit einem Mund-Nasen-Schutz aufzubauen, ist die erste Hürde. Ebenso ist es kompliziert, den Eltern auf Abstand zu erklären, wie sie das Kind bei Atemproblemen lagern, bei Verdauungsschwierigkeiten das Bäuchlein massieren oder andere medizinische Handgriffe.
 
Häufig dürfen unsere Mitarbeiterinnen die Eltern nicht zu Arztbesuchen begleiten. Sie erarbeiten mit ihnen im Vorfeld Listen mit Fragen, die nicht vergessen werden sollten, telefonieren wenn möglich und nötig im Nachgang noch einmal mit den behandelnden Ärzten. Allgemein ist es schwieriger geworden, Termine bei Ärzten und Therapeuten zu bekommen. Auch sie müssen sich streng organisieren. Das bedeutet jedoch für die Mitarbeiterinnen lange Zeiten am Telefon.

Insgesamt ist die Belastung nicht nur für die Familien, sondern auch für die betreuenden Nachsorgemitarbeiterinnen enorm.

Wir bitten Sie deshalb, uns zu helfen, den zusätzlichen Aufwand, der durch die Corona-Situation entsteht zu tragen. Gerade jetzt möchten wir keinen Hilferuf ablehnen und die schlimme Doppelbelastung von Familien mit schwerkranken Kindern durch unsere multiprofessionelle und gleichzeitig empathische Begleitung lindern.



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