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Mitten drin statt nur dabei.

Ein Projekt von Neukirchener Erziehungsverein
in Neukirchen-Vluyn, Deutschland

Tommy* ist schwerst-mehrfachbehindert. Sein Wunsch: Er möchte gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Mobil sein, selbstbestimmt leben und so viel wie möglich eigenständig den Alltag meistern. Wir unterstützen ihn bei seinem Wunsch.

Robert van Beek
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Über das Projekt

Tommy* ist schwerst-mehrfachbehindert. Sein Wunsch: Er möchte gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Mobil  ein, selbstbestimmt leben und so viel wie möglich eigenständig den Alltag meistern. Im Neukirchener Erziehungsverein  nterstützen wir Tommy dabei.

Vor über 25 Jahren wandten sich Tommys Eltern an das Team in der Behindertenhilfe. Sie wünschten sich die bestmögliche  Förderung und Unterstützung für ihr Kind, das aufgrund seiner Behinderung sein Leben lang auf Betreuung angewiesen sein wird.

Gemeinsam entschied man, dass Tommy in eine Wohngruppe für Jugendliche mit körperlichen und/oder geistigen  Beeinträchtigungen in Neukirchen-Vluyn zieht. Die Trennung war für die Eltern und für Tommy anfangs nicht leicht. Dank der
Begleitung durch die Betreuer lebte sich der damals 13-jährige Junge sehr gut ein. Der Kontakt zu seinen Eltern blieb immer  erhalten und ist nach wie vor sehr eng.

Natürlich benötigt Tommy auch heute noch Unterstützung bei alltäglichen Dingen. Doch über die Jahre hat er gelernt, vieles  selbstständig zu erledigen. Vor knapp zwei Jahren, mit Mitte dreißig, ist Tommy in sein eigenes, 40 qm großes und neu  eingerichtetes Appartement in Neukirchen-Vluyn gezogen. Er genießt das Leben in den eigenen vier Wänden, trifft Freunde und nimmt gerne an Angeboten und Aktivitäten teil. Erlebnisse, von denen er heute noch gerne erzählt sind ein Tauchlehrgang
für Menschen mit Körperbehinderungen, eine Ferienfahrt nach Dänemark, ein Besuch im Stadion bei der Fußball EM und ein Musicalbesuch. Da fühlte er sich immer mittendrin!

„In unseren Wohnangeboten legen wir sehr großen Wert auf einen abwechslungsreichen Tagesablauf. Freizeitgestaltung ist immens wichtig, aber immer mit großem Aufwand verbunden. Davor scheuen wir uns nicht, wir versuchen, die Wünsche unserer Bewohner gemeinsam mit ihnen umzusetzen.“ (Christoph Osterkamp)

Christoph Osterkamp, Koordinator für knapp 60 Bewohner mit Behinderungen, freut sich mit Tommy über
die Möglichkeiten, die ihm geboten werden können. Auch, wenn das immer mit großem Aufwand verbunden ist. Für einen Konzertbesuch braucht es z. B. die Organisation eines speziellen Fahrdienstes. Denn Tommys großen E-Rollstuhl bekommt man in kein normales Taxi. Die Begleitung zum Konzert und die Betreuung vor Ort sind ebenso zeit- und kostenintensiv. Das finanzieren wir mit Spenden.

Dies gilt auch für einen Kurzurlaub, auf den sich Tommy und fünf weitere Bewohner schon sehr freuen. „Ein behindertengerechtes Ferienhaus an der Nordseeküste zu finden, das auch ausreichend Platz für die mitreisenden Betreuer bietet, ist gar nicht so leicht,“ erzählt Christoph Osterkamp. „Solche Häuser sind äußerst selten und sehr begehrt.“ Und dann muss 
man ja auch noch anreisen und will vor Ort mobil sein. Das bedeutet genaue Planung und zusätzliche Kosten, denn Rollstühle benötigen ein Plus an Fahrzeugen und Fahrern, da der Platzbedarf erheblich größer ist. Durch die Regelleistungen werden solche Kosten nicht gedeckt und sind nur durch Zuschüsse aus Spenden zu finanzieren.