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Potsdam Krampnitz: Neubau eines fossilen Kraftwerks

Ein Projekt von BUND Brandenburg e.V.
in Potsdam, Deutschland

Der BUND Brandenburg hat gegen die Genehmigung eines Erdgas-Blockheiz-Krafwerks in Potsdam Widerspruch eingelegt. In Zeiten der Klimakrise dürfen keine fossilen Kraftwerke mehr ans Netz gehen.

A. Kruschat
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Über das Projekt

Im Norden von Potsdam plant die Stadt einen neuen Stadtteil für mindestens 5.000 Menschen. Für die Energieversorgung ist ein Erdgas-Blockheizkraftwerk geplant und bereits genehmigt. Gegen diese Genehmigung hat der BUND Brandenburg Widerspruch eingelegt, denn der Stadtrat Potsdam hatte sich eigentlich dafür ausgesprochen, dass Krampnitz ein klimaneutraler Stadtteil wird. Wenn die drei Module des Blockheizkraftwerkes ans Netz gehen, kann die Klimaneutralität aber nicht erreicht werden. Der Klimarat Potsdam hat errechnet, dass allein mit den Emissionen aus der Wärmeversorgung das Ziel der Klimaneutralität um den Faktor 2,5 verfehlt wird. 

Das Energiekonzept stammt von „Energie und Wasser Potsdam“ (EWP), die zu den Stadtwerken gehört. Aber anscheinend sind den Stadtwerken die Beschlüsse der Stadt zum Klimaschutz egal, denn die Stadt hat ein Klimaschutzkonzept erarbeitet, einen Klimarat eingesetzt und den Klimanotstand ausgerufen. 

Außerdem verweigert die EWP die Akteneinsicht in verfahrensrelevante Genehmigungs-unterlagen, insbesondere zur Umweltverträglichkeit des Kraftwerks.

Für den Widerspruchsprozess brauchen wir Eure finanzielle Unterstützung!

Höchstwahrscheinlich wird der BUND Brandenburg auch gegen weitere Planungen zum Stadtteil Krampnitz vorgehen, denn es liegt noch kein nachhaltiges Verkehrskonzept vor. Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr gestaltet sich schwierig, da zur Zeit die Hauptverkehrsachse nach Potsdam über eine Brücke führt, auf der für Autospuren und eine Straßenbahntrasse nicht genug Platz ist.