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Wasser für 4.500 Massai: sieben Kilometer vom Brunnen bis zum Dorf

Ein Projekt von Freundeskreis Arusha/ Tanzania e. V.
in Arusha, Tansania

Am 5. Oktober 2021 sprudelte erstmals Wasser aus einem Bohrloch bei Engutukoit. Der Brunnen ist zirka sieben Kilometer vom Dorf entfernt und könnte dort 4.500 Massai versorgen. Dafür muss das Wasser gepumpt, transportiert und verteilt werden.

Heike Mildner
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Über das Projekt

Vereinsgründer Harald Pfeiffer züchtet in Canzow bei Woldegk (Mecklenburg-Vorpommern) Strauße. Seine Idee, den Menschen zu helfen, die dort leben, wo seine Strauße herkommen, trägt seit vielen Jahren Früchte. Pfeiffer sammelte Geld, gründete den Verein und flog 2005 zum ersten Mal auf eigene Kosten nach Tansania, um die Spenden selbst abzuliefern. Sein Grundsatz:  Die Hilfe sollte insbesondere Kindern zu Gute kommen und zu 100 % das Projektgebiet erreichen.

Er lebte einige Tage in einem Boma – einem Massai-Hof mit Lehmhütten, erlebte das harte Leben der Massai, ihren Stolz und ihre Gastfreundschaft. In der Arusha-Region im Regenschatten des Mount Meru kämpfen sie gegen Trockenheit und Missernten, päppeln ihre Ziegen und Rinder. Touristen verirren sich nur selten in die karge Gegend, auch wenn der Kilimanjaro gar nicht so weit weg ist. Es fehlte an Wasser, medizinischer Versorgung, Schulen und ausgebildeten Lehrern.


In den vergangenen 15 Jahren hat der Verein Freundeskreis Arusha/Tanzania acht Schulen für Kinder im Vorschulalter gebaut und unterhält sie. Etwa 300 Kinder bereiten sich dort auf die Schule vor und bekommen jeden Tag ein kostenloses, warmes Mittagessen, Schulkleidung und Lernmaterialien. Auch die Ausbildung der Lehrer wird vom Verein finanziert. Außerdem wurde 2012 auf Antrag der Gemeinde Oldonyowas gemeinsam mit der Partner-NGO in Tansania für rund 13.000 Menschen im Projektgebiet ein Hospital gebaut.
Das neuste Projekt, für das wir nun bei betterplace.com Spenden sammeln wollen, ist die Finanzierung einer Wasser-Infrastruktur: Am 5. Oktober dieses Jahres sprudelte Wasser aus einem Bohrloch: nach zwei Fehlschlägen die erste Bohrung, die mit ca. 10.000 Litern pro Stunde erfolgreich war. Das bedeutet für das Dorf Engutukoit erstmalig ausreichend Wasser für ca. 4.500 Menschen und ihre Tiere, wenn es gelingt, die sieben Kilometer vom Bohrloch bis zum Dorf zu realisieren.

Die Bohrung wurde durch eine Spenderin aus Neubrandenburg mit über 6.000 € bereits bezahlt. So gross die Freude über so viel Wasser für das ärmste Dorf im Projektgebiet auch ist, benötigen wir jetzt sehr viel Geld: Der Brunnen befindet sich zirka sieben Kilometer vom Dorf entfernt. Das Wasser muss gepumpt, transportiert und verteilt werden. Engutukoit ist in der Fläche sehr gross. Harald Pfeiffer, der bei der erfolgreichen Bohrung vor Ort war, schätzt den Bedarf auf 50.000 €. Tausend Mal 50 Euro - das schaffen wir nur mit Euch!