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Streuobstwiesen: Motivation, Kenntnisse und Werkzeuge zur Pflege

Ein Projekt von Obst- und Gartenbauverein Oeffingen e.V.
in Fellbach, Deutschland

Wir stellen 15 Interessierten für 13 Jahre eine Streuobstwiese zur Verfügung und pflanzen und pflegen darauf ökologisch wertvolle Obstbaumhochstämme. Ehrenamtliche Unterstützer helfen in Theorie und Praxis. Maschinen und Werkzeuge gibt´s von uns.

Jürgen Walser
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Über das Projekt

Streuobstwiesen sind eine wertvolle Kulturlandschaft mit einzigartiger Artenvielfalt und hohem Erholungswert für die Bevölkerung. Die Pflege einer Streuobstwiese ist nicht wirtschaftlich. Dem hohen Arbeitseinsatz und den Kosten für Werkzeuge und Maschinen stehen nur minimale Erträge durch die Ernteverwertung entgegen.
Zur Bewirtschaftung einer Streuobstwiese bedarf es neben Fachwissen zum Obstbau und der Wiesenpflege auch entsprechender Werkzeuge und Maschinen. In unserem dicht besiedelten Ballungsraum ist die Unterbringung von Mähern und PKW-Anhängern oft unmöglich.
Wir sprechen grundsätzlich Menschen aller Altersgruppen an, legen den Fokus aber auf junge Familien. Wir streben eine Teilnehmerzahl von 12-15 an.
Ziel ist, die benötigten Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln. Wir erwarten, dass die Teilnehmer durch das Projekt Spaß an der Bewirtschaftung einer Streuobstwiese finden und sich zutrauen, eine Wiese zu pachten oder zu kaufen. Dazu wollen wir auch langfristig das Equipment zur Verfügung stellen. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag, um das Weltkulturerbe Streuobstwiese langfristig zu erhalten.
Die Instruktoren sind geprüfte Fachwarte für Obst und Garten und bewirtschaften selbst eigene Streuobstwiesen. 
Die Flächen für das Projekt sind gefunden und werden durch ein Vereinsmitglied dauerhaft unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Sobald die Finanzierung gesichert ist, werden wir die Werbung der Teilnehmer starten. Es folgt eine Einführungsveranstaltung und eine erste theoretische Unterweisung. Dabei legen die Teilnehmer fest, welche Obstart und Sorte sie pflanzen wollen. Noch im Winter 2021/2022 werden die Bäume gepflanzt. Es werden nur heimische Obstbaumhochstämme mit dedizierter Eignung für die lokalen Verhältnisse ausgewählt. Die Bäume werden zentral eingekauft, dazu Drahtkorb, Pfosten, Pflanzsubstrat und Bindematerial. Der Pflanzschnitt wird von den Teilnehmern unter fachlicher Anleitung durchgeführt. Im Winter dann nochmal eine theoretische Schulungseinheit. Ab dem Frühjahr wird gegossen und die Baumscheibe freigehalten. Die erste Mahd erfolgt im Juni (je nach Witterung), weitere theoretische Schulung. Die zweite Mahd erfolgt im Oktober. Im Winter 2022/23 theoretischer Teil „Erziehungsschnitt“ und praktische Umsetzung. Das wiederholt sich bis 2024/2025, dann zusätzlich theoretischer und praktischer Teil zum Juniriss und August/September „Sommerschnitt“. 2028 ist eine nennenswerte Ernte zu erwarten. Vorbereitung durch theoretische Unterweisung Obstverwertung. Im Winter 2028 Theorie und Praxis zum „Erhaltungsschnitt“. So weiter bis 2033. Dann endet das Projekt, das heißt, die Teilnehmer sind in der Lage eine Streuobstwiese zu bewirtschaften. Der Verein unterstützt bei der Suche nach einer eigenen Streuobstwiese. Die Projektbäume können von den Teilnehmern in Eigenregie weiter genutzt werden.

Die Unterstützung durch den Verleih von Werkzeugen, einem Wiesenmäher und einem Anhänger wird dauerhaft aufrechterhalten und steht allen Vereinsmitgliedern zur Verfügung. Die Unterhaltskosten und Pflege der Geräte werden vom Obst- und Gartenbauverein Oeffingen e.V. übernommen.

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