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Barrierefreiheit an der Erinnerungsstätte des ehemaligen Trappistenklosters

Ein Projekt von Partnerschaftsverein Rosendahl-Entrammes ... e.V.
in Rosendahl, Deutschland

Menschen mit Handicap sind willkommen! Wir möchten allen die Geschichte des ehemaligen Trappistenkloster, die durch Hör- und Filmgeschichten über QR-Codes ab 2022 abgerufen werden können, barrierefrei näher bringen.

Andrea Benning
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Über das Projekt

Mit diesem Projekt wird auch der letzte Bereich der Erinnerungsstätte barrierefrei geschaffen und ist damit auch Personen mit Handicap zugänglich. Zum geschichtlichen Hintergrund des Ortes: Von 1795 bis 1825 befand sich auf dem Rosenthal ein Trappistenkloster. Freiherr Adolf Droste zu Vischering stellte 1795 den flüchtigen französischen Mönchen nach Aufhebung der religiösen Orden und Kongregationen im Zuge der Französischen Revolution Grund und Boden zur Verfügung. Neun Mönche bildeten zunächst die Klostergemeinde. Es wurden einfache Klostergebäude mit zwei kleinen Kirchen, Wohnhäusern, Stallungen und Gärten errichtet. In den Folgejahren wurde die Klostergemeinde stets größer; durch die Aufnahme von Nonnen wurde es ein Doppelkloster.

20 Jahre später, im Jahre 1815, verließen drei Mönche das Darfelder Kloster und gründeten in Entrammes in Frankreich ein neues Trappistenkloster. Ein inzwischen verwaistes Priorat wurde dafür erworben und zur neuen Abtei ausgebaut.

Das Kloster in Entrammes und seine wechselvolle Vergangenheit mit Darfeld waren dann auch im Jahre 1970 die Grundlage für die Begründung der Partnerschaft zwischen Rosendahl und Entrammes. Zu diesem Zeitpunkt erinnerte nur ein Friedhofskreuz inmitten einer Weide an das frühere Kloster. 1984 wurde durch das damalige Partnerschaftskomitee und die Gemeinde das Friedhofskreuz an den gemeindlichen Weg versetzt und eine Erinnerungsstätte mit Infotafeln zur Kloster- und Partnerschaftsgeschichte geschaffen.

Zum 50jährigen Bestehen der Partnerschaft baute der seit über 10 Jahren bestehende Partnerschaftsverein Rosendahl – Entrammes / Forcé / Parné sur Roc e.V. die Erinnerungsstätte mit Unterstützung des Landes NRW aus dem Förderprogramm „Heimat-Zeugnis“ zu einem besonderen Ort der Geschichte aus. Eine Nachbildung des Torbogens des Entrammer Klosters wurde an der Erinnerungsstätte aus Baumberger Sandstein errichtet, eine Nachbildung der aus dem ehemaligen Kloster noch vorhandenen Madonna wurde in dem Torbogen untergebracht und zwei Bronzeplatten lassen die umfangreichen Klosterbauten erahnen. Hör- und Filmgeschichten, die ab 2022 über QR-Codes jederzeit abgerufen werden können, runden die Informationen ab. Auch die vorhandene und 1984 erstellte Brücke, die zum historischen Friedhofskreuz führt, wird im Rahmen des Förderprojektes erneuert.

 Der Partnerschaftsverein wird nunmehr noch den kompletten Innenraum der Erinnerungsstätte barrierefrei neu gestalten. Neben der Neupflasterung werden auch noch neue Sitzgelegenheiten geschaffen, so dass die gesamte Anlage jederzeit von allen Besuchern barrierefrei als besonderer Ort der Geschichte wahrgenommen werden kann und zum Verweilen einlädt.

Für die Neupflasterung des Innenbereiches der Erinnerungsstätte mit dem vorhandenen Basaltpflaster entstehen dem Partnerschaftsverein nur reine Arbeitskosten eines Fachunternehmens von rd. 6.000 €. Die Maßnahme wird dabei unterstützt durch ehrenamtliche Kräfte des Vereins.


Der Partnerschaftsverein bedankt sich für die Unterstützung des Projektes.

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