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Hilfe für die Campesinos auf dem Altiplano/Bolivien - Gemeinde Yocallata

Ein Projekt von Freunde für Sartawi e.V.
in La Paz, Yocallata, Bolivien

Bau einer sauberen Trinkwasserversorgung für 70 Familien bzw. 260 Menschen durch den Bau von Sammel- und Verteilerkammern sowie entsprechender kilometerlangen Rohrleitungen in der Gemeinde Yocallata auf dem bolivianischen Altiplano bei La Paz.

Wolfgang Söhlemann
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Über das Projekt

Yocallata
(private Übersetzung aus dem spanischen Originaltext)
Projektbeschreibung
Das Projekt befindet sich in der Gemeinde Yocallata im Departement La Paz, Provinz Eliodoro Camacho, ca. 167 km von der Stadt La Paz entfernt. Die Gemeinde ist Teil des Beckens des nördlichen Hochlandes der Anden, hydrographisch gehört sie zum Becken des Titicaca-Sees und zum Unterbecken des Flusses Suches und erreicht eine Höhe von 3.810 m.ü.M. Das physische Einzugsgebiet des Projekts ist die Bevölkerung der zweiten Zone der Gemeinde Yocallata, die 70 Familien (260 Einwohner) zählt.
Die Erwerbsbevölkerung ist ab dem Alter von 10 Jahren, da Kinder ab diesem Alter helfen, wirtschaftliche Einkommen in ihrer Freizeit zu generieren, u.a. in der Land- und Weidewirtschaft und andere Arbeiten.
Die Armutsquote auf Ebene der Departements ist mit 66,2% hoch, während die Gemeinde Escoma, zu der Yocallata gehört, laut INE 2001 eine Armutsrate von einem (96,8%) aufweist.
Die Wirtschaft von Escoma basiert auf der landwirtschaftlichen Produktion, wobei als Hauptkulturen Kartoffeln, Gerste, Bohnen, Erbsen, Quinoa, Tarwi und mit der Viehproduktion von Rindern, Schafen, Schweinen, Gänse und Kamelen. Eine ähnliche Situation stellt sich im Aktionsbereich des Projekts dar.
Ausgangssituation / Problem
Die geringe Niederschlagsmenge (722 mm/Jahr) in den Monaten Oktober bis Dezember, den Spitzenmonaten für die Bodenbearbeitung und die entsprechende Aussaat, verschärft diese Situation durch die extemporären Regenfälle, die die Landwirtschaft in der Gegend sehr riskant machen. Wasserknappheit, die sich nicht nur auf die landwirtschaftliche Erzeugung, sondern auch auf den menschlichen und tierischen Verzehr auswirkt.
Fehlende optimale Nutzung der wenigen Wasserquellen in dem Gebiet wie Hänge und Flüsse, vor allem aufgrund der hügeligen Topografie (Brüche, Karkaven usw.), Mangel an finanziellen Mitteln und technischer Hilfe, die es unmöglich machen, das Wasser zu den landwirtschaftlich genutzten Flächen zu gelangen.
Keine ausreichende finanzielle Mittel und Know-how, um eigene Bewässerungsinfrastrukturen zu implementieren.
Konzeption
• Bau einer Sammelkammer sowie von 21 Verteilerkammern oder Hydranten aus Zyklopenbeton
• Installation von zwei je 40.000 Liter Tanks aus verstärktem Polyethylen
• Verlegung von 500 Metern HDPE-Politschlauch aus der Verteilerkammer
• Verlegung von 5.000 laufenden Metern aus HDPE-Politrohr
• Installation eines Schutzzauns
• Ausbildung von 50 Familien im Wassermanagement
Mit diesen Anlagen sollen 9 Hektar Land für die diversifizierte landwirtschaftliche Produktion bewässert werden, wovon 70 Familien in der zweiten Zone der Gemeinde Yocallata profitieren.
Ziel des Projekts:
Steigerung und Diversifizierung der landwirtschaftlichen Produktion durch die Einführung eines technischen Mikrobewässerungssystems, um die Ernährungssicherheit und die Generierung wirtschaftlichen Einkommens zu unterstützen.