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Agroforestry und Schulgärten in Kenia, Ngiya

Ein Projekt von Technik ohne Grenzen e.V.
in Ngiya, Kenia

In diesem Projekt legen wir in Kenia Schulgärten und eine Baumschule an, damit Schulkinder ihre Ernährung durch Obst und Gemüse ergänzen können und langfristig in der Region vermehrt Agroforestry-Projekte durchgeführt werden können.

F. Enzmann
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Über das Projekt

In Kenia werden in ländlichen Gebieten viele Bäume für Brennholz gefällt, so auch in unserem Projektort Ngiya in Siaya County. Dies führt zu Bodenerosion, geringerer Wasserspeicherkapazität des Bodens und Verlust von Lebensraum für Insekten und Vögel. Ein zweites beobachtetes Problem ist, dass in Kenia die Schulmahlzeiten oft nicht bezahlbar sind, so dass viele Kinder den ganzen Tag über hungrig sind. Mangelernährung entsteht, weil nicht genügend gesundes Obst auf dem Markt ist, und kann zu Konzentrationsproblemen in der Schule, gesundheitlichen Problemen und einer unzureichenden körperlichen Entwicklung der Kinder führen. 
Hier wollen wir gemeinsam mit Stawisha Africa ansetzen und beide Probleme lösen!


Unser Ansatz
 
Ziel des Projektes ist es, mit Agroforstsystemen die Umwelt zu schonen, indem auf Schulgeländen verschiedener Schulen Obstbäume mit Gemüsefeldern im Schatten zwischen den Bäumen gepflanzt werden und gleichzeitig Obst und Gemüse für die Kinder an den Schulen bereitgestellt wird. Überschüssige Früchte können auch auf dem Markt verkauft werden, um den Schulen eine bessere finanzielle Situation zu ermöglichen, um z.B. Schulgebühren zu reduzieren. Um die Natur langfristig zu erhalten, werden wir auch eine Baumschule auf dem Gelände von Stawisha Africa anlegen, um in Zukunft weitere Agroforstprojekte zu ermöglichen. Workshops an verschiedenen Schulen zum Thema Baumpflanzung/Gärtnerei werden von uns durchgeführt, um Wissen über Agroforstsysteme zu vermitteln. Die Kinder werden beim Anlegen der Schulgärten mitwirken und nach dem Projekt auch in der Lage sein, die Pflanzen selbst zu pflegen. 


Wer profitiert von diesem Projekt?
 
Zum einen profitieren die Kinder, die die Schulen vor Ort besuchen, indem sie gesundes Obst und Gemüse aus den Schulgärten erhalten und so Mangelernährung und Gesundheitsprobleme reduzieren. Außerdem können sie durch den Wissenstransfer auch zu Hause mit dem Gärtnern beginnen. Zweitens profitiert die ganze Region von der Möglichkeit, Obstbäume aus der Baumschule zu bekommen, wodurch auch ärmere Familien mit dem Obstanbau beginnen können, um die Nährstoffsituation zu verbessern. Und drittens wird das verstärkte Wachstum von Bäumen in der gesamten Region die Bodenerosion und andere negative Auswirkungen des Klimawandels reduzieren und der Region eine nachhaltige Landwirtschaft und Nahrungsmittelversorgung ermöglichen. 

Das Projektteam 
Dieses Projekt wird von der Regionalgruppe Rhein-Main in Zusammenarbeit mit Stawisha Africa, einer 2020 in Kenia gegründeten NGO zur Unterstützung von Kindern aus schwierigen Verhältnissen, geplant und durchgeführt. Stawisha Africa hat bereits Partnerschaften mit mehreren Schulen in der Region, eine langfristige Zusammenarbeit ist angestrebt.