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Deutschlands größte Spendenplattform

Sun for Children e. V.

wird verwaltet von Julia Thienpont

Über uns

Der Gründer des Vereins
Der Musiker Michel Sanya Mutambala wuchs in der Stadt Goma im Ostkongo auf. Den Krieg, den man “den Krieg der Befreiung” nannte, hat er als Betroffener selbst miterlebt. Er musste mit ansehen, wie tausende Menschen ums Leben kamen und viele Kinder ihre Eltern und ihr Zuhause verloren.

Am stärksten hat sich ihm das Bild von Kindern in Soldatenuniform eingeprägt. Um diesen Kindern zu helfen, gründete er am 17. Dezember 2004 den Verein “SUN for Children e.V.”.

Ziele des Vereins

Der Verein „SUN for CHILDREN“ möchte hilfsbedürftigen Kindern in Goma das Gefühl geben, dass sie auch ein Teil dieser Welt sind. Jeder von ihnen ist etwas Besonderes. Deshalb wollen wir:

1.Waisenkindern ein zu Hause geben, wo sie ein Dach über dem Kopf haben, etwas zu essen bekommen. Wo jemand für sie da ist, dem sie vertrauen können, der ihre Gefühle, Träume und Interessen ernst nimmt.
2.eine Schulausbildung für diese Kinder sicherstellen
3.Hilfe zur Selbsthilfe geben. Die Kinder sollen lernen, dass sie selbst etwas tun können, um Geld zu verdienen. Denn : Es ist gut, wenn du mir einen Fisch gibst. Aber besser ist es, wenn du mir zeigst, wie man den Fisch fängt!

Letzte Projektneuigkeit

Jahresbericht 2025

  Julia Thienpont  15. März 2026 um 15:27 Uhr

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Ein schwieriges Jahr – Krieg im Ostkongo

Kurz nach dem 20-jährigen Vereinsjubiläum verschärfte sich der bereits 2024 eskalierende Konflikt zwischen der kongolesischen Armee und den M23-Rebellen dramatisch. Die Er­oberung der Stadt Goma Mitte Januar, unterstützt durch Kräfte aus Ruanda und über Uganda vorrückende Rebellen, brachte Gewalt, Plünderungen und massive Flüchtlingsbewegungen in die Region Nordkivu – und damit in unmittelbare Nähe des von uns unterstützten Waisenhauses Jua Kwa Watoto (JKW). Schulen und Banken wurden geschlossen, lebensnotwendige Güter knapp und extrem teuer. Auch der Geldtransfer aus Deutschland war nur über kostspielige Umwege möglich. Die neu eingerichtete JKW-Schneiderwerkstatt wurde geplündert und vollständig zerstört.

Trotz allem gelang es dem Team vor Ort, die Kinder zu schützen und zu versorgen. Die Heimleitung arbeitet weiterhin unter hohem persönlichem Risiko und mit großem Engagement. Die geplante Begegnungsreise 2025 musste wegen der unübersichtlichen Sicherheitslage abgesagt werden, doch detaillierte Monatsberichte und Foto­dokumentationen ermöglichen dem Vorstand in Deutschland zuverlässige Einblicke.

Heimbetrieb in Goma

Wir sind dankbar, dass das Heim trotz der Lage bislang von Überfällen verschont blieb und alle Kinder unversehrt sind. Die psychosoziale Betreuung wurde ausgeweitet: Gespräche, Musik, Theater und Tanz halfen, Ängste und Stress zu bewältigen. Da Ausflüge kaum möglich waren, war das per Container gelieferte Spielmaterial aus Deutschland besonders wertvoll und bot den jüngeren Kindern willkommene Abwechslung. Nach der Wiedereröffnung der Schulen wurde intensiver Nachhilfeunterricht organisiert, sodass die meisten Kinder trotz der schwierigen Bedingungen mit guten Ergebnissen das Schuljahr abschließen konnten.

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Während der Ferien nutzten alle die Zeit zur Lernaufarbeitung und Vorbereitung auf das neue Schuljahr. Schulmaterial, Kleidung und Stoffe für Uniformen wurden frühzeitig gekauft, um Engpässen und Preissteigerungen zuvorzukommen. Die von den Rebellen eingeführten Teilnahmegebühren für Grundschulen belasteten das Budget zusätzlich, konnten aber bewältigt werden.

Zum neuen Schuljahr konnten mithilfe lokaler Kinderschutzstellen vier weitere Kinder aus Flüchtlingslagern aufgenommen werden. Sie wurden von den Heimkindern freundlich aufgenommen und haben sich inzwischen gut eingelebt.

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Begleitung Jugendlicher auf dem Weg in die Selbstständigkeit

Die wirtschaftliche Lage ist schwierig. Junge Erwachsene mit abgeschlossener Ausbildung finden derzeit kaum Arbeit; besonders junge Männer sind zusätzlich von Zwangsrekrutierung bedroht. Daher wurde ihnen nahegelegt, kleine Geschäftsideen zu entwickeln, um ihren Lebensunterhalt selbst zu sichern.

Ein bereits 2024 entwickelter Aktionsplan des Partnervereins JKW wurde aktualisiert und dient als Grundlage für ein umfassendes Förderprogramm. Dieses umfasst Kurse in Unternehmensführung, Buchhaltung und Kalkulation sowie psychosoziale Begleitung. Dank eines von SfC finanzierten Mitarbeiters konnten vorbereitende Schulungen durchgeführt werden. Nach einer Bewährungszeit erhalten die Jugendlichen bei Bedarf zinslose Darlehen, um ihre Geschäftsideen umzusetzen und schrittweise wirtschaftliche Unabhängigkeit aufzubauen, bis sich die regionale Lage und der Arbeitsmarkt wieder stabilisieren.

Grundstück für ein Ausbildungszentrum

Anfang 2025 konnten wir dank zahlreicher Spenden das letzte benötigte Grundstück für den Bau eines Ausbildungszentrums für Mädchen mit angeschlossenem Wohnhaus erwerben. Die Planungen mussten aufgrund der Kriegssituation vorüber-gehend ruhen. Das Grundstück blieb jedoch unbesetzt. Um es nach kongolesischer Praxis zu sichern, wurden zunächst sechs gemauerte Eckpfeiler errichtet; weitere Arbeiten mussten wegen erneuter Unruhen unterbrochen werden.

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Direkthilfe für mittellose Familien 

Das 2023 gestartete Programm zur Unterstützung besonders bedürftiger Familien konnte dank neuer Patenschaften stabilisiert und von 11 auf 16 geförderte Jugendliche ausgeweitet werden. Die Patenschaften ermöglichen den kostenpflichtigen Besuch der Sekundarstufe und entlasten Familien, die in teils prekären Lebensumständen leben. Die Jugendlichen zeigen große Disziplin und überdurchschnittliche Leistungen, verbunden mit hoher Dankbarkeit für diese Chance. Viele unterstützen ihre Familien zudem in den Ferien durch kleinere Tätigkeiten. 

Zu Beginn des Projekts wurden die Familienvorstände geschult, um eigene kleine Geschäfte aufzubauen. Dies erwies sich als hilfreich, auch wenn der wirtschaftliche Erfolg nicht überall erreicht wurde. Die kriegsbedingte Inflation – besonders bei Lebensmitteln – erschwerte die Sicherung des Lebensunterhalts wie auch notwendige Anschaffungen. Viele Existenzen konnten sich nur knapp behaupten, das Startkapital war schnell aufgebraucht, sodass die Verantwortung nun bei den Familien selbst liegt. Ein gemeinschaftlicher Sparfonds soll künftig die Schwächsten unterstützen. 

Dank Betterplace-Spenden konnte 2025 die gravierendste Not gelindert werden. Zudem war es möglich, im Dezember eine Lebensmittelspende für diese und weitere besonders bedürftige Familien bereitzustellen. Gerade in der von Rebellen besetzten Stadt Goma ermöglichte dies vielen ein würdiges Weihnachtsfest trotz widrigster Umstände. 

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Kontakt

Lessenicher Str. 30 (c/o Barbara Thienpont)
53123
Bonn
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Julia Thienpont

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