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Sun for Children e. V.

wird verwaltet von M. Müller (Kommunikation)

Über uns

Der Gründer des Vereins
Der Musiker Michel Sanya Mutambala wuchs in der Stadt Goma im Ostkongo auf. Den Krieg, den man “den Krieg der Befreiung” nannte, hat er als Betroffener selbst miterlebt. Er musste mit ansehen, wie tausende Menschen ums Leben kamen und viele Kinder ihre Eltern und ihr Zuhause verloren.

Am stärksten hat sich ihm das Bild von Kindern in Soldatenuniform eingeprägt. Um diesen Kindern zu helfen, gründete er am 17. Dezember 2004 den Verein “SUN for Children e.V.”.

Ziele des Vereins

Der Verein „SUN for CHILDREN“ möchte hilfsbedürftigen Kindern in Goma das Gefühl geben, dass sie auch ein Teil dieser Welt sind. Jeder von ihnen ist etwas Besonderes. Deshalb wollen wir:

1.Waisenkindern ein zu Hause geben, wo sie ein Dach über dem Kopf haben, etwas zu essen bekommen. Wo jemand für sie da ist, dem sie vertrauen können, der ihre Gefühle, Träume und Interessen ernst nimmt.
2.eine Schulausbildung für diese Kinder sicherstellen
3.Hilfe zur Selbsthilfe geben. Die Kinder sollen lernen, dass sie selbst etwas tun können, um Geld zu verdienen. Denn : Es ist gut, wenn du mir einen Fisch gibst. Aber besser ist es, wenn du mir zeigst, wie man den Fisch fängt!

Letzte Projektneuigkeit

Jahresbericht 2018

  M. Müller  11. März 2019 um 22:21 Uhr

Zunächst möchten wir uns herzlich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern bedanken, die uns im Verlauf des vergangenen Jahres mit ihren Spenden geholfen haben, das Waisenhausprojekt „Jua kwa Watoto“ (JKW) in der Grenzstadt Goma, im Osten der D.R.Kongo, weiter zu entwickeln. 
Gemeinsam mit dem lokalen Partnerverein „Jua kwa Watoto“ unterstützt „Sun for Children“ derzeit insgesamt 48 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene: 
 20 Kinder und Jugendliche in unserem Zentrum JKW 1;
 8 männliche Jugendliche der Wohngruppe JKW 2; 
 den Schulbesuch von 10 externen Kindern, die in besonders bedürftigen Familien leben (JKW 3)
 5 ehemalige JKW 2-Jungen, die einer Berufsausbildung im Berufsbildungszentrum CAPA in Bukavu/Süd-Kivu nachgehen (JKW 4) sowie
 5 Schulabgänger (Abiturienten).
Im Lauf der Jahre ist ein Großteil der Kinder zu Jugendlichen herangewachsen, die
weiterführende Schulen besuchen und einer Berufsausbildung entgegen streben. Damit sind die Herausforderungen an unseren Verein, aber auch an die Heimleitung gewachsen. So hat sich das frühere Kinderheim inzwischen zu einem Zentrum entwickelt, das neben einer intensiven Betreuung der überwiegend jugendlichen besonders bedürftigen Bewohner auch gefordert ist, Perspektiven und Möglichkeiten für eine berufliche Orientierung zu prüfen und entsprechende Weichen zu stellen.
2018 hat sich in dieser Hinsicht bereits einiges getan:
- 4 der jungen Leute, 3 Mädchen und 1 Junge, haben das Abitur abgelegt.
Der Junge konnte ein Medizinstudium aufnehmen. Die Mädchen streben ebenfalls ein Studium bzw. den Besuch einer Fachhochschule an, besuchten aber zunächst einen EDV-Kurs, der ihnen kurzfristig ermöglicht, studienbegleitend einer Bürotätigkeit nachzugehen. Sie wollen 2019 mit dem Studium beginnen.
- 3 Jungen absolvierten erfolgreich eine handwerkliche Grundausbildung als KZF-
Mechaniker bzw. Schreiner, die sie derzeit mittels Berufspraktika festigen.
- 2 weitere Jungen haben ihre berufliche Grundausbildung begonnen.
- 4 Jungen bereiten sich auf das Abitur vor.
Wir sind stolz und dankbar für den Erfolg, den die Jugendlichen, die als traumatisierte Kinder ins Waisenhaus kamen, heute vorweisen können, und dass wir bereits einigen von ihnen mit der Hilfe zahlreicher Unterstützer eine Ausbildung ermöglichen konnten.
Das alles wäre jedoch nicht möglich gewesen, wenn wir nicht auf ein starkes Mitarbeiterteamin Goma zählen könnten, das im Jahr 2018 sieben Personen umfasste:
Heimleiter / Jungenarbeit
 Buchhalterin /Mädchenarbeit
 Kassiererin
 Heimmutter/Köchin
 Hausmeister
 Nachhilfelehrerin
 Betreuer für Musik- und Theaterarbeit
Mit Beginn des Jahres 2019 wurde das Team durch 2 Nachhilfelehrer für die Fächer
Französisch und Mathematik verstärkt, um bessere Voraussetzungen für den Schulerfolg der Jugendlichen zu schaffen.
Durch eine fruchtbare Kooperation und den regelmäßigen Austausch mit Vertretern des Partnervereins Jua kwa watoto sind wir jederzeit gut informiert über die Situation in unseren Projekten. Die wertvolle Unterstützung von zwei JKW-Vorstandsmitgliedern sorgt für eine geordnete Mittelverwaltung, ausreichende Instandhaltungsarbeiten und kontinuierliche
Verbesserungen hinsichtlich der Hygienestandards. Gerade im vergangenen Jahr, als das Ebola-Virus in weiten Landesteilen der D.R. Kongo auf dem Vormarsch war, sorgten die lokalen Partner frühzeitig mit Aufklärungsgesprächen und der Ergreifung von hygienischen Vorbeugemaßnahmen dafür, dass die jugendlichen Heimbewohner ein Bewusstsein hinsichtlich ihrer Gesundheitsgefährdung entwickelten und ein sorgsames Reinigungsverhalten einübten / lernten, Hygienefragen mehr Beachtung zu schenken.
So können wir auf ein rundum erfolgreiches Jahr 2018 zurückblicken und haben das neue Jahr 2019 mit großen Hoffnungen auf eine weiterhin positive Projektentwicklung begonnen.
Wir hoffen, einige erwachsene Kinder nach Beendigung ihrer Ausbildung in die
Selbstständigkeit entlassen und einige jüngere Kinder nach deren Stabilisierung in
Pflegefamilien integrieren zu können, um im Zentrum JKW neuen Platz für weitere
bedürftige Kinder zu schaffen, die jetzt noch auf der Straße leben.
In Deutschland wurde bei der Jahreshauptversammlung von Sun for Children e.V. im April 2018 turnusgemäß ein neuer Vereinsvorstand gewählt, der nun aus 7 Mitgliedern besteht, um die vielfältigen neuen Aufgaben, insbesondere die Beschaffung ausreichender Mittel zur Finanzierung der Berufsausbildungen, bewältigen zu können. 
Denn die neuen finanziellen Herausforderungen sind enorm. Auch wenn etliche unserer 136 Mitglieder, vor allem Paten und Patinnen, ihre Beiträge den steigenden Kosten des Grundbedarfs - vor Allem aber den mit jeder Klassenstufe der weiterführenden Schule steigenden Schulgebühren - angepasst haben, so sind wir doch mehr denn je auf externe Spenden angewiesen:
Kontinuierliche Instandhaltungsmaßnahmen der Häuser und Wohnungen sowie
Ersatzbeschaffungen im Heim (z.B. neue Matratzen und Bettzeug) lassen sich bei der intensiven Beanspruchung durch die zahlreichen Bewohner nicht vermeiden - und kosten Geld -, ebenso wie die vorgeschriebenen Schuluniformen, die aufgrund des intensiven Tragens jährlich ersetzt werden müssen. Diese Kosten fallen zusätzlich alljährlich zum Schulbeginn im September an, neben ausreichendem Schulmaterial und ggf. Ranzen.
Wegen der unbefestigten steinigen Straßen verbrauchen sich Schuhe (in der Regel billige Turnschuhe) sehr schnell und müssen häufiger als andernorts ersetzt werden.
Künftigen Pflegefamilien müssen Betten und Matratzen für die aufgenommenen Kinder gestellt werden, da ihnen aufgrund der großen Not in den Region Ostkongo außer der Beherbergung und Ernährung eines zusätzlichen Kindes in der Regel keine zusätzlichen Kosten zugemutet werden können. 
So fanden auch 2018 über das ganze Jahr verteilt Aktionen in Deutschland statt, um unser Projekt durch weitere Einnahmen und Öffentlichkeitsarbeit voranzubringen. Tatkräftige ehrenamtliche Helferinnen und Helfern stehen dem Vorstand bei Flohmärkten, dem Verkauf von afrikanischem Kunsthandwerk an unseren Afro-Shop-Ständen und bei einer Vielzahl öffentlicher Veranstaltungen im Großraum Bonn zur Seite. Durch Schulfeste und Sponsorenläufe erhalten wir gelegentlich wichtige Spenden. All diese Aktionen tragen dazu
bei, unser Projekt bekannter zu machen, und Mitglieder und Fürsprecher zu gewinnen, die im Verwandten- und Bekanntenkreis für unsere rein ehrenamtliche Projektarbeit zugunsten von traumatisierten Kindern in einer der ärmsten Regionen der Welt werben!

Daher sind wir außerordentlich dankbar, wenn der BETTERPLACE-Spendenbutton auf unserer Homepage rege angeklickt wird und uns unsere Spender weiterhin gewogen bleiben!
Auch 2019 wird wieder eine Begegnungsreise in die östlichen Provinzen (Nord- und
Südkivu) der D.R Kongo, unter der Leitung des Vereinsgründers Michel Sanya Mutambala
stattfinden, bei dem interessierte Menschen auch Gelegenheit haben, sich ein Bild von
unserem Zentrum JKW in Goma zu machen (s.a. Reisebericht auf unserer Homepage
http://www.sun-for-children.de).
Der Vorstand von SfC


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