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Wadi e.V.

wird verwaltet von A. Vormann

Über uns

Hilfe zur Selbsthilfe
WADI fördert seit mehr als 15 Jahren Programme der Selbsthilfe im Nahen Osten. Im Zentrum unserer Arbeit stehen Projekte, die konkrete Hilfe mit den Rechten und Fähigkeiten der Einzelnen verbinden: Rehabilitationsprojekte für Langzeitstrafgefangene, Alphabetisierungsprogramme, Bildung und Ausbildung von Frauen, öffentliche Aufklärung über und Kampf gegen häusliche Gewalt an Frauen und Mädchen, Kampagnen gegen weibliche Genitalverstümmlung.

Parteiisch, nicht parteilich
Unterentwicklung, Diskriminierung und Armut zu bekämpfen bedeutet mehr als Nahrungsmittel zu liefern, Brunnen zu bohren und Saatgut zu verteilen. Hilfe in der Not ist von der Frage der Gewährung von Rechten und der Freiheit des Einzelnen, seine Zukunft selbst zu bestimmen, nicht zu trennen. Deshalb muss Entwicklungshilfe Partei ergreifen. Denn die vermeintlich "unparteiische" Hilfe wird auf schlimmste Weise parteilich, wo sie die gesellschaftlichen Ursachen der Not unberührt lässt und sich Strukturen bedient, die Ungerechtigkeit und Armut weiter festschreiben.
Partei zu ergreifen gilt es auf der Seite der Menschen, die von ihrem Recht auf Glück und ein menschenwürdiges Dasein abgeschnitten wurden. Entwicklung heißt daher immer auch Einmischung in die gesellschaftlichen Verhältnisse. Die Programme von WADI ergreifen Partei - und sind dennoch unabhängig von politischen Parteien. Projektpartner sind lokale Initiativen, die jenseits von Staats- und Parteistrukturen für eine konkrete Verbesserung der Verhältnisse eintreten.

WADI ist ein gemeinnütziger Verein.
Das gesamte Programm unterliegt der Selbstverpflichtung zur Übertragung von Verantwortlichkeit an lokale Mitarbeiter und Basisinitiativen. Da die "Experten" vor Ort sind, versuchen die Projekte nach Möglichkeit lokale Initiativen zu unterstützen und den irakischen Mitarbeiterinnen eine weitgehende Handlungsautonomie zu ermöglichen.

Letzte Projektneuigkeit

Was wir 2020 (trotz Pandemie) erreicht haben

  Wadi   26. Januar 2021 um 20:52 Uhr

Der Plan für dieses Pilotprojekt war, eine erste Schulung für die Mitarbeiter und Teammitglieder von Wadi durch einen Spezialisten durchzuführen, dann das Projekt mit den Teilnehmern zu beginnen, Daten zu sammeln und parallel dazu die Mitarbeiter*innen und Teammitglieder von Wadi sowie Aktivisten und andere interessierte Akteure weiterzubilden. Wir rechneten mit einigen Anpassungen und Änderungen während des Projekts; schließlich handelt es sich um ein völlig neues Konzept. Dann kam die globale Pandemie und die damit verbundenen Reisebeschränkungen, die ein persönliches Training unmöglich machten. Das Projekt begann am 30. Januar 2020 mit einem Online-Meeting, bei dem das Projekt allen Wadi-Teams vorgestellt wurde und die erste Einführungsschulung begann. Das war eine Chance für unsere Teams, sich mit dem neuen Projekt vertraut zu machen, Fragen zu stellen, ihre Erfahrungen auszutauschen und in die neuen Ansätze und Techniken einzutauchen, die von dem Spezialisten Dr. Osman Mahmoudi vorgestellt wurden. 

In der dritten Februarwoche stoppten die Wadi-Teams aufgrund der landesweiten Abriegelung alle Aktivitäten in den Dörfern. Die Teams legten eine Pause ein, um sich neu zu organisieren und einen Plan zu erstellen, wie die Projekte nach Möglichkeit online weitergeführt werden können. Der Zugang zum Internet kann unzuverlässig sein und ist in vielen Gebieten Kurdistans nicht immer eine realistische Option. Im Mai 2020 wurde das Projekt fortgesetzt, und es wurden zwei Fragebögen an die Teams verschickt, von denen einer von Betroffenen von FGM und der andere von den Experten, die in diesem Bereich arbeiten, ausgefüllt werden sollte. Ein Teil der Fragebögen wurde online ausgefüllt, ein anderer Teil wurde in die Dörfer gebracht und von den Teilnehmern mit Unterstützung der Teams ausgefüllt.  Es wurden insgesamt 300 Fragebögen ausgefüllt.

Im Juni 2020 begann der neue Zeitplan, der vorsah, dass die Teams von Juni bis Dezember 20 aufgezeichnete Videokurse erhalten, jeder Kurs dauerte 2 Stunden. Die Videokurse waren der Ersatz für die Schulung, die geplant war, aber wegen Covid-19 nicht persönlich durchgeführt werden konnte.
Die Teams lernten neue Techniken, mit FGM-Betroffenen umzugehen, ihren mentalen Zustand einzuschätzen und eine eventuelle emotionale/seelische Notlage in Bezug auf FGM zu erkennen und richtig zu reagieren. Alle waren sich einig, dass dies ein besonders aufschlussreiches und wichtiges Training für sie war: "Wir wussten früher nicht, wie man mit den besonderen Problemen der FGM-Betroffenen umgehen kann und was man ihnen raten kann". 
Die Teams lernten auch, wie sie Depressionen bei Frauen behandeln können, die mit FGM leben, und bei Frauen, die zusätzlich auch noch schwanger sind. Sie lernten, zu erkennen, ob die Depression durch die Genitalverstümmelung oder durch die Schwangerschaft und die nachgeburtlichen Erlebnisse verursacht wird. So können sie auch eventuelle Hinweise auf eine postpartale Depression erkennen. 
Durch das Online-Training gewannen die Teams viele neue Einsichten und lernten Techniken, wie sie häufige Nachfragen durchführen können, wie sie fragen können, wie sich die Betroffenen fühlen, wie sie schlafen oder wie ihre Essgewohnheiten sind. So lernen sie, Fälle zu erkennen, bei denen die Wahrscheinlichkeit von Selbstverletzungen erhöht ist.

Was bisher erreicht wurde:
- Die Mitarbeiterinnen lernten, wie man am besten einschätzen kann, wer psychische Unterstützung braucht, indem man bestimmte Fragen stellt

- Sie gewannen Zuversicht und Selbstvertrauen. Die Mitarbeiterinnen fühlen sich befähigt, den Betroffenen besser angemessene Hilfe zukommen zu lassen oder sie an Experten zu überweisen

- Sie lernten Techniken, um psychologische Erst- und Notfallunterstützung bei Angstzuständen richtig und professionell zu leisten

- Sie lernten Techniken zum Erkennen und Unterstützen von Frauen mit Stress-, Depressions- und Angstsymptomen

- Sie erhielten vertieftes Wissen über die umfassenden Auswirkungen von FGM. Das hilft den Teams, FGM im Detail mit den Betroffenen zu besprechen und gegebenenfalls Rat zu geben.

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