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RAA - Brandenburg

wird verwaltet von B. Mitawi

Über uns

RAA Brandenburg
Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie
in Trägerschaft von Demokratie und Integration Brandenburg e.V.

Die RAA Brandenburg setzen sich für ein demokratisches und weltoffenes Brandenburg ein.
Die RAA Brandenburg initiieren und gestalten Bildungsprozesse und Projekte im Bereich des demokratischen, interkulturellen, historisch-politischen und Globalen Lernens für Multiplikator/innen.

Begegnungen mit Sansibar seit 18 Jahren

Junge Menschen sowie Lehrer/innen aus beiden Regionen haben in den vergangenen achtzehn Jahren in zahlreichen Projekten in Sansibar und Brandenburg zusammen gelebt, gelernt und gearbeitet.

Einzigartig an dieser Arbeit ist die Verzahnung von Bildungsarbeit in Nord und Süd mit Begegnungen und Projekten der Entwicklungszusammenarbeit, das Gestalten und das Entwickeln von Partnerschaften. Wir haben gelernt, dass Partnerschaft wachsen muss, dass sie Teil und Ergebnis eines gemeinsamen Weges ist.

Von einander lernen ist der Anspruch des Programms in allen seinen Teilen.
Daher stehen schon in der Vorbereitung Fragen im Mittelpunkt wie: Was wollen wir voneinander lernen? Welche Voraussetzungen für gelungenes Lernen im Süd-Nord-Kontext brauchen wir? Können wir diese schaffen?

Die Teilnehmenden lernen und arbeiten in selbst organisierten Projekten von Dorfinitiativen mit, um nach der theoretischen Auseinandersetzung mit Fragen der Entwicklung praktische Erfahrung zu sammeln.

Lehrer/innenaustausch

Wir geben sansibarischen und den deutschen Lehrer/innen Einblicke in den Alltag und in den Schulalltag des Anderen und schaffen so eine Möglichkeit, miteinander und voneinander zu lernen. Die Begegnungen finden unter einem Thema statt, zu dem gemeinsam gearbeitet wird, um die Erfahrungen in den Unterricht in Deutschland und in Sansibar zu integrieren. Ziel ist es, (Schul-)Kontakte auf- oder auszubauen.

Letzte Projektneuigkeit

Lernen mit Mund-Nasen--Schutz

  B. Mitawi  01. Juni 2020 um 15:06 Uhr

Am 17. März 2020 schloss die tansanische Regierung die Schulen und Hochschulen im Land. Seitdem ist der Alltag von Befürchtungen und Veränderungen aufgrund der Coronakrise geprägt. Unsere Partner*innen berichten, dass sie die Hygienemaßnahmen sehr ernst nehmen: Hände waschen und desinfizieren gehört zum Alltag. Schwieriger – teilweise unmöglich – ist es Abstand zu halten. Die Meisten bemühen sich, insbesondere die Orte zu vermeiden, wo sich viele Menschen aufhalten. Immer mehr Menschen tragen Mund-Nasen-Schutz, immer mehr Schneiderinnen und Scheider nähen jetzt anstelle von Kleidern Mund-Nasen-Schutz. Einer von ihnen ist der Vater von Alye. Sie ist 15 Jahre und Schülerin der Hamamni Sekundarschule. Sie weiß noch nicht, wann sie wieder in der Schule lernen kann. Wie Ihr geht es sehr vielen Schüler*innen und Schülern.

Am 22. Mai wurde bekannt gegeben, dass die Schule für die Abiturient*innen (Form 6) wieder geöffnet werden und dass sie am 29. Juni Ihre Prüfungen ablegen können. Erleichterung und Stress – es bleiben nur wenige Wochen für die Vorbereitung. Wie können wir das schaffen, fragen sich Schüler*innen und Lehrkräfte und suchen nach Lösungen.

Die nächsten, die wieder in die Schule gehen dürfen sind die Schüler*innen von Form 2 und Form 4, die auch Prüfungen ablegen werden, um einen Schulabschluss zu erreichen oder um in die höhere Sekundarstufe einzutreten. Es gibt noch keinen Termin aber Ideen für die Vorbereitung. An der Mtopepo-Sekundarschule haben Lehrer Khalfan Mwita und seine Schüler*innen kleine Lerngruppen von etwa fünf Personen gebildet, die nicht weit entfernt voreinander wohnen. Mit Mund-Nasen-Schutz wollen sie sich gegenseitig schützen, wenn sie sich treffen, um gemeinsam zu lernen, sich gemeinsam auf die Prüfungen vorzubereiten.

Im Juni wird es auch für diese Schüler*innen Zeitfenster geben, wieder in der Schule zu lernen. In Gruppen von 20 bis 30 Schüler*innen. Das heisst, die Klassen werden halbiert oder sogar gedrittelt/geviertelt, denn es lernten in Vor-Corona-Zeiten 60 bis 100 Schüler*innen in einer Klasse der Mtopeposchule. Es ist ein Einzugsbereich, wo viele Schüler*innen keinen Zugang zu digitalen Tools haben, wo Eltern es sich gerade in dieser Zeit nicht leisten können, für alle Kinder Mund-Nasen-Schutz zu kaufen. Darum möchten Lehrer Khalfan Mwita und seine Kolleg*innen den Schüler*innen helfen, entsprechende "Masken" anzuschaffen. 

Das betrifft allein in seiner Schule 1.700 Schüler*innen der Klassen Form 2 und Form 3. Ziel von Schulleitung und Lehrkräften, Elternkomitee und Lokalbürgermeister ist es, jede Schüler*in mit zwei Masken auszustatten, um allen das Lernen zu ermöglichen.

Gegenwärtig ist es sehr kompliziert, denn nicht alle haben eine Smartphone, um über WhatsApp Aufgaben zu bekommen oder Lerninhalte zu diskutieren. Selbst wenn es in der Familie ein Smartphone gibt, bleibt da immer die Fragen nach dem Geld für Prepaidkarten. Auch wenn es Angebote für wöchentliche oder monatlich Nutzung gibt, sind diese Guthaben schnell verbraucht und die Verbindungen sind 0ft schlecht, weil total überlastet. W-Lan für zu Hause kostet mindestens 60.000 TSH (24 €) pro Monat. Für so mache Familie ein halbes Monatseinkommen und damit unerschwinglich. 

Für die Lehrer steht auch das Problem der Kosten und insbesondere die Herausforderung, auch die Schüler*innen zu erreichen, die keine digitalen Tools nutzen können, um auch deren Fragen zu beantworten, mit ihnen im Kontakt und im Austausch zu bleiben. 

Es gibt inzwischen auch einige Angebote für Unterricht über das Fernsehen, was zunehmend genutzt wird. Allerdings ist die Umstellung für die Schüler*innen riesig, denn sie sind es gewohnt, frontal von der Lehrkraft unterrichtet zu werden. Fernsehen und Smartphone werden eher mit Freizeit, Spiel und Erholung verbunden. Das Lernen selbständig in diesen Bereich zu verlagern und sich das Wissen selbständig zu erarbeiten, sind große Herausforderungen. 

Darum ist Präsenzunterricht mit Mund-Nasen-Schutz ein Stück hin zum schrittweisen Zugang für Bildung ALLE. 

Khalfan und Kollegen wollen die Hälfte der Masken bei lokalen Schneidern kaufen, bei Eltern, die diese produzieren, um sie zu unterstützen. Um die große Zahl der Masken anzuschaffen ist es aber auch notwendig, industriell gefertigt Masken zu kaufen. Wir wollen die Kolleg*innen dabei unterstützen. Jede Maske kostet etwa 40 Cent. Für 1.700 Schüler*innen benötigen wir 3.400 Mund-Nasen-Schutz und die kosten 1.360 €.

Außerdem wollen wir die Jugendlichen und Lehrkräfte unterstützen, die regelmäßig an unseren digitalen internationalen Austauschforen teilnehmen. Es gibt viel, was wir voneinander lernen können und wie wir uns in dem Dialog gegenseitig stärken können. Dazu gibt es in den nächsten Tagen mehr Informationen.

 

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