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Green Life e.V.

wird verwaltet von M. Kloss (Kommunikation)

Über uns

Ökologisch, ökonomisch und sozial. 

Der Umgang mit den endlichen Resourcen wird einer der Schlüsselfaktoren für die Zukunft der Menschheit auf diesem Planeten sein. Die Energiegewinnung aus den fossilen Energieträgern wie Öl oder Gas ist abgesehen von ihren Folgen für das Klima endlich. Neue regenerative Energiequellen wie Sonne, Wasser und Wind lassen sich mit fortschreitender Entwicklung der Forschung und Technik immer effizienter nutzen. Neue energiesparende Produkte helfen mit der vorhandenen Energie bewusster und sorgsamer umzugehen.

Die Verbreitung der Informationen über diese Entwicklungen und ihre Auswirkungen für unsere Gesellschaft im Allgemeinen und den einzelnen Bürger im Speziellen, sind maßgeblich für ihren Erfolg verantwortlich. Denn jede hergestellte Energiesparlampe ist nur dann wirksam wenn sie eine herkömmliche ersetzt. Die Lösung heißt Nachhaltigkeit: ökologisch, ökonomisch und sozial.

Nur ein generationsübergreifender Erhalt von Natur und Umwelt, der Schutz wirtschaftlicher Ressourcen und die Förderung einer sozialen und energiebewussten Gesellschaft kann den Erhalt des Wohlstands und Gemeinwohls sichern. Nachhaltigkeit bei der Energienutzung bedeutet:

1. Vermeidung unnötigen Energieverbrauchs
2. Verringerung des nötigen Energiebedarfs
3. Verbesserung der Energienutzung / Energieeffizienz
4. Nutzung regenerativer Energiequellen

Die Zielsetzung muss daher lauten: Die Verbreitung von Informationen zur effizienten und nachhaltigen Energienutzung im Zusammenspiel mit neuen und innovativen Produkten und Dienstleistungen. So verbessern wir das Verhältnis zur eigenen Umwelt und fördern den vernünftigen Umgang mit den grundlegenden Energieträgern.

Letzte Projektneuigkeit

Latest news

Die SOLARIS verlässt Hamburg

  M. Kloss  10. Juli 2012 um 18:40 Uhr
Absurd, Absurder, Hamburg

Wir schreiben das Jahr 2012. Das Jahr der Umwelthauptstadt Europas 2011 ist vorbei, die Umweltbehörde der Stadt Hamburg ordnet an, dass der Umweltverein Green Life dasemissionsfreie Solarboot SOLARIS von der Alster zu entfernen hat.

Wir stellen fest:

1. Die SOLARIS hat von der Umwelthauptstadt im Jahr 2011 eineFahrgenehmigung für offizielle Umwelttourenerhalten, allerdings nur auf Druck der Umwelthauptstadt Kommission und gegen den Willen der Umweltbehörde.

2. Im Jahr 2012 wurde der Antrag auf Fahrgenehmigung von der Umweltbehörde abgelehnt.

Fazit: Umweltschutz ist in Hamburg auf 1 Jahr begrenzt  und wird auch nur durchgeführt, wenn es 10 Millionen Euro Fördergelder aus dem EU Topf dafür gibt.

Liegen verboten, wegfahren auch

Unter Androhung eines Bußgeldes in Höhe von bis zu 50.000 EUR, sollen wir schnellstmöglich den bisherigen Liegeplatz und auch die Alster verlassen. Unser Antrag auf einen Liegeplatz von Anfang Mai wurde erst heute, am 10.07. beantwortet und abgelehnt.

Um der schriftlichen Anordnung der Umweltbehörde nachzukommen, organisieren wir denAbtransport der SOLARIS am 09.07.2012.

Da ein Boot mit 7m Länge leider auf der Alster nicht aus dem Wasser gehoben oder gezogen werden kann, weil es keine Kräne oder Slipstellen für die 2,50m Breite und 2,70m Höhe des Bootes gibt, müssen wir die SOLARIS auf die Elbe nach Entenwerder fahren, um sie dort aus dem Wasser zu holen.

Bei stürmischem, kalten Wind und Regen verlassen wir gegen Mittag den Liegeplatz Richtung Außenalster um über die Schleusen auf die Elbe zu fahren. Nach 100 Metern werden wir von derWasserschutzpolizei angehalten.

Wir müssen zurück zum Liegeplatz fahren, unter Polizeischutz. Unsere Personalien werden festgehalten und wir bekommen ein Bußgeld. Der Grund: wir brauchen eine Genehmigung um die Alster zu verlassen.

Wir stellen fest: am Liegeplatz liegen dürfen wir nicht, fahren dürfen wir nicht und die Alster verlassen dürfen wir auch nicht.

Behörden-Irrsinn

Um dem Wahnsinn ein Ende zu bereiten, informieren wir den Vereinsanwalt Prof. Dr. Schwemer, unter anderem Experte für Wasserrecht an der Uni Hamburg, der uns in dieser Sache vertritt. Gemeinsam versuchen wir einen Verantwortlichen bei der Umweltbehörde zu erreichen.

Das Ergebnis ist wie schon seit Jahren, immer wenn wir versuchen die Behörde zu kontaktieren. Der verantwortliche Behördenleiter ist im Urlaub. Der nächste ist krank. Die Vertreterin im Mutterschutz. Der vierte wäre eigentlich im Dienst, ist aber nicht aufzufinden, geht nicht ans Telefon, beantwortet keine Emails und niemand in der Behörde weiß wo er ist.

Für unerfahrene Leser mag dies unglaublich klingen. Lassen Sie sich versichern, für uns ist das Alltag. Alle Versuche, Politiker zu kontaktieren, laufen stets genauso ab.

Wir brauchen eine Lösung

Währenddessen ist ein Fahrer mit einem Bootstrailer aus Berlin auf der Fahrt Richtung Hamburg. Wir wissen nicht, was wir ihm sagen sollen. Die Lage scheint aussichtslos.

Die Lösung kommt durch erneutes Prüfen der Alsterschifffahrtsverordnung. Wir dürfen rudern oder uns abschleppen lassen. Beides ist genehmigungsfrei und damit erlaubt.

Rudern kommt nicht in Frage, da wir zu zweit kein Boot dieser Größe bei Windstärke 7 und Regen über die Außenalster bis zur Schleuse rudern können. Abschleppen dagegen ist möglich, wenn auch völlig sinnfrei.

Wir finden beim Bootsverleiher Dornheim nette Menschen, die uns gegen Gebühr (nichts im Leben ist umsonst) mit einem bezinbetriebenen Motorboot bis zur Schleuse schleppen können.

Die SOLARIS verlässt die Alster

Gezogen von Motorboot mit einem lauten, stinkenden Aussenborder, lassen wir uns über die Alster zur Schleuse schleppen.

Der Schwachsinn ist nicht zu toppen.

Wir werden von der Umweltbehörde gezwungen die Alster und die Umwelt durch einen Benzinmotor zu verschmutzen und CO2 zu produzieren.

Und das obwohl wir ein einwandfrei funktionierendes emissionsfreies Solarboothaben, mit dem wir leise undumweltfreundlich die Alster hätten verlassen können.

Verstehen kann man das nicht.

In Hamburg sagt man “Hau bloß ab”

Wir fahren die SOLARIS chließlich über die beiden Alsterschleusen auf die Elbe. Dort wurde sie dann in Entenwerder auf den Trailer verladen und Richtung Berlin gefahren.

Ein Abschied der traurig ist, für uns und für alle die in Hamburg etwas bewegen wollen.

Der Vorgang ist kein trauriger Einzelfall. Er ist stellvertretend für die letzten drei Jahre, die wir als Umweltverein gegen die Stadt Hamburg, ihre Politiker und ihre Behörde kämpfen mussten umehrenamtliche Umweltarbeit leisten zu können. Es tut uns leid für alle Bürger, insbesondere für alle Kinder, die so viel Spaß auf dem Boot hatten, die so viel gelernt haben und denen wir so viele wichtige Dinge über unsere Umwelt vermitteln konnten.

Im Sonnenuntergang fährt die Green Life SOLARIS auf dem Trailer davon und wir singen leise “Junge, komm bald wieder“…

 

 

 

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