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Letzte Projektneuigkeit

Unsere zwei Transporte in die Ukraine im Februar 2026
Dieser Winter hatte es in sich. Es ist für uns der 4. Kriegswinter, in dem wir die Ukraine unterstützen und u.a. mit Fahrzeugen selbst in die Ukraine fahren und Material und Fahrzeuge übergeben. Die wenigen Tage, die wir in der Ukraine unterwegs waren, sind natürlich überhaupt nicht vergleichbar, mit den schwierigen Monaten, die jetzt zum Glück hinter den Ukrainerinnen und Ukrainern in ihrem Land liegen.
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(in Lviv)
So viele Drohnen und Raketen-Angriffe wie noch nie, über Wochen Minusgrade weit unter Null, eine Energieversorgung nahe am Totalausfall und Russland als Aggressor, der den Winter bewusst als Waffe auch gegen die Zivilbevölkerung einsetzt.
In diesem Newsletter wollen wir über unsere zwei Fahrten im Februar berichten, die wir nur durch Eure Spenden und Unterstützung machen konnten.
1. Fahrt : Anfang Februar startete der erste Transport (Martin und Ole) : Ole unterstützt seit Jahren mit seinen Freunden das Sozial- / Familien-Projekt „EcoMercy“ in Sosnivka (80 km nördlich von Lviv).
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Als wir morgens in der Ukraine ankamen, gab es in der Nacht erneut schwerste Angriffe, auch im Westen der Ukraine vor allem gegen die Energieinfrastruktur, so daß die gesamte Ukraine bis in die Nachmittagsstunden ohne Strom war (bei minus 10 bis 15 °C) ! An diesem Tag gab es in Sosnivka nur ca. 2 h Strom. Unser erstes Ziel war es 10 m Ofenrohr und weitere Hilfsgüter (vor allem Kleidung, Nahrung) dorthin zu bringen.
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„EcoMercy“ ist ein Sozial- / Familienzentrum, um u.a. Flüchtlingen eine Heimat und Kindern der Stadt einen Raum zum Spielen zu geben. Das Zentrum bereitet für viele Menschen jeden Tag warme Mahlzeiten und hilft den Alltag zu bewältigen. Beheimatet in einem alten Kindergarten und seit Jahren betreut von Pavlo und seiner Frau Mariya. Ein sehr beeindruckendes Projekt mit sehr viel Herzblut, Kreativität und Energie!
Weiterhin hatten wir 1 Palette mit 3 großen Powerstations für das Kyiv Heart Institute (gespendet 2 x aus Antwerpen und 1 x von uns), eine Palette Sondennahrung für Kliniken / Einrichtungen in Dnipro und 2 Paletten VAC-Materialien für Mykolajiw (gespendet vom Land Niedersachsen, beschafft über die Med. Hochschule Hannover).
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Alles haben wir dann via Nova Post an einem Sonntagmorgen verschickt. Alle Paletten waren in 1 bis 2 Tagen in Kyiv, Dnipro und Mykolajiw!
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Diese Fahrt gab schon einen ersten Eindruck, wie sehr der Winter das Land in dem Griff hat und wie schwierig die Straßenbedingungen sein können.
2. Fahrt : Diese Fahrt haben Henryk, Mathias und Jens durchgeführt, um 2 Rettungswagen in die Ukraine nach Kyiv zu transportieren: Schnee und Frost sind im Winter nicht unerwartet. Aber dieses Jahr war es besonders schwierig: Schnee, Kälte und Autobahnen, die über hunderte Kilometer vereist waren sowie notwendige Reparaturen an einem Fahrzeug, die an einem Sonntag realisiert werden konnten.
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Aber auch die Unterstützung, die wir erfahren haben, war diesmal besonders. Innerhalb kurzer Zeit kamen so viele Spenden zusammen, dass nicht nur die Überführung der Fahrzeuge machbar war (zwei Krankenwagen sind an unsere Partner von den „Kyiv Defenders“ gegangen), sondern auch noch die Mitnahme zweier großer leistungsstarker Generatoren.
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Dafür ganz herzlichen Dank ! Insgesamt waren es 9 Generatoren, 11 Dieselheizungen und 120 selbst-wärmende Decken von uns und weitere 11 Generatoren, letztere haben wir für die Diakonie Dresden mitgenommen.
Energie war das Thema dieser Fahrt und wir haben direkt gesehen, wie schwierig sich das Leben ohne die für uns selbstverständliche Energieversorgung gestalten kann. Wenn alles unplanbar wird und die eigene Wohnung keinen Schutz mehr vor Kälte und Dunkelheit bieten kann.
Unsere Hilfe mag mit dem Blick auf die gesamte Ukraine sicher sehr klein sein. Für die Menschen, die die Generatoren jetzt nutzen können, die Bewohner der beiden Wohnblöcke in Novopokrovka oder die Patienten in der Reha-Einrichtung in Charkiv oder die Verletzten in den Stabilisierungspunkten im Süden und Osten der Ukraine macht die von Ihnen und Euch gespendete Energie einen riesigen Unterschied. Dafür danken wir Euch sehr herzlich!
Auch wenn jetzt viele aufatmen, dass der Winter - auch in der Ukraine - vorbei ist und die Temperaturen wieder wärmer werden … heißt dies aber leider nicht, dass sich die Gesamtsituation automatisch zum Gutem wenden wird! Die vielen Rückmeldungen, die wir direkt aus der Ukraine bekommen, zeigen uns leider ein ganz anders Bild:
Der Mangel und der gleichzeitige hohe Verbrauch sind in vielen Bereichen sehr groß, es fehlt nach wie vor an hochwertigen medizinischen Materialien, Wärmedecken, Sonden-Ernährung, Medikamenten etc. und eben auch an Fahrzeugen.
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