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RAA Berlin

wird verwaltet von A. Nader

Über uns

Der Förderunterricht-Sprint und der Medienhof-Wedding sind Projekte der RAA Berlin (Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie). Die RAA ist eine Schulunterstützungsagentur die in einem bundesweiten Netzwerk viele Projekte durchführt, die sich hauptsächlich an benachteiligte Minderheiten wenden. Die RAA Berlin verfolgt neben dem Projekt Sprint in verschiedenen Berliner Bezirken Projekte wie die Roma-Schulmediation, das Rucksackprojekt zur Elternarbeit und Sprachförderung oder die Jugendkulturlotsen. Sie arbeitet an der Schnittstelle von Schule und Jugendarbeit und hat fast immer eine lokale Verortung.

Letzte Projektneuigkeit

Viele Schüler - Wenig Platz

  H. Weber  25. Juni 2019 um 21:07 Uhr

Hochbetrieb beim Förderunterricht SprInt

Bei uns im Förderunterricht SprInt gibt es derzeit viel zu tun. Die MSA Prüfungen der Zehntklässler stehen an, das Abitur ebenso; auch in den Berufsschulen und mittleren Stufen beginnt die Prüfungsphase. Um diese Herausforderungen meistern zu können, strömen die Weddinger Schüler in den Medienhof. Hier bekommen sie die Hilfe, die sie zuhause oftmals nicht bekommen. Die meisten haben einen Migrationshintergrund, die Eltern sprechen wenig Deutsch und sind mit dem Schulstoff ihrer Kinder überfordert. Dementsprechend voll sind die Räumlichkeiten unseres kleinen Bildungszentrums, die den Kindern und Jugendlichen kostenfrei bei der Prüfungsvorbereitung hilft.

Dies gestaltet sich derzeit allerdings schwierig. Der Medienhof stößt an seine Grenzen. Es ist voll und es ist laut. Die Nachhilfelehrer verstehen kaum ihr eigenes Wort, die Schüler warten dicht gedrängt, dass ihnen jemand bei ihren Hausaufgaben hilft, viele von ihnen werden nervös, die anderen gehen wieder nach Hause, ohne dass sie die nötige Unterstützung bekommen haben: Für mehr Lehrer, mehr Raum, mehr Hilfe fehlt derzeit dem Medienhof das Geld. Förderlehrer Johannes, der derzeit an der Humboldt-Universität zu Berlin Lehramt studiert, sagt: „Langsam wird es kritisch bei uns. Es kommen immer mehr Schüler, die Hilfe brauchen, denen wir aber nicht helfen können. Wir haben einfach zu wenig Lehrer und zu wenig Platz hier.“ Obwohl die Schüler auch in den Osterferien vorbeikommen wollten, konnten wir das leider nicht leisten und mussten geschlossen bleiben.

Der Wedding war in den letzten Jahren eines der Stadtgebiete mit den schlechtesten Bildungsergebnissen Berlins, die Hauptstadt selbst hat mit die schlechtesten bundesweit. Trotzdem: viele Schüler der Weddinger Problemschulen wollen sich engagieren, einen guten Abschluss machen, einen Beruf erlernen, sich integrieren.

„Ohne den Medienhof hätte ich mein Abitur nicht geschafft“, sagt Merve, „hier habe ich immer Hilfe bekommen“. Sie ist neunzehn Jahre alt und studiert mittlerweile Betriebswirtschaftslehre an der Beuth Hochschule für Technik in Berlin. Später, sagt sie, möchte sie einmal Steuerberaterin werden.

Damit das gelingt, geben die Lehrer im Medienhof ihr Bestes. Und eines Tages mit hoffentlich ausreichend Kapazität, um allen helfen zu können. Ein entsprechender Spendenaufruf ist für den Sommer geplant.

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