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Über uns

Die KJSH-Stiftung ist Teil eines Verbundes gemeinnütziger Träger mit differenzierten Angeboten für Kinder und Jugendliche. In enger Zusammenarbeit mit öffentlichen und freien Trägern werden passgenaue soziale Dienstleistungen angeboten. Seite 1. Juli 2020 gehört JugendNotmail zur KJSH-Stiftung.

Letzte Projektneuigkeit

Leichterer Zugang zur Online-Beratung JugendNotmail für ukrainische Kinder und Jugendliche

  Caroline Schaminet  19. Oktober 2022 um 19:05 Uhr

Geflüchtete ukrainische Kinder und Jugendliche brauchen nicht nur Sicherheit, sondern auch eine Perspektive und vor allem einfühlsame Begleitung. Gerade bei Kindern und Jugendlichen wird der Krieg seine Spuren hinterlassen. Das Grundvertrauen, sich körperlich und seelisch unversehrt und geschützt zu fühlen, ist beschädigt. Hinzu kommen Ängste um das eigene Leben und das Leben von Verwandten und Freunden. Die Online-Beratung JugendNotmail hat deshalb eine Applikation entwickelt, die es ermöglicht, den Beratungsdienst in Ukrainisch, Russisch oder Englisch zu öffnen, wenn diese Sprache auf dem Mobiltelefon voreingestellt ist. Berater*innen mit entsprechenden Sprachkenntnissen nehmen die Nachrichten entgegen und beantworten sie.

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JugendNotmail leistet mit diesem Angebot einen niedrigschwelligen und kostenlosen Beitrag zur psychosozialen Versorgung von geflüchteten Kindern und Jugendlichen. Das anonyme Online-Beratungsangebot möchte eine erste vertrauenswürdige Instanz für die jungen Ukrainer*innen sein. So können sie schreiben, was sie erlebt haben und was sie jetzt, nach der Ankunft in Deutschland, beschäftigt. Die ehrenamtlichen Fachkräfte können ihnen ein einfühlsames Ohr und Orientierung bieten und sie bei Bedarf an Behörden und psychotherapeutische Dienste weitervermitteln.

Erleichterung des Zugangs für ukrainische geflüchtete Kinder und Ratsuchende
Der Zugang zum Beratungsangebot erfolgt über eine sogenannte Webview-Applikation. Die Website wird über die Native App „JugendNotmail“ im App-Store aufgerufen. So haben die ukrainischen Ratsuchenden direkten Zugriff auf die datensichere Beratungsplattform der JugendNotmail. Die Anzeigesprache der App hängt von der Sprache ab, welche der/die User*in auf dem Handy eingestellt hat. Login und Registrierung sind so nun auch auf Ukrainisch, Russisch und Englisch möglich. Das Hauptmenü sowie die dazugehörigen 2 Unterseiten sind dann ebenfalls in diese Sprachen übersetzt. Zunächst wird die App lediglich für Android verfügbar sein.

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Schnelle Umsetzung dank Förderungen und Kooperation möglich 
Die schnelle Umsetzung dieses Projektes machten Förderungen durch den Allianz Kinderhilfsfonds Berlin/Leipzig e.V., die Deutsche Bahn Stiftung sowie die Internationale Organisation für Migration (IOM) möglich. „Nicht jedes Kind kann unbeschwert und glücklich in seine Zukunft blicken. Wir versuchen, wo wir können, mit finanzieller Unterstützung Chancen für ein besseres Morgen zu ermöglichen“, erläutert Christin Bartz, geschäftsführende Vorständin des Allianz Kinderhilfsfonds Berlin/Leipzig e.V., die Förderentscheidung. Mit der Fördersumme soll dazu beigetragen werden, das präventive Beratungsangebot der JugendNotmail noch leichter für die hilfesuchenden Kinder und Jugendlichen aus der Ukraine erreichbar zu machen. 

Eine weitere Förderung der Deutschen Bahn Stiftung ermöglicht es, neben der Mailberatung perspektivisch durch eine ukrainische Chatberatung einen noch schnelleren Zugang zum Beratungsangebot zu bieten sowie den Themenchat für geflüchtete junge Menschen auszubauen, um ihnen einen virtuellen Safespace zu schaffen, in welchem sie sich gemeinsam mit anderen Ratsuchenden unter fachlicher Begleitung austauschen können. „Nicht nur die Erfahrung von kriegsbedingter Gewalt, sondern auch die Fluchterfahrung selbst wirken sich oft schwerwiegend und anhaltend auf die Psyche von geflüchteten Kindern und Jugendlichen aus“, erläutert Tobias Geiger, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutsche Bahn Stiftung. „Diese Kinder und Jugendlichen benötigen so schnell wie möglich psychosoziale Unterstützung, damit sie den Anschluss nicht verlieren und Abbrüche in ihren Bildungsbiographien vermieden werden.“ 

JugendNotmail und die Internationale Organisation für Migration (IOM) haben sich zusammengetan, um Kinder und Jugendliche aus der Ukraine durch psychologische Beratungsangebote zu unterstützen. In der Ukraine und in den Nachbarländern bietet IOM bereits psychosoziale Unterstützung durch regionale Hilfsangebote an. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Jugendnotmail einen fachlich äußerst kompetenten Partner aus der deutschen 3 Zivilgesellschaft gefunden haben. Zusammen werden wir uns dafür einsetzen, dass das Ankommen und die Integration von geflüchteten Kindern und Jugendlichen leichter gelingt“, sagt Sarah Tietze, Leiterin des Bereichs "Policy & Project Support" bei IOM Deutschland. Seit Anfang des Krieges arbeitet IOM eng mit lokalen Partnern und Migrantenselbstorganisationen zusammen, um die Situation von besonders vulnerablen Personen, wie Frauen und Kindern, LSBTIQ*-Menschen und Drittstaatsangehörigen zu verbessern. 

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