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Betzinger Sängerschaft 1837 e.V.

wird verwaltet von Dr. Peter B.

Über uns

Die Betzinger Sängerschaft wurde 1837 unter dem Namen „Gesangverein Betzingen“ gegründet und heisst seit 1937 „Betzinger Sängerschaft 1837 e.V.“ Im Jahr 2012 haben wir unser 175 jähriges Bestehen gefeiert. Verantwotlich für die künstlerische Leitung ist seit nun fast 25 Jahren Martin Künstner.
Der Chor veranstaltet anspruchsvolle Konzerte z.B in der Reutlinger Stadthalle, in verschiedenen Kirchen, als Open Air Konzert (zusammen mit dem Philharmonia Chor Reutlingen) oder auch im Ausland (zuletzt 2015 in Prag und 2019 in Prag und Pilsen). Dargeboten haben wir in den letzten Jahren z.B. von J.Haydn „Die Schöpfung“ und „Die Jahreszeiten“, von G.F. Händel „Der Messias“, von C.Orff „Carmina Burana“ und von Carl Loewe das Oratorium „Jan Hus“.

Letzte Projektneuigkeit

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  Dr. Peter B.  10. Juli 2019 um 17:12 Uhr
Konzertreise für Reutlinger und Betzinger ins Nachbarland 

Philharmonia Chor Reutlingen und Betzinger Sängerschaft sangen in Pilsen und Prag 

REUTLINGEN-BETZINGEN. Die böhmisch-schwäbischen Beziehungen zu beleben sei ihm stets eine besondere Freude, gestand Gerhard Frey-Reininghaus in seiner Ansprache in der Salvatorkirche in Prag. Der Ökumenereferent der evangelischen Kirche in Tschechien stammt aus Köngen und hatte erneut die Betzinger Sängerschaft und den Philharmonia Chor Reutlingen zu Auftritten eingeladen, nachdem die beiden Chöre vor vier Jahren bei den internationalen Jan-Hus-Feierlichkeiten in Prag Carl Loewes Oratorium »Johan Hus« aufgeführt hatten. 

Den hochoffiziellen Charakter von damals – das Oratorium wurde live im Radio übertragen – hatten die Konzerte der Reutlinger Chöre in den Gotteshäusern der »Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder« in Pilsen und Prag zwar nicht. Ihre Vorbereitung war indes nicht weniger aufwendig. Dirigent Martin Künstner – auch er stammt aus Köngen – hatte ein Programm mit geistlicher Chormusik der Romantik zusammengestellt mit dem Schwerpunkt auf Anton Bruckners A-cappella-Motetten. Und diese verzeihen keinen falschen Ton. 

Von Herzen willkommen 

Dazu kamen bis zu achtstimmige Stücke von Felix Mendelssohn Bartholdy und Josef Rheinberger. Mit Aequalen – kurzen Trauermusiken – von Bruckner und Beethoven ergänzten vier Posaunisten das Programm. Mit zwei Bussen war man angereist. 15 Grad zeigte das Thermometer am Mittwoch nach Pfingsten bei der Abfahrt in Reutlingen, bei der Ankunft in Pilsen waren es 32 Grad. In der Kirche »Koranduv sbor« schien sich die Hitze unter der Kuppel eingenistet zu haben. Entsprechend schweißtreibend war die ausführliche Probe. Tags darauf versammelte sich in dem imposanten, tempelartigen Sakralbau das Publikum und wurde Zeuge einer Uraufführung: »Erinnerung an ein altes Erbe« von Gerhard Kaufmann. 

Komponist Gerhard Kaufmann, langjähriger Kantor der Stiftskirche Tübingen und Bezirkskantor, der auch im Philharmonia Chor singt, hatte damit dem Wunsch von Martin Künstner nach einem instrumentalen Intermezzo entsprochen. »Erinnerung an ein altes Erbe« ist ein Stück für vier Posaunen, das unter dem Eindruck des Brandes von Notre Dame in Paris entstanden ist. Es soll an die »Notre-Dame-Schule« (1160 bis 1250) erinnern, den Ausgangspunkt der polyphonen Musik in Europa. In dem Stück sind alle zehn Tonstufen der heutigen Glocken der Kathedrale versammelt. Die vier Posaunisten hatten es in kurzer Zeit einstudiert – und erhielten großen Applaus: Christof Schmidt, Fabian Beck, Alexander Tauber und Simon Kräuter. 

Touristische Aspekte 

Das gleiche Programm wurde auch in Prag in der Salvatorkirche, der Hauptkirche der tschechischen Protestanten, mit viel Applaus aufgenommen, auch wenn die Besucherzahl dort – ebenso wie in Pilsen – etwas enttäuschend war. 

Mit einem vollen Haus und einer außergewöhnlichen Herzlichkeit entschädigte der letzte Auftritt in Prag in der Kirche Sankt Martin in der Mauer. Er fand im Rahmen des ökumenischen Gottesdienstes in deutscher Sprache statt und vermittelte das gute Gefühl, mit vollem Herzen willkommen zu sein. 

Natürlich hatte die Konzertreise auch touristische Aspekte. Stadtführungen gab es in Pilsen, das sich spätestens als Europäische Kulturhauptstadt 2016 herausgeputzt hat und mehr bietet als Bier und Škoda, sowie natürlich in Prag samt Moldau-Schifffahrt. Die tschechische Hauptstadt mit ihrer einzigartigen Architektur vom Mittelalter bis heute leidet freilich auch an ihrer Popularität: Der Massentourismus nimmt ihr das Flair. (GEA) 

 

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