
Haus der Hoffnung- Hilfe für Nepal e.V.
wird verwaltet von E. Dietrich
Über uns
1998 als reine Privatinitiative von Ellen Dietrich aus Schwäbisch Gmünd gegründet versorgt der Verein heute mehr als 200 Kinder und Jugendliche vom Kindergartenalter bis zur Selbständigkeit. Er vermittelt Bildung und Ausbildung bis zu einem Bachelor- Abschluss oder einer im allgemeinen 3-jährigen Ausbildung in Deutschland.
Seine Schützlinge sind in drei Häusern in Dhapasi (Kathmandu) untergebracht und werden von einheimischem Personal und Freiwillligen - vorwiegend aus Deutschland - betreut sowie schulisch gefördert. In ihrer Freizeit bekommen diese die Möglichkeit, ihre Talente zu entdecken und zu entfalten. Der Verein verfolgt damit einen ganzheitlichen Bildungsansatz.
2015 engagierte er sich nach der Erdbebekatastrophe mit Soforthilfe in betroffenen Dörfern und beim Wiederaufbau von zwei Dörfern. Ebenso brachte er sich 2023 beim Erdbeben in Jajarkot ein.
Während der Corona-Pandemie (2020/2021) verteilte der Verein Lebensmittelpakete an Bedürftige und unterstützte den Aufbau von Isolierstationen.
Der Verein finanziert sich über Patenschaften und freie Spenden.
Letzte Projektneuigkeit

Wir haben 3.591,36 € Spendengelder erhalten
Wie bereits am Rosenmontag haben Sie als unsere Spenderinnen und Spender auch die Verdoppelungsaktion am Ostersonntag zu einem Erfolg gemacht.
1.000 Euro haben Sie für unsere Lehrergehälter aus dem Verdoppelungstopf der KSK Ostalb geholt. Dank der Spenden, die ein paar Tage davor oder danach eingegangen sind, dürfen wir heute 3591,36 Euro abrufen. Haben Sie herzlichen Dank für Ihre großartige Unterstützung an diesem, in meinen Augen nicht so günstigen Termin. Sie haben uns den 5. Platz gesichert, nachdem die ersten vier Plätze von lokalen Projekten im Musik- und Sportbereich belegt wurden.
Heute möchte ich Ihnen die Schulleiterin unserer vereinseigenen Schule, der Kusum (International) Academy, vorstellen. Die heute 33-jährige Sharmila (genannt „Saru“) Basnet Poudel erlitt ein ähnliches Schicksal wie unsere Kinder und bringt deshalb viel Verständnis für diese mit.
Sie war gerade mal 2 Jahre alt, als ihre Mutter an Magenkrebs erkrankte. Ihr Vater konnte mit der Situation nicht umgehen und verschwand sehr schnell, um eine zweite Ehe einzugehen. Da Frauen in Nepal in die Familie ihres Ehemanns hineinheiraten, hätten die Mitglieder seiner Familie sich um Mutter und Kind kümmern müssen. Weit gefehlt. Glücklicherweise nahm aber die Herkunftsfamilie der Mutter die beiden herzlich auf, und der Großvater trug die enormen Behandlungskosten für die Magenkrebsbehandlung seiner einzigen Tochter (in Nepal gibt es keine Krankenversicherungen), die jedoch nach fünf Jahren leider ihrem Leiden erlag.
Saru besuchte bis zur 6. Klasse die Dorfschule, dann nahm sie einer ihrer Onkel mütterlicherseits mit nach Kathmandu, wo er ein Geschäft führte, schickte sie weiter zu Schule und ermöglichte ihr ein Bachelor- und Masterstudium in Soziologie, das sie 2016 abschloss. Nebenher verdiente sie sich im winzigen Schmuckladen dieses Onkels im Touristenviertel Thamel ein bisschen Geld, bis eine damalige Praktikantin uns auf diese patente junge Frau aufmerksam machte. 2018 kam sie zu uns in die Hausaufgabenbetreuung. Mit der Eröffnung unserer eigenen Schule 2022 übernahm sie dort die Leitung. Sie unterrichtet in den unteren Klassen das Sammelfach Geschichte, Gemeinschaftskunde, Kultur und Erdkunde, das auf Nepal fokussiert ist. Zusätzlich arbeitet sie immer noch mit viel Freude in der Hausaufgabenbetreuung mit. Ihren Vater hatte sie nach der Trennung der Eltern als 18-Jährige eine „Unterschrift lang“ zum ersten und letzten Mal gesehen. Sie brauchte diese, um ihre Citizenshop Card (Personalausweis) beantragen zu können. Von ihrem eigenen Schicksal schwer gezeichnet fühlte sie sich in ihrem Leben oft allein, ließ aber niemals den Kopf hängen oder bemitleidete sich selbst. Heute ist sie eine äußerst lebensbejahende, fröhliche und zupackende Frau, die eine „love marriage“ einging und inzwischen zwei Töchter im Alter von vier Jahren und 18 Monaten hat.
Ellen Dietrich
26.05.2026
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