Deutschlands größte Spendenplattform

RAA Sachsen e.V.

wird verwaltet von Andrea H.

Über uns

RAA Sachsen e.V. wurde 1993 vor dem Hintergrund zunehmender rechter Gewalt im Freistaat Sachsen - nicht zuletzt der ausländerfeindlichen Übergriffe im September 1991 in Hoyerswerda - auf Initiative der Freudenberg Stiftung und der RAA Neue Länder gegründet. RAA Sachsen e.V. hat sich als landesweiter Träger zur Aufgabe gemacht, eine demokratische und tolerante Gesellschaft zu fördern. Dies betreiben wir aktiv in verschiedenen Arbeitsgebieten auf der praktischen und der politischen Ebene. Mit einem multiprofessionellen Team reagieren wir auf gesellschaftliche Prozesse, geben Denkanstöße und stehen als Partner für Kinder und Jugendliche, Fachkräfte der sozialen Arbeit, Opfer menschenfeindlichen Verhaltens, Schulen, gesellschaftliche Initiativen, Politik und weitere interessierte Menschen zur Verfügung. Die RAA Sachsen e.V. versteht sich selbst als Initiator, Motor, Berater, Helfer und Unterstützer.

Letzte Projektneuigkeit

Danke für Eure Spenden in 2020

  Andrea H.  18. Dezember 2020 um 13:31 Uhr

Das Jahr 2020 geht zu Ende, ein Jahr, in dem wir zahlreiche Betroffene rechter, rassistischer rund antisemitischer Gewalt in Sachsen unterstützt, beraten und begleitet haben. Dank Eurer Spenden gehörte auch in diesem Jahr wieder schnelle und unkomplizierte finanzielle Hilfe.



Im Jahr 2020 haben wir ca. 5000 Euro Betroffenen zur Verfügung gestellt - ein paar Beispiele, wie wir mit Euren Spenden unterstützen konnten:   



Wir haben die Kosten für schnelle psychotherapeutische Hilfe für mehrere Klienten übernommen: Aufgrund seiner Lebenssituation in einer Erstaufnahmeeinrichtung sowie wiederholten Erfahrungen mit rassistischen Anfeindungen, war ein Betroffener psychisch schwer belastet. Sonstige Angebote psychologischer Hilfen waren mit langen Wartezeiten verbunden. In einer ähnlichen Situation befand sich ein weiterer Betroffener einer rassistisch motivierten Attacke. Angstzustände, Flashbacks, Wutanfälle und Schlafstörungen machten eine schnelle Psychotherapie nötig. Eine Kostenübernahme durch die zuständige Behörde wurde abgelehnt, die niedrigschwelligen Angebote waren mit langen Wartezeiten verbunden. In beiden Fällen ermöglichte unser Opferfonds die dringend notwendige psychotherapeutische Stabilisierung.



Ein Betroffener eines rassistisch motivierten Angriffs, der bereits Jahre zurück lag, benötigte dringend anwaltliche Unterstützung. Aufgrund unbegründeter Anzeigen aus dem Täterkreis der Nazis wurde ein Ermittlungsverfahren gegen ihn selbst geführt. Erfahrungen in seinem Heimatland und auf der Flucht, verstärkt durch den Angriff, führten zu massiven psychischen Belastungen und einer PTBS. Das Ermittlungsverfahren gegen ihn verschärfte die Situation drastisch. Da die Beiordnung einer Pflichtverteidigung abgelehnt wurde, übernahmen wir einen Teil der Kosten der anwaltlichen Vertretung.



In einem Fall unterstützten wir bei der Finanzierung von Sicherheitsmaßnahmen an der Wohnung eines Betroffenen. Der antifaschistisch Engagierte ist seit mehreren Jahren Bedrohungen durch Neonazis ausgesetzt. Die Situation hatte sich zugespitzt mit persönlichen Bedrohungen im Wohnumfeld und Social Media.



Ein Betroffener eines Angriffs musste aufgrund fehlender Krankenversicherung für Untersuchung und Behandlung im Krankenhaus selbst aufkommen. Aus dem Opferfonds konnten wir die Krankenhausrechnung übernehmen.

Zwei Restaurantbetreiber wurden 2018 Opfer einer Angriffsserie auf migrantisch geführte Lokale in Chemnitz. Der eine Geschäftsinhaber wurde in seinem Restaurant brutal von einer mit Motorrad-Helmen vermummten Gruppe Männer zusammengeschlagen und leidet noch heute unter unter den Folgen. Das zweite Restaurant war nach einem Brandanschlag vollkommen zerstört. Um den Kredit, den er zur Renovierung seines Restaurants aufgenommen hatte, abzahlen zu können, eröffnete der Betreiber einen Schnellimbiss in einer anderen Stadt. Als die Corona-Pandemie den finanziellen und psychischen Druck auf beide verschärfte, entlasteten wir mit je 1.000€ aus dem Opferfonds.

Vielen Dank für Eure Spenden!

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