Deutschlands größte Spendenplattform

Bitte aktualisiere Deinen Browser

Wir wollen die Welt mit Dir zusammen besser machen. Dafür brauchen wir einen Browser, der aktuelle Internet-Technologien unterstützt. Leider ist Dein Browser veraltet und kann betterplace.org nur fehlerhaft darstellen.

So einfach geht das Update: Bitte besuche browsehappy.com und wähle einen der modernen Browser, die dort vorgestellt werden.

Viele Grüße aus Berlin, Dein betterplace.org-Team

Fill 200x200 logo jr2

Jugend Rettet e.V.

wird verwaltet von Sahra F. (Kommunikation)

Über eine Millionen Menschen erreichten Europa im Jahr 2015 über den Seeweg. Dabei starben bis heute nach offiziellen Angaben 12.047 Menschen, die Dunkelziffer liegt deutlich höher. Obwohl täglich Menschen auf dem Mittelmeer in Not geraten, gibt es kein staatliches Rettungsprogramm. Stattdessen liegt der Fokus auf der Grenzsicherung und dem Aufdecken der Schleppernetzwerke. Damit wird die humanitäre Aufgabe der Seenotrettung verkannt und der Kampf gegen Flucht und Fluchtwege als einzige Lösung des Missstands wahrgenommen.
Aber die Rettung aus Seenot darf nicht von der Frage nach Fluchtursachen, nach der Herkunft, der Religion oder nach der Rechtmäßigkeit des Status abhängen. Jeder Mensch verdient die Rettung aus Seenot!

Deshalb haben wir uns als eine selbstorganisierte und unabhängige Gruppe junger Menschen Ende 2015 zusammengefunden und den gemeinnützigen Verein "JUGEND RETTET e.V." ins Leben gerufen: Wir wollen nicht mehr tatenlos zusehen wie Menschen auf dem Mittelmeer sterben. Wir können als europäische Jugend die Gleichgültigkeit gegenüber dem Sterben auf dem Mittelmeer nicht mehr hinnehmen und fordern eine verantwortungsvolle europäische Asylpolitik.

Um das Sterben auf dem Mittelmeer zu beenden und uns in den asylpolitischen Diskurs einzubringen, haben wir ein Schiff, die IUVENTA erworben um damit Seenotrettung auf der zentralen Mittelmeerroute zu betreiben: Wir haben, in Seenot geratene Menschen auf der Strecke zwischen Libyen und Italien lokalisiert, sie an Bord geholt, mit Trinkwasser und medizinisch versorgt. Weiterhin erfolgte die Übergabe an größere Schiffe mit mehr Kapazität die sich dem Transport zum nächsten "sicheren Hafen“ annahmen. Zeitgleich bauten wir ein europaweites Botschafter_innen-Netzwerk aus: Ein Netzwerk von und für junge Erwachsene, die bei JUGEND RETTET mitwirken und mit unterschiedlichen Aktionen Öffentlichkeitsarbeit betreiben und Spender_innen mobilisieren. Die sich aber auch vernetzen um Ideen untereinander auszutauschen, um zu diskutieren und die aktuelle Asylpolitik kritisch zu reflektieren.

Wir arbeiten stetig an politischen Forderungen, welche wir europäischen Regierungen vorlegen. Diese Botschaft der europäischen Jugend richtete sich gegen den Status Quo der deren Asylpolitik und soll die Regierungen dazu veranlassen das notwendige staatliche Rettungsprogramm endlich einzuführen.
Unser Ziel ist klar: Weniger Tote auf dem Mittelmeer!

Leider liegt derzeit die IUVENTA beschlagnahmt durch die italienische Justiz im Hafen in Sizilien. Noch immer liegt weder eine Anklage gegen JUGEND RETTET noch gegen Einzelpersonen vor. Die italienischen Behörden berufen sich bei der Beschlagnahmung auf eine Präventivmaßnahme, die jeder Legitimationsgrundlage entbehrt.

Letzte Projektneuigkeit

Latest news

Jahresrückblick 2017

  Kai v.  12. Januar 2018 um 12:10 Uhr

Wir möchten an dieser Stelle kurz mit Dir zurück auf ein Jahr 2017 blicken, das neben gewaltigen Herausforderungen für JUGEND RETTET auch von vielen Momenten des Glücks, der kleinen und großen Erfolge geprägt war. 

Die Rettung mehrerer tausend Menschen in neun Rettungsmissionen ist in jedem Fall der größte Erfolg. Die vielen Menschen und ihre Geschichten, die uns an Bord der IUVENTA begegnet sind, haben gezeigt, wie dringend unsere Arbeit gebraucht wird. Unser gemeinsames Projekt hat in vielen Fällen über Leben und Tod entschieden. 

https://betterplace-assets.betterplace.org/uploads/project/image/000/048/425/179497/limit_600x450_image.jpg

Neben den erfolgreichen Rettungen und dem großartigen Engagement unseres Botschafter*innen-Netzwerks in Form von Spendenaktionen und politischen Vorträgen waren wir allerdings auch mit einigen herben Rückschlägen konfrontiert:
Zusätzlich zu den zunehmend schwierigen Einsätzen, die am Osterwochenende dazu führten, dass die IUVENTA selbst einen Notruf absetzen musste, da sie ihre Maximalkapazität erreicht hatte und etliche Schlauchboote um sie herum zu sinken drohten, war es vor allem die Kriminalisierung der Seenotrettungsvereine, die unsere Arbeit 2017 besonders schwer gemacht hat. Die Kriminalisierungsversuche gipfelten Anfang August in der Beschlagnahmung unseres Schiffes. Noch immer liegt weder eine Anklage gegen JUGEND RETTET noch gegen Einzelpersonen vor. Die italienischen Behörden berufen sich bei der Beschlagnahmung auf eine 
Präventivmaßnahme, die jeder Legitimationsgrundlage entbehrt. Über drei Monate haben wir Logbücher, Bild- und Videomaterial ausgewertet, um die Vorwürfe der italienischen Staatsanwaltschaft zu widerlegen. Im Augenblick warten wir auf die Entscheidung über unsere Revision vor dem Kassationsgericht in Rom, welche vorraussichtlich Ende April zu erwarten ist. 

https://betterplace-assets.betterplace.org/uploads/project/image/000/048/425/179496/limit_600x450_image.jpg

Mindestens 3.119 Menschen haben die gefährliche Überfahrt trotz des unermüdlichen Einsatzes von JUGEND RETTET und den anderen Organisationen vor Ort nicht überlebt und noch immer wagen Menschen die gefährliche Überfahrt über die zentrale Mittelmeerroute oder suchen neue, noch gefährlichere Wege. Das Jahr 2017 hat uns gezeigt, dass wir weiterhin dringend im Einsatzgebiet gebraucht werden. 

Wir sind uns bewusst, dass die Aufgaben und Herausforderungen im Jahr 2018 nicht kleiner oder leichter zu bewältigen sein werden. Im Gegenteil: Das Ziel, das Sterben an europäischen Grenzen zu verhindern, wird diverser und die Lage immer unübersichtlicher. 

Gleichzeitig sehen wir, wie der Gedanke der gelebten Solidarität und des Humanismus vor staatlichen Grenzen und Repressionen keinen Halt macht, wie Mitglieder der Zivilgesellschaft zusammenrücken, sich eben diesen Aufgaben stellen und wie durch unser Engagement und das vieler anderer ein Finger in die Wunde der europäischen Verantwortungslosigkeit und Ohnmacht gelegt wird. Gemeinsam wollen wir dieser humanitären Pflicht und unseren Zielen auch 2018 weiter nachkommen. 

Eine Rückkehr von JUGEND RETTET in die operative Arbeit auf hoher See, die auf das Retten von Menschenleben ausgerichtet ist, wird daher in diesem Jahr nicht nur Antriebskraft und Ziel für unsere Unterstützer*innen und Mitglieder sein, sondern ist durch die schiere Größe der Herausforderung und unseren Drang, nicht tatenlos zuzusehen, unabdingbar.

https://betterplace-assets.betterplace.org/uploads/project/image/000/048/425/179498/limit_600x450_image.jpg

Noch immer sind wir auf sowohl auf euren moralischen und finanziellen Rückhalt angewiesen.
Lasst uns weiter zusammen eintreten gegen die Kriminalisierung von Seenotrettung und das Sterben im Mittelmeer.
Wir brauchen immer noch jede_n Einzelne_n von euch. Wenn ihr Aktionen plant die uns unterstützen und Mitstreiter_innen oder Organisationsunterstützung benötigt schaut ob beiu euch in der Nähe ein Botschaften-Netzwerk existiert: :http://www.jugendrettet.org/embassies

weiterlesen

Kontakt

Ruhlsdorferstr. 120
14513
Berlin
Deutschland

Kontaktiere uns über unsere Webseite