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Jugend Rettet e.V.

wird verwaltet von Kai v.

Über uns

Noch nie ertranken so viele Menschen bei ihrer Flucht über die zentrale Mittelmeerroute, wie in den vergangenen Jahren.
Obwohl täglich Menschen auf dem Mittelmeer in Not geraten, gibt es kein staatliches Rettungsprogramm. Stattdessen liegt der Fokus auf der Grenzsicherung und dem Aufdecken der Schleppernetzwerke. Damit wird die humanitäre Aufgabe der Seenotrettung verkannt und der Kampf gegen Flucht und Fluchtwege als einzige Lösung des Missstands wahrgenommen.
Aber die Rettung aus Seenot darf nicht von der Frage nach Fluchtursachen, nach der Herkunft, der Religion oder nach der Rechtmäßigkeit des Status abhängen. Jeder Mensch verdient die Rettung aus Seenot!

Deshalb haben wir uns als eine selbstorganisierte und unabhängige Gruppe junger Menschen Ende 2015 zusammengefunden und den gemeinnützigen Verein "Jugend RETTET e.V." ins Leben gerufen: Wir wollen nicht mehr tatenlos zusehen wie Menschen auf dem Mittelmeer sterben. Wir können als europäische Jugend die Gleichgültigkeit gegenüber dem Sterben auf dem Mittelmeer nicht hinnehmen und fordern eine verantwortungsvolle europäische Migrationspolitik.

Um das Sterben auf dem Mittelmeer zu beenden und uns in den migrationspolitischen Diskurs einzubringen, haben wir ein Schiff, die IUVENTA erworben um damit Seenotrettung auf der zentralen Mittelmeerroute zu betreiben: Wir haben in Seenot geratene Menschen auf der Strecke zwischen Libyen und Italien lokalisiert, sie an Bord geholt, mit Trinkwasser und medizinisch versorgt. Weiterhin erfolgte die Übergabe an größere Schiffe mit mehr Kapazität die sich dem Transport zum nächsten "sicheren Hafen“ annahmen. Zeitgleich bauten wir ein europaweites Botschafter*innen-Netzwerk aus: Ein Netzwerk von und für junge Erwachsene, die bei Jugend RETTET mitwirken, mit unterschiedlichen Aktionen Öffentlichkeitsarbeit betreiben und Spender*innen mobilisieren. Die sich aber auch vernetzen um Ideen untereinander auszutauschen, um zu diskutieren und die aktuelle Migrationspolitik kritisch zu reflektieren.

Wir arbeiten stetig an unseren politischen Forderungen, die wir an europäische Regierungen richten. Diese Botschaft der europäischen Jugend kritisiert den Status Quo der aktuellen Migrationspolitik und fordert die EU-Regierungen auf dem Recht auf Leben und dem Recht auf Asyl Geltung zu verschaffen.

Leider liegt derzeit die IUVENTA durch die italienische Justiz beschlagnahmt im Hafen in Sizilien. Die italienischen Behörden berufen sich bei der Beschlagnahmung auf eine Präventivmaßnahme, die jeder Legitimationsgrundlage entbehrt. Noch immer liegt weder eine Anklage gegen JUGEND RETTET noch gegen Einzelpersonen vor. Gleichzeitig ermitteln italienische Behörden aktuell gegen 10 Crewmitglieder der IUVENTA - ein weiterer Schritt Menschenrechtsaktivist*innen auf Grund ihrer lebensrettenden zu kriminalisieren.

Letzte Projektneuigkeit

Wir haben 128.394,06 € Spendengelder erhalten

  Kai v.  21. August 2019 um 14:40 Uhr

Liebe Spender*innen,

vielen Dank für eure Unterstützung! Wir wollen euch ein Update geben über unsere Arbeit der letzten Monate und die Situation unseres Schiffs IUVENTA und unserer Crew.Leider liegt es nicht in unserer Hand, was die europäische Migrationspolitik sich einfallen lässt, um die Festung Europa zu stärken. Nichtsdestotrotz wir sind weiter aktiv, um einen Gegenpol zu der inhumanen Abschottungspolitik darzustellen! 

Folgendes wollen wir diesmal mit euch teilen:

Situation Jugend RETTET und Schiff IUVENTA  Situation der IUVENTA 10 (Crew) IUVENTA 10 gewinnen Paul Grüninger Preis Überregionales Botschaftentreffen Advocacy Arbeit Workshop mit Naturfreunde Jugend Berlin  Danksagung
Viel Spaß beim Lesen und meldet euch bei Fragen gerne jederzeit bei uns unter info@jugendrettet.org ! 

Situation Jugend RETTET und IUVENTA
Seit unserem letzten Update hat sich die Situation auf dem Mittelmeer verschärft: Europäische Grenzen werden gen Nordafrika ausgelagert, die sogenannte “Libysche Küstenwache” wird weiterhin mit Schiffen und finanziell von der EU unterstützt und  ausgestattet, um Menschen illegal nach Libyen zurück zu bringen - das ist ein Skandal, denn es verstößt gegen geltendes Völkerrecht. Die fortschreitende Kriminalisierung der Seenotrettungsorganisationen führt zu einem Vakuum auf dem Mittelmeer - es sind kaum noch Rettungsschiffe vor Ort. Das hat eine fatale Konsequenz: Derzeit stirbt jede*r Fünfte bei dem Versuch das Zentrale Mittelmeer zu überqueren, um Sicherheit in Europa zu suchen. Unsere IUVENTA liegt derweil unverändert in Trapani an der Kette. Wir kämpfen weiterhin gegen die rechtlich haltlose Beschlagnahme und versuchen auf allen Wegen eine Freigabe zu erwirken!
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Die wohl aktuellsten Aufnahmen des Schiffs wurden vor einigen Wochen mit der Arbeit von Natascha Süder Happelmann zum Auftakt der Kunst Biennale in Venedig veröffentlicht. Sie stellt im Deutschen Pavilion (Umbenannt zum Ankersentrum) ihre künstlerischen Arbeiten zum Thema Abschottung und Migration aus.
Link Video: https://vimeo.com/334252290
Anfang Mai erschien ein Artikel in der Zeit Online, der die Hintergründe der Beschlagnahme unserer IUVENTA beleuchtet. Die Recherchen von B. L. zeigen deutlich, wie aufgrund von Falschaussagen eines einzelnen Mannes die gesamte Seenotrettung diskreditiert wurde und rechten und nationalistischen Politiker*innen in die Hände spielte. Ein eingeschleuster Privatspion Salvinis löst immense Ermittlungen aus, die letztendlich fast zu einem kompletten Stilllegen der wichtigen, humanitären Arbeit ziviler SAR-Organisationen führt. Heute sagt selbst Gallo, er habe nie gesehen, dass wir mit Schleppern zusammengearbeitet haben. Alle Vorwürfe einer Zusammenarbeit konnten wir ohnehin bereits 2018 mithilfe von Forensic Architecture widerlegen. Der Artikel zeigt wieder mal, mit welchen perfiden Mitteln wir an unserer wichtigen und nötigen Arbeit gehindert werden. Wir haben uns keiner Straftat schuldig gemacht und die Ermittlungen gegen unsere Crewmitglieder müssen sofort aufgehoben werden!
Den Artikel findet ihr hier: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-05/seenotrettung-iuventa-mittelmeer-matteo-salvini-italien-fluechtlinge
Anfang des Jahres haben wir versucht, wieder operativ im Mittelmeer tätig zu werden. Wir hatten uns Schiffe angeschaut, angefangen verschiedene Finanz- und Zeitpläne zu erarbeiten und Gutachten erstellen lassen. Leider mussten wir diese Bestrebungen zunächst beiseite packen, da das Vorhaben an größere Investitionen geknüpft gewesen wäre. Diese finanziellen Mittel waren uns leider nicht gegeben. Deswegen liegt unser Fokus zur Zeit auf Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit: Wir arbeiten an verschiedenen Workshop-Formaten und knüpfen bereits erste Kontakte mit schulischen und außerschulischen Institutionen. Gleichzeitig ist es für uns essentiell unsere Crewmitglieder, die zur Zeit von den Ermittlungen und einem möglichen Prozess in Italien betroffen sind, zu unterstützen. Wir sammeln Spenden für anfallende Kosten wie bspw. Anwaltskosten, und forcieren auch das Thema der Kriminalisierung stark in unserer Medienarbeit und auf öffentlichen Veranstaltungen.Dazu gehören auch vermehrt Gespräche mit Parlamentarier*innen und anderen Organisationen. 
Situation IUVENTA 10
Wie im letzten Update bereits beschrieben, wird zur Zeit gegen 10 unserer Crewmitglieder in Italien wegen “Beihilfe zur illegalen Einreise” ermittelt. Im Falle eines Prozesses und einer Verurteilung drohen ihnen bis zu 20 Jahre Haft und mehrere hunderttausend Euro Geldstrafe. All das, weil sie an der Rettung von über 14.000 Menschen aus Seenot beteiligt haben und für praktische Solidarität aufgestanden sind.Zwar gab es mehrere Ankündigungen der letzten Schritte des Ermittlungsverfahrens von Seiten der italienischen Staatsanwaltschaft, diese wurden jedoch immer wieder verschoben. Es bleibt weiterhin unklar, ob oder wann es zu einem Prozess kommt.Sehr gerne geben wir euch dazu detaillierte Informationen in einem gesonderten Newsletter, um intensiv in die Thematik einzusteigen. Für aktuelle Informationen könnt ihr auch immer gerne die Website der IUVENTA10, den von den Ermittlungen betroffenen Crewmitgliedern, besuchen und ebenfalls spenden: https://iuventa10.org/ Paul Grüninger Preis für Crew
Es ist umso erfreulicher, dass unsere 10 Crewmitglieder in der Schweiz mit einem Menschenrechtspreis ausgezeichnet wurden. Sie erhielten am 11. Mai den mit 50.000 Schweizer Franken dotierten Paul Grüninger Preis von der gleichnamigen Stiftung und wir konnten zusammen mit ihnen diese Auszeichnung in St. Gallen feiern.
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Wir verstehen den Preis als ein Zeichen gegen die Kriminalisierung unserer Arbeit und werden uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass Seenotrettung nicht als Verbrechen gehandhabt wird!!

Überregionales Botschaftentreffen
In ganz Deutschland werden junge Menschen aktiv für die Seenotrettung und für ein solidarisches Europa! Viele sind auch in unserem Botschaften-Netzwerk aktiv und halten Vorträge, veranstalten Filmvorführungen oder informieren bei Infoständen über die Situation im Mittelmeer.

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Ende April haben wir uns wieder überregional mit allen Botschaften in Hannover getroffen. Die zwei Tage wurden intensiv genutzt - es wurde pleniert, demonstriert und gefeiert! Wir haben über unsere zukünftige Arbeit mit den Botschaften in ganz Deutschland gesprochen, waren gemeinsam laut und bunt auf der Seebrücke Groß-Demonstration in Hannover und Abends gab es gleich zwei Soli-Partys für Jugend RETTET - ein voller Erfolg!
Advocacy Arbeit
Jugend RETTET wird immer wieder auf Parteitage eingeladen, um vor Politiker*innen zu sprechen. Uns ist es vor allem wichtig, dass sich diese ihrer Verantwortung bewusst werden und endlich handeln. Ein Europa, in dem Menschen an den Außengrenzen ertrinken, ist nicht das Europa, in dem wir leben möchten. "Wir haben keine Flüchtlingskrise. Wir haben eine Rassismuskrise", stellte Julian auf dem Landesparteitag der Grünen Niedersachsen fest. Seine berührende Rede traf bei vielen auf große Bewunderung. Die Rede könnt ihr euch hier anhören: https://www.youtube.com/watch?v=Pew3BburoFY Jugend RETTET war außerdem gemeinsam mit vielen anderen SAR Organisationen im März im Europaparlament, um auch hier auf die humanitäre Krise und unsere europäische Verantwortung aufmerksam zu machen. Nicht nur haben Mitglieder der IUVENTA10 vor dem Europaparlament gesprochen, auch haben wir die Zeit in Brüssel genutzt, um in privaten Gesprächen mit Europapolitiker*innen Druck auf die europäische Außenpolitik auszuüben.Auch auf kommunaler Ebene setzen wir uns für eine solidarische Gesellschaft ein und unterstützen die Seebrücke Bewegung bei ihren Forderungen nach offenen Häfen und kommunaler Aufnahme von Flüchtenden. Im Juni waren wir auf dem Kongress “Sichere Häfen. Leinen los für kommunale Aufnahme” in Berlin auf dem das Städtebündnis “Städte Sicherer Häfen” gegründet wurde. 
Workshop mit den Naturfreunde Jugend Berlin
Wir versuchen gerade vermehrt unsere Arbeit und Erfahrungen der letzten Jahre in Form von Workshops und Vorträgen aufzuarbeiten. Gerade für junge Menschen soll die Geschichte von Jugend Rettet als Inspiration dienen, um selber aktiv zu werden. Gleichzeitig ist es uns ein Anliegen über die politische Situation im Mittelmeer zu informieren.Erst im Juni haben wir einen 6-stündigen Workshop in Kooperation mit den Naturfreunde Jugend Berlin abgehalten: Dabei ging es sowohl um die Arbeit von Jugend Rettet, als auch den politischen und rechtlichen Rahmen ziviler Seenotrettung, die Situation in Libyen und den medialen Diskurs über Flucht und Migration.

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Des Weiteren sind wir verstärkt in Schulen aktiv. Wir sprechen mit Schüler*innen über die Situation auf dem Mittelmeer, schauen gemeinsam den IUVENTA Film, diskutieren über die europäische Migrationspolitik und thematisieren die Kriminalisierung der Seenotrettung.
Danksagung
Wir können gar nicht in aller Kürze festhalten, wie viel politische Arbeit junger Menschen ihr durch eure Unterstützung ermöglicht. Bundesweit werden junge Menschen aktiv und engagieren sich für eine solidarische Gesellschaft. Gleichzeitig kämpfen wir weiter mit unserer Crew IUVENTA10 gegen die Kriminalisierung von Seenotrettung. All das wäre ohne euch nicht möglich! Jugend Rettet war und bleibt ein Projekt der Zivilgesellschaft - ein Projekt was sich aus der Arbeit und aus den Spenden vieler tausender Menschen zusammensetzt, die gemeinsam ein Zeichen setzen: Jeder Mensch verdient die Rettung aus Seenot!

Danke!Euer Jugend Rettet Team
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