Deutschlands größte Spendenplattform

Bitte aktualisiere deinen Browser

Wir wollen die Welt mit dir zusammen besser machen. Dafür brauchen wir einen Browser, der aktuelle Internet-Technologien unterstützt. Leider ist dein Browser veraltet und kann betterplace.org nur fehlerhaft darstellen.

So einfach geht das Update: Bitte besuche browsehappy.com und wähle einen der modernen Browser, die dort vorgestellt werden.

Viele Grüße aus Berlin, dein betterplace.org-Team

Missionsprokura von St. Ottilien

wird verwaltet von M. Eickelschulte

Über uns

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

die Missionsprokura ist ein wichtiges Bindeglied zwischen der Erzabtei St. Ottilien und unserer internationalen Kongregation. Zur Zeit wirken etwa tausend Missionsbenediktiner in etwa 20 Ländern rund um den Erdkreis. Mit ihrem Wirken schlagen sie Brücken innerhalb der Weltkirche in einer zunehmend globalisierten Welt.

PROKURA leitet sich ab vom lateinischen procurare = für etwas Sorge tragen. Ihr kommt eine Fülle von Aufgaben zu: Sie stellt Kontakte her zu den Mitbrüdern in den Missionsgebieten und der wachsenden Kirchen in Übersee und unterstützt sie bei ihren vielfältigen Aufgaben.

Aber es geht nicht nur um Hilfe für Arme und Kranke, um Schul- und Berufsausbildung von jungen Menschen, um Unterstützung der Partnerkirchen in der Priesterausbildung, um Planung und Mitwirken bei Projekten z.B. in der Wasserversorgung und zum Schutz der Umwelt, sondern auch um die Betreuung eines großen Spenderkreises, um die Weiterleitung der zumeist zweckgebundenen Mittel, um gute Zusammenarbeit unter den Klöstern der Kongregation und mit anderen missionarischen Einrichtungen.

Ihr P. Maurus Blommer OSB

Letzte Projektneuigkeit

Ostern 2019

  W. Bayern  20. August 2019 um 14:41 Uhr

Pater Florian Schreibt zu Ostern 2019,

Liebe Freunde und Unterstützer, 
ich grueße Sie alle aus dem noch immer sehr trockenen Illeret. Die Regenzeit laesst leider mal wieder auf sich warten. Mir geht es soweit gut auch wenn die Aufgaben in der Pfarrei, in der Werkstatt und im Aufbau von INES wie immer sehr umfangreich sind. Meine Pfarrei umfasst ein Gebiet von etwa 10.000 km² und ich bin nach wie vor der einzige Priester. Mein Wunsch nach einem zweiten Priester ist groß, um nicht nur die zwei Außenstationen Silicho und Aiybeete im zwei-Wochen-Turnus betreuen zu koennen, sondern jedes Wochenende in eine andere Fora zu fahren und viel Zeit mit den Menschen dort verbringen zu koennen. Die kloesterliche Gemeinschaft umfasst derzeit neben mir selbst nur noch Bruder Brendan und Bruder Innocent. Bruder Brendan ist seit laengerem in Illeret und kuemmert sich um den Haushalt und den Gaestebetrieb. Bruder Innocent ist seit Anfang des Jahres in Illeret. Wie fuer die meisten Kenianer aus dem Sueden ist die Umstellung vom Großstadtleben hin zur laendlichen Abgeschiedenheit von Illeret nicht ganz einfach, aber Illeret gefaellt ihm gut. Theresa und Ruth waren im Februar und Maerz wieder bei mir in Illeret, um uns beim Start einer weiteren mobilen Schule, in der Materialentwicklung von Mathe und der Aus- und Weiterbildung von mobilen Lehrern zu unterstuetzen und Edwin – unseren lokalen INES Leiter – zu betreuen und zu beraten. Sie schreiben: „Wir sind am 8.3. wieder aus Illeret zurückgekommen und blicken auf eine sehr intensive Zeit mit Pater Florian und dem INES Team zurück. In den unterschiedlichen Arbeitsfeldern von INES ist wieder viel passiert und gemeinsam konnten wir die Aufgaben für die folgenden Monate planen. In unserer ersten Woche in Kenia waren wir in Nairobi und haben mit Bärbel Löffler, einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin von INES, intensiv an den Matheentwicklungen gearbeitet. Die ersten Mathematik Milestones der 1. Klasse sind fertig und wurden in der Zwischenzeit bereits in Illeret hergestellt. Nina Lamprecht, eine INES Volontärin, war nach unserem Aufenthalt für knapp zwei Wochen in Illeret zu Besuch und arbeitete Edwin und seine Frau Eveline in die Konzepte und Materialien ein. Edwin und Eveline können nun eigenständig die lokale Produktion in Illeret vorantreiben. In Nairobi konnten wir uns auch mit dem Rotary Club Muthaiga treffen. Pater Florian pflegt seit vielen Jahren gute Kontakte zu Rotary-Freunden und hofft, gemeinsam mit einem kenianischen Club INES in Kenia besser zu vernetzen und zu etablieren. Sehr schön war auch das Treffen mit Prior Pater John Baptist OSB, in Tigoni Nairobi, bei dem wir uns über die Vision und Aufgaben von INES, sowie Pater Florians vielschichtigen und anderweitigen Arbeiten in Illeret austauschen konnten.   In den folgenden vier Wochen in Illeret konnten dann zwei verschiedene Workshops der modularisierten Lehrerausbildung stattfinden, um die derzeitigen drei mobilen Lehrer in ihren unterschiedlichen Aus- und Weiterbildungsphasen und ihren Aufgaben in den mobilen Schulen optimal zu unterstützen. Jacob Long'ada schloss Modul 3 ab und konnte dann seine mobile Schule starten. Wir veranstalteten einen offiziellen Schulstart zusammen mit seiner mobilen Lebens-, Arbeits- und nun auch Schulgemeinschaft draußen in der Fora. Pater Florian und Edwin Changamu übergaben zwischen feierlichen Reden die Materialien an Jacob, der mit seinen Schülerinnen und Schüler zum Dank gleich ein paar Schullieder präsentierte.  Die Ältesten waren sehr gerührt und bekundeten ihre Freude und ihren Dank, dass ihre Kinder nun endlich auch Bildung erfahren können, ohne dafür von ihren Familien getrennt zu werden. Während der ersten Schultage begleiteten Edwin und wir Jacob Long’ada. Es ist beeindruckend zu sehen, mit welcher Freude und Geduld er die Kinder in seiner Fora an das Lernsystem heranführt. Jacob war selbst nie in der Schule war, sondern hat sich über ein Erwachsenenbildungsprogramm Daasanach lesen und schreiben selbst beigebracht. Er ist seinen Schülerinnen und Schülern ein großes Vorbild.  Joshua Eshos mobile Schule läuft weiter. Zurzeit unterrichtet er noch zwei Parallelgruppen. Seine fortgeschrittenen Lerner arbeiten selbstständig mit der Daasanach Lernleiter und sind stolz auf ihre ersten Buchstaben. Zusätzlich führt Esho eine neue Gruppe an das Lernsystem heran. Wir sind ganz zuversichtlich, dass er bald beide Gruppen zusammenführen kann und dann alle Kinder gleichzeitig, wenn auch in verschiedenen Niveaus, zusammenarbeiten und lernen können. Auch an Bonaya Yierar wurden dieses Mal nach einer kurzen Rede und gemeinsamen Gebet die Daasanach Lernmaterialien feierlich von Pater Florian und Edwin übergeben. Vereinzelte Mädchen hatten lange darauf gewartet. Die Verzögerung die Übergabe und das lange Warten mancher Mädchen lag daran, dass ein geeigneter Zeitpunkt gefunden werden musste, in der eine einigermaßen konstante Lerngruppe sich etablieren konnte.  Edwin Changamus Hauptaufgabe wird es nun sein, alle drei Schulen regelmäßig zu besuchen, genau zu beobachten und die Lehrer in ihren Aufgaben zu unterstützen. Wir hoffen, dass diese Begleitung in den nächsten Wochen gut klappt, denn Jacob Long'adas und auch Joshua Eshos Schule sind momentan circa 3 Stunden Autofahrt von Illeret entfernt und die Regenzeit hat begonnen, so dass das Rausfahren immer gut vorbereitet sein muss. Edwin Changamus Frau Eveline hat sich nun ebenfalls vom staatlichen Lehrerdienst befreien lassen und ist Anfang des Jahres der Einladung von Pater Florian nach Illeret gefolgt. Sie soll einerseits das INES Team bei der Materialproduktion (Nähen der Eseltaschen, Drucken, Schneiden und Laminieren der Lernmaterialien etc.) und andererseits den Aufbau der Sekundarschule in Illeret unterstützen. Nach guter Einarbeitung durch ihren Mann, wird sie schrittweise seine INES Aufgaben in der Materialherstellung übernehmen, damit Edwin mehr Zeit und Kapazität wiederum für seine Ausbildung zum Lehrerbildner und die Begleitung der mobilen Lehrer draußen in der Steppe hat.  Freia Dondorf, eine langjährige Bekannte von Pater Florian und pensionierte Hebamme, war wieder für zwei Monate in Illeret und brachte Eveline sowie weiteren Daasanach Frauen das Nähen bei. Das Resultat ist, dass nun robustere INES Taschen für die mobilen Schulen zur Verfügung stehen und kleine, mit Logos versehene Stofftaschen das Ordnungssystem der Lernmaterialien noch optimaler unterstützen. Gleichzeitig hat Freia die Klostergemeinschaft und uns immer wieder zum Abendessen mit exotischem Essen wie Milchreis, Pizza und oder Eis verwöhnt. In unserer letzten Woche kam noch Professor Dr. Thomas Müller von der Universität Würzburg nach Illeret. Mit seiner langjährigen Erfahrung mit dem System Lernleitern in Indien und Deutschland war er uns allen mit seinen Projektanregungen eine große Bereicherung.“ Liebe Freunde, Sie sehen es geht mit unserem mobilen Schulsystem vorwaerts. Die geeignete Auswahl der mobilen Lehrer durch die Familien ist zunehmend in dem Fokus gerueckt und wir hoffen sehr, dass die lerninteressierten Familien geeignete Personen auswaehlen und in unsere Lehrerausbildung entsenden. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass nur Maenner und Frauen mit starken familiaeren und auch oekonomischen Bezuegen zum Leben in der Fora fuer die herausfordernden Aufgaben einer Lehrperson geeignet sind und auch den noetigen langen Atem mitbringen. Zu oft schon haben wir es in der Vergangenheit erlebt, dass junge „Staedter“ sich für die Ausbildung beworben haben, dann aber nicht bereit und auch nicht faehig waren, in einer Fora zu leben und zu arbeiten. Parallel zu INES haben wir seit vier Jahren immer wieder Versuche unternommen eine Sekundarschule zu betreiben. Anfaenglich hatten wir Probleme mit der Finanzierung von Lehrkraeften, aber seit Anfang des Jahres laeuft durch ehrenamtliches Engagement nun ein erster Unterricht. Je nach Zeit und Kapazitaet stellen sich vereinzelte Lehrer der Primarschule von Illeret jeweils an den Nachmittagen zur Verfuegung, um den Schuelern Buecher und weiteres Uebungsmaterial bereitzustellen. Vormittags wechseln sich Edwin, seine Frau Eveline und Bruder Innocent ab, damit die Schueler im Selbststudium sich den Stoff der 9-12 Klasse erarbeiten koennen. Die neue Pfarrhalle dient uebergangsweise als Schulgebaeude. Bereits frueh am Morgen sieht man Licht in der Pfarrhalle und emsige Schueler, die sich vorbereiten und darauf warten, im naechsten Term dann in ein eigenes Gebaeude umzuziehen. Die Mission unterstuetzt seit Beginn diese Entwicklungen. Wir haben Land umzaeunt und ich zeichne Bauplaene. Nach monatelangen Schweissarbeiten und vielen Unterbrechungen konnten wir im Maerz das Geruest fuer einen Wassertank fertigstellen und mit der Hilfe von Bondo (Bernhard Seitz - ein Allgaeuer Maurermeister) dann auch aufstellen. Sobald die Arbeiten an den Sanitaeranlagen abgeschlossen sind, koennen die Schueler in die Sekundarschule einziehen. Mit den Mieteinkommen des MPCC Gebaeudes (multi-purpose community centre), welches Malteser International der Illeret Community hinterlassen hat, sollten wir auch zwei neue Sekundarstufenlehrer anstellen koennen.  Soweit fuer heute. Einmal wieder moechte ich mich sehr herzlich fuer Ihre treue Unterstuetzung bedanken. Die Arbeit hier darf dadurch weitergehen. Bitte helfen Sie uns beim Beten fuer Gottes segensreichen Regen.  Ein gesegnetes Osterfest wünscht,  Ihr Pater Florian OSB    Gerne können Sie sich auch auf meiner Homepage www.illeret.org noch umfangreicher informieren.   

weiterlesen

Kontakt

Erzabtei 1
86941
St. Ottilien
Deutschland

M. Eickelschulte

Nachricht schreiben
Kontaktiere uns über unsere Webseite