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Berliner Stadtmission

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Über uns

Schon immer war Berlin eine von Gegensätzen geprägte Stadt. Prunk und Reichtum sind unmittelbare Nachbarn von Armut und Not. Seit 1877 greift die Berliner Stadtmission die sozialen, gesellschaftlichen und geistlichen Herausforderungen Berlins und Brandenburgs auf. Sie setzt mit Überzeugung auf die Zukunft und übernimmt Verantwortung für die Stadt und ihre Menschen. In 20 Stadtmissionsgemeinden, über 40 diakonischen Einrichtungen und 11 Gästehäusern und Hotels schafft die Berliner Stadtmission Perspektiven, besonders an den Rändern unserer Gesellschaft. So bewahrt z.B. das Kältebus-Team von November bis März in kalten Winternächten obdachlose Menschen vor dem Erfrieren und bringt sie in eine geschützte Notübernachtung. Der Berliner Stadtmission geht es dabei um jeden einzelnen Menschen, um Vertrauen und Zuversicht. Deine Spende hilft uns, weiterhin für die Menschen da zu sein und ihnen Perspektiven aufzuzeigen.
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  Ninon Demuth  17. Juni 2022 um 14:35 Uhr
Geschichten aus der Willkommenshalle Berlin - als Dank für eure Unterstützung!

Auf Grundlage wahrer Begebenheiten, anonymisiert
Anna Koppri

Es ist ein herrlicher Tag. Am Strandcafé, auf der anderen Seite der Spree, tummeln sich sonnenhungrige Berliner. Obwohl die Willkommenshalle gut besucht ist, ist die Stimmung ruhig. Die Gäste sind froh, in Sicherheit zu sein und sich nach ihrer anstrengenden Flucht ein wenig ausruhen zu können. Eine ehrenamtliche Helferin begleitet eine ukrainische Mutter und ihren Sohn zum Hauptbahnhof. Von dort aus wollen die beiden mit dem Zug zu einer Verwandten weiterreisen. Auf dem Weg erhält die Ukrainerin einen Anruf ihres Mannes: Ihr Nachbarhaus sei soeben von einer Bombe getroffen worden. Die Frau bricht weinend zusammen. Auch die Helferin ist bestürzt. Glücklicherweise ist sie ausgebildete Katastrophenhelferin und weiß, wie sie der verzweifelten Frau in ihrer schlimmen Lage jetzt den Halt geben kann, den sie gerade braucht. Nur für ein paar Minuten, bis sie ihr mit ihrem Gepäck und dem Kind in den Zug hilft. Sie ist dankbar, dass diese beiden ein Ziel haben und in wenigen Stunden von Familienangehörigen in die Arme geschlossen werden. 
 
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Eine junge Mutter betritt die Willkommenshalle. Sie schiebt einen Buggy vor sich her, an dem die wenigen Habseligkeiten befestigt sind, die sie auf ihrer Flucht mitnehmen konnte. Darin sitzt ein kleines Mädchen. Im Blick der Frau liegen Müdigkeit und Verzweiflung. Suchend schaut sie sich nach jemandem mit oranger Markierung auf der Weste um. Nur, wer ihre Sprache versteht, kann ihr in ihrer aussichtslosen Lage vielleicht doch noch weiterhelfen. Schließlich findet sie eine ehrenamtliche Sprachmittlerin und erklärt ihr, was los ist. Alle hätten ihr gesagt, in Berlin könne niemand mehr aufgenommen werden und sie müsse sich in ein anderes Bundesland bringen lassen. Doch ihr kleines Mädchen habe eine höchst seltene genetische Erkrankung. Ihr könne ausschließlich von einem Spezialisten der Berliner Charité geholfen werden. Selbst dort habe man sie darauf verwiesen, den offiziellen Weg über das Ankunftszentrum in Tegel zu gehen. Die Helferin versteht die Verzweiflung der jungen Mutter. Sie schildert die Lage dem Arzt, der in der Willkommenshalle gerade eine ehrenamtliche Schicht leistet. Auch er nimmt die junge Mutter ernst und entscheidet schließlich, ihr eine Bescheinigung auszustellen, die besagt, dass sie aufgrund medizinischer Notwendigkeit in Berlin bleiben müsse. Als die Sprachmittlerin ihr dies erklärt, blitz dankbar ein Hoffnungsschimmer in ihrem Gesicht auf. Fest umklammert sie das kostbare Dokument. Sie streichelt ihrem kleinen Mädchen über den Kopf, bevor sie sich auf eine Bank sinken lässt, um erst einmal durchzuatmen und einen Kaffee zu trinken. Die Kleine klettert währenddessen aus dem Buggy und macht sich neugierig auf den Weg in die Kinderecke. Mit großen Augen schaut sie den anderen Kindern zu, die dort Bilder malen oder mit duplo bauen. Eine ehrenamtliche Helferin schiebt ihr ein paar Bauklötze hin und kurz darauf sind die beiden in ein Spiel vertieft.  
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