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Institut Médico-Psycho-Pédagogique l‘Envol

wird verwaltet von Anna L. (Kommunikation)

Über uns

«Mon école s’appelle Envol» --
das „Institut Médico-Psycho-Pédagogique l’ENVOL“

Das «Institut Médico-Psycho-Pédagogique (IM.P.P.) l’Envol» ist eine Fördereinrichtung für Kinder und Jugendliche mit einer geistigen Behinderung in Togo (Westafrika). Ihr Hauptziel besteht in der Verbesserung der Lebensbedingungen dieser Kinder durch eine auf ihre Bedürfnisse ausgerichtete (Aus-)Bildung und Anleitung in alltagspraktischen Aufgaben. Landesweit existieren mittlerweile zehn Förderzentren.

Geschichte des Envol
Die Idee zur Gründung einer Förderinstitution für Kinder und Jugendliche mit einer geistigen Behinderung entstand im Jahr 1986, als sich einige Eltern von betroffenen Kindern zu einem Verein mit dem Namen «Association pour la Promotion de l’Enfant Handicapé Mental» („Verein zur Unterstützung von Kindern mit einer geistigen Behinderung“) zusammenschlossen. Im selben Jahr wurde bereits das erste «Institut Médico-Psycho-Pédagogique l’Envol» in Lomé eröffnet, wo seitdem sowohl Kinder mit leichten, mittelschweren oder schweren geistigen Beeinträchtigungen als auch mit damit assoziierten weiteren Behinderungen aufgenommen werden. Die Kinder, die zur Zulassung zum Besuch der Fördereinrichtung zwischen 4 und 18 Jahren alt sein müssen, werden entsprechend ihrer jeweiligen geistigen Entwicklungsniveaus in Gruppen eingeteilt. Seit seiner Gründung wurde das «I.M.P.P. l’Envol» von der deutschen „Caritas“ sowie den Regierungen Deutschlands und Togos unterstützt. Im Jahr 2007 begann die „Caritas“ kontinuierlich ihre Fördergelder zu reduzieren und stellte die Zahlungen im Jahr 2010 ganz ein, weil das mit ihr vertraglich vereinbarte staatliche Engagement Togos nicht eingehalten wurde. Damit drohte der Einrichtung landesweit die Schließung, jedoch versuchten die bestehenden Zentren durch Spenden und Engagement auf lokaler Ebene unabhängig voneinander ihr Überleben sichern. Im Januar 2012 stimmte der togoische Staat nach Protesten betroffener Eltern schließlich zu, die Personalkosten der durch die Zentren angestellten Mitarbeiter_innen zu decken.

Envol in Kpalimé
Die Einrichtung in Kpalimé wurde im Jahr 1993 gegründet und derzeit leiten dort fünf Erzieher_innen 40 Kinder unabhängig von ihrem finanziellen Hintergrund an. Die Stadt Kpalimé befindet sich 120 km nordwestlich der Hauptstadt Lomé in einer bewaldeten, hügeligen Region, die durch ihr etwas kühleres Klima und zahlreiche natürliche Sehenswürdigkeiten für den Tourismus interessant ist.
In drei Gruppen unterschiedlicher Entwicklungsniveaus werden die Kinder hier in den Fächern Französisch, Mathematik, Autonomie, Psychomotorik, Sporterziehung, Bildende Kunst, Soziale Erziehung und Geschichte/Geographie unterrichtet. Die spielerische Gestaltung und praktische Orientierung der Einheiten erleichtern dabei den Lernprozess. Zusätzlich erhalten die Kinder nach Bedarf eine logopädische und physiotherapeutische Behandlung. Die Jugendlichen der vierten Gruppe sollen schließlich auf ihre berufliche Integration vorbereitet werden und können je nach Begabung eine Ausbildung wählen. Derzeit beinhaltet das Angebot des berufsbildenden Zweigs der Einrichtung in Kpalimé die Bereiche Viehzucht, Gärtnerei und Küchenarbeit.

Envol und seine Notwendigkeit
Die Situation für ein Kind mit einer geistigen Behinderung ist in Togo nach wie vor problematisch. Die meist kinderreichen Familien müssen aufgrund des hohen Schulgeldes die Kinder, die zur Schule geschickt werden können, auswählen. Dabei erfolgt die Entscheidung nach ökonomischen Maßstäben. Ein Kind mit einer geistigen Behinderung wird daher häufig bereits von Vornherein ausgeschlossen, auch da der Staat kaum Ausbildungsinfrastruktur für Menschen mit geistiger Behinderung zur Verfügung stellt.
Ein Kind mit einer geistigen Behinderung ist in Togo nicht nur aufgrund der Minderung des gesellschaftlichen Ansehens unerwünscht, sondern eine (geistige) Behinderung gilt zusätzlich oft als Strafe Gottes oder es wird angenommen, die Person sei von bösen Geistern besessen. Durch Vorurteile wie diese und fehlende Informationen über zugrunde liegende Ursachen und Krankheiten sind Menschen mit einer Behinderung oftmals einer starken Stigmatisierung durch ihr Umfeld ausgesetzt. Das wiederum führt häufig zu diskriminierenden Handlungen oder gar zu Misshandlungen, wie Ausbeutung und sexuellem Missbrauch. Gesellschaftliche Integration und Teilhabe sind somit deutlich erschwert.
In diesem Kontext ist es von besonderer Bedeutung, Kindern mit einer geistigen Behinderung durch das «I.M.P.P. l‘Envol» eine gleichberechtigte Bildungschance ermöglichen und somit einen sicheren Platz in der Gesellschaft bieten zu können. Bisher konnte, was die Anzahl der am Programm der Fördereinrichtung teilnehmenden Kinder betrifft, zufriedenstellender Erfolg erzielt werden. Waren zu Zeiten der Eröffnungen der Einrichtungen 1986 in Lomé und 1993 in Kpalimé noch viele Familien skeptisch gegenüber diesem Projekt, so kann «Envol» besonders in den letzten Jahren großen Zuwachs an Kindern verzeichnen.

Kontakt

Route de Hanyigba (auf dem Gelände der Grundschule St. Esprit)
B.P. 557
Kpalimé
Togo

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