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Lilith e.V. - Drogenhilfe für Frauen und Kinder

wird verwaltet von M. Purmann

Über uns

Lilith e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der 1993 von Fachfrauen der Drogenhilfe gegründet wurde.

Ziel war und ist es, in Nürnberg und Umgebung soziale Einrichtungen und Hilfsangebote für (ehemals und aktuell) Drogen konsumierende Frauen*, weibliche Angehörige und Kinder von Drogenabhängigen zu konzipieren und zu realisieren, die deren spezifische Lebenssituation und Bedürfnisse adäquat berücksichtigen. Wir integrieren den akzeptierenden und niedrigschwelligen Ansatz der Drogenhilfe in unser feministisches und kinderspezifisches Konzept und können dadurch den betroffenen Frauen* und Kindern optimale Unterstützung bieten. Mittlerweile betreuen wir erfolgreich jährlich über 750 (ehemals und aktuell) Drogen konsumierende Frauen*, darunter viele Schwangere, viele Angehörige und über 200 Kinder von Drogenabhängigen.

Unser erklärtes Ziel ist es, Frauen* und Kinder auf ihrem Weg in ein unabhängiges, gewaltfreies, selbstbestimmtes und zufriedenes Leben zu unterstützen.

Letzte Projektneuigkeit

Lilith e.V. wünscht frohe Ostern!

  D. Dahm  01. April 2021 um 11:08 Uhr
Liebe Leser*innen und liebe Freund*innen,
 
oft werde ich gefragt, was wir aktuell eigentlich machen. Unser Laden ist seit Monaten geschlossen, unser Frauencafè darf nicht regulär betrieben werden, wir können keine Gruppenangebote durchführen und sollen persönliche Kontakte vermeiden. Ja, das ist alles richtig! Aber seit über einem Jahr entwickeln wir alternative, kreative und zum Teil sehr zeitaufwendige Angebote, um unseren Klientinnen besonders in diesen für alle schwierigen Zeiten eine gute Unterstützung zu sein. Besonders wichtig ist uns dabei, die Kinder im Blick zu behalten. 

Wie gelingt uns das und wie sieht unsere Unterstützung im „Lockdown“ aus?  Die Innenräume unseres Frauencafès sind geschlossen, aber nach wie vor servieren wir am Nachmittag unseren warmen Mittagstisch, zum Teil bei eisigen Temperaturen, auf unserer Gartenterrasse und haben hierbei für alle Anliegen unserer Klientinnen stets ein offenes Ohr. Unsere Telefone stehen nicht mehr still – bitte nicht wundern, wenn dauernd besetzt ist. Telefonberatung ist derzeit eine echte und wichtige Alternative. Wir können mit den Kindern aktuell keine Ausflüge machen, dafür treffen wir die Familien einzeln auf Spielplätzen, im Nürnberger und im Fürther Stadtpark, im Westpark, im Marienpark, im Annapark, im Jamnitzer Park und/ oder irgendwo draußen. Es gibt in Nürnberg mittlerweile nahezu keinen Park und keinen Spielplatz, den wir nicht kennen……  Unsere Sozialpädagoginnen machen 2 bis 3 x pro Woche Streetwork, besuchen die sogenannte „offene Drogenszene“ (meist in der Nähe des Hauptbahnhofes) und versorgen Drogenkonsument*innen mit Informationen, Hygiene- und Safer-Use Artikeln. Frauen, die sich in akuten Krisen befinden (und das kommt bei uns mehrmals täglich vor) erhalten von uns selbstverständlich nach wie vor eine persönliche Beratung (mit FFP2 Masken, Mindestabstand und vielem Lüften). Existenzielle Sachspenden wie Lebensmittel, Hygieneartikel, Kondome, Schwangerschaftstests, Safer-Use-Materialien, Windeln und warme Kleidung geben wir kostenfrei an Bedürftige immer ab. Weil wir uns in der Gruppe nicht treffen können, keine Kurse anbieten können, haben wir stattdessen verschiedene kleine Videos und Reels gedreht und auf Instagram gepostet - vom Kochkurs bis hin zu Safer Use Infos. Bei den Kursen haben wir zum Teil digital mehr Teilnehmerinnen als in Präsenz (Adventskranzbinden 40! Frauen, bei den Kochkursen über 20! Frauen) Seit einigen Wochen bietet unser on_line Team neben unserer Onlineberatung auch eine monatliche offene Chatsprechstunde. Hier erhalten (neue) Klientinnen schnell Antworten auf ihre Fragen, können erste Kontakte mit einer Beraterin knüpfen und uns unbürokratisch und unkompliziert kennenlernen. Zum Einloggen ist kein Account nötig. So können Chat-Teilnehmerinnen kostenlos, anonym und niedrigschwellig mit on_line in Kontakt treten.  Was bedeutet der Lockdown für unseren Second Hand Laden für Damenmode?
Unser Arbeitsprojekt: Second Hand Laden für Damenmode hat aktuell nicht geöffnet. Wir können nichts verkaufen, unsere Lager bersten. Aber wir haben bisher dank Ihrer/ Eurer vielen und großzügigen Geldspenden überlebt und bleiben zuversichtlich. Wir nutzen die Zeit, schaffen Ordnung, misten aus, strukturieren unsere angegliederte Werkstatt um und bereiten optimistisch die Frühjahres- und Sommermode vor. Allerdings mussten wir für die meisten Mitarbeiterinnen Kurzarbeit beantragen. Auch ein Großteil unserer Klientinnen darf aus gesetzlichen Gründen nicht vor Ort tätig sein. Deshalb können wir aktuell in unserem Second Hand Laden leider keine neue Kleidung annehmen.Nachdem es nahezu täglich neue Verordnungen für den Einzelhandel gibt (Schließung, Einlass nur nach Anmeldung, Click & Meet, Anzahl Personen je nach Ladengröße…) bitte wir alle Kundinnen und Kleidungs-Spenderinnen um Geduld, Verständnis und Treue. Bitte informieren Sie sich regelmäßig auf unserer Facebook- und Instagramseite über die tagesaktuelle Situation. Wir hoffen sehr, nach den Osterferien wieder vorsichtig öffnen zu können. 

Wir bedanken uns sehr herzlich:Bei allen Spender*innen für ihre wertvolle Unterstützung, die das Überleben unserer Klientinnen und in den letzten Monaten ganz besonders auch das von unserem Laden gesichert haben und für die vielen lieben Reaktionen und Rückmeldungen zu unserer Arbeit.  Mein persönlicher Ostergruß
Ganz ehrlich: Nach über 1 Jahr Corona zeigen sich bei mir, bei Lilith und bei vielen Menschen, denen ich begegne, heftige Ermüdungserscheinungen. Wir blicken alle langsam nicht mehr durch. Permanent neue gesetzliche Vorgaben und Bestimmungen. Erst Lockerungen, dann wieder Notbremsen. In jedem Bundesland anders. Manche Beschlüsse werden vor ihrer Umsetzung wieder zurückgenommen. Auch meine große Hoffnung auf die Impfung hat sich relativiert: Zu wenig Impfstoff, die Aufregung um AstraZeneca, die Impfzurückhaltung in unserer Bevölkerung. Hinzu kommt, dass bei vielen Menschen die Grenzen ihrer psychischen Belastung überschritten sind. 

Aber Jammern nützt uns allen halt gar nichts. Lasst uns bitte weiterhin durch- und zusammenhalten, achtsam bleiben und vor allen Dingen unseren gesunden Menschenverstand einsetzen. Eine große Portion Pragmatismus und Optimismus können auch nicht schaden. Lasst uns die Politiker*innen nicht verteufeln, sondern lasst uns weiterhin an der Diskussion beteiligen und persönlich verantwortungsvoll handeln. Lasst uns akzeptieren, was nicht zu ändern ist, aber gemeinsam dazu beitragen, die Situation für alle erträglicher zu machen und zu verbessern. 

In diesem Sinne wünsche ich - nicht trotz alledem, sondern gerade deswegen - Ihnen/ Euch allen richtig schöne, erholsame, sonnige, gesunde und friedliche Osterfeiertage! 

Ihre/ Eure 

Daniela Dahm
Geschäftsführung 
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Kontakt

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90459
Nürnberg
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