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In Deaf Med e. V.

wird verwaltet von M. Lange (Kommunikation)

Über uns

In der Praxis von Marianela von Schuler Alarcon ist vieles anders. Zur Begrüßung wird gewunken, die beiden Zeigefinger einer der Zahnarzthelferinnen zeichnen ein Herz auf der linken Brust, danach zieht sie ihre nach oben geöffneten Handflächen von rechts bis vor den Bauch. Das bedeutet „Herzlich willkommen“. Die Zahnarzthelferin ist ebenso gehörlos wie der Patient. Das ist einzigartig in Deutschland.

300.000 gehörlose und an Taubheit grenzend schwerhörige Menschen leben in der Bundesrepublik. Eine zweite Zahnarztpraxis, in der sie so begrüßt werden wie in Hamburg, gibt es nicht. Das ist ein Problem. Die gehörlosen Menschen haben Hemmungen, zum Zahnarzt zu gehen und häufig verstehen sie nicht, was behandelt werden muss und wie das geschehen soll. Bestehende Ansätze reichen für einen barrierefreien Zugang nicht aus. Viele gehörlose Menschen gehen daher nur zum Zahnarzt, wenn es unbedingt nötig ist. Deshalb kämpfen sie häufig mit einem schlechten Zustand ihrer Zähne: gehörlose Menschen haben im Schnitt z. B. dreimal so viele Füllungen oder fünfmal so viele Extraktionen wie hörende Patienten.

In die Praxis kommen gehörlose Patienten aus ganz Deutschland. Sie sind dankbar, dass ein Raum geschaffen wurde, in dem ihre Gehörlosigkeit keine Behinderung mehr ist. Die Zahnärztin, selbst hörend, behandelt in ihrer Praxis neben den gehörlosen auch hörende Patienten, die den Umgang mit den Gehörlosen suchen und diesen als Bereicherung besonders für ihre eigene Kommunikation empfinden. Diese Mischung ist ein wichtiges Element des Ansatzes und soll durch Kommunikationsworkshops, in denen Hörende und Gehörlose voneinander lernen können, weiter verstärkt.

In Deaf Med hat sich zum Ziel gesetzt hat, die Lebensqualität von Gehörlosen in Deutschland zu erhöhen und sie auf lebendige Art und Weise in die Gesellschaft zu inkludieren. Ein wichtiger Schritt dahin: die Ausbildung von gehörlosen Zahnarzthelferinnen und Zahnarzthelfern – ein Beruf, den Gehörlose bisher nicht erlernen konnten und der ihnen jetzt die Möglichkeit gibt, in einem Team und im Austausch mit Hörenden zu arbeiten.

Wo es Vorreiter gibt, braucht es Nachahmer. Der Verein In Deaf Med möchte das Bewusstsein für die Kultur und Bedürfnisse der gehörlosen Menschen und die Verbreitung des Modells vorantreiben. Das heißt, andere Zahnärzte, aber auch Ärzte aus anderen medizinischen Bereichen, dazu animieren, sich stärker für gehörlose Menschen zu öffnen. Das Potenzial ist vorhanden: Allein 500 spezialisierte Zahnarztpraxen wären in Deutschland nötig. Einiges ist schon geschafft, der nächsten Schritte ist es, einen Leitfaden und Qualifizierungskonzept für Praxen zu erstellen. So kann sich jede Praxis mit ein wenig Aufwand ein Alleinstellungsmerkmal verschaffen und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen.

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Spendengelder, die nicht mehr für das Projekt ausgegeben werden können

  Mirjam K.  05. September 2016 um 18:02 Uhr

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