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Evangelische Stiftung Alsterdorf

wird verwaltet von I. Spannuth (Kommunikation)

Über uns

Die Evangelische Stiftung Alsterdorf ist ein modernes und vielseitiges, diakonisches Unternehmen, das auf eine über 150 jährige Geschichte zurückblickt. Wir haben Angebote in der Beratung und Diagnostik, Wohnen und Assistenz, Bildung und Arbeit, Medizin, Pflege und Therapie für Menschen mit und ohne Behinderung.

Bei uns steht immer der Mensch mit seinen unterschiedlichen Bedürfnissen im Mittelpunkt, egal ob mit oder ohne Behinderung. Wir wollen Ausgrenzungen überwinden und feste inklusive Strukturen in der Gesellschaft schaffen.

Das tun wir, in dem wir zum Beispiel rund 2.400 Menschen mit Behinderung verschiedene Assistenzdienstleistungen für ein möglichst selbstbestimmtes Leben anbieten. Ferner finden mehr als 1.800 Menschen mit Unterstützungsbedarf in unserer Stiftung vielfältige Arbeits- und Beschäftigungsangebote.

Auch die fünf Bugenhagen-Schulen, die sich über ganz Hamburg verteilen, gehören zur Stiftung. Dort steht jahrgangsübergreifender und integrativer Unterricht schon lange im Vordergrund. Allein in der Bugenhagen-Schule Alsterdorf lernen 900 Schülerinnen und Schüler ganz selbstverständlich miteinander – gleichberechtigt und individuell gefördert. Rund 250 der Kinder und Jugendlichen dort haben wegen einer Behinderung einen besonderen Förderbedarf.

Aber das ist längst noch nicht alles. Mehr erfährst Du unter www.alsterdorf.de

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Ich habe 1.082,25 € Spendengelder erhalten

  J. Brücken  28. August 2018 um 17:03 Uhr

Im Sommer 2017 hatten zwei Mitarbeiter der tohus gGmbH eine außergewöhnliche Projektidee. Beide arbeiten seit mehreren Jahren als Straßensozialarbeiter und unterstützen außerdem Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen. Richtungsweisend war der Gedanke der Inklusion und der sozialräumlichen Arbeit. Die Idee bestand darin eine Gruppe zu bilden und an einer Rallye teilzunehmen die einmal um die Ostsee führt und einmal jährlich stattfindet. Zuvor sollte  allerdings ein in die Jahre gekommener, völlig schrottreifer Rallyebus von eben dieser Gruppe eigenständig repariert und Tüv fertig gemacht werden. Die Gruppe sollte zum einen aus Menschen aus dem Arbeitsumfeld der Beiden, aus NutzerInnen von Streetwork und psychisch erkrankte Menschen, Armen, Kranken, Geflüchteten, Junkies (Menschen am sogenannten Rand der Gesellschaft) und Leuten aus deren Nachbarschaft, bzw. aus Bargteheider BürgerInnen bestehen.


Die Geschäftsführung ließ sich von der inklusiven Projektidee überzeugen und im Oktober machten sich die Sozialarbeiter auf die Suche nach Gleichgesinnten. Relativ schnell bildete sich eine Gruppe von Interessierten die sich den Namen „All Inklusiv Crew“ gaben. Im November 2017 war der offizielle Projektbeginn und die „Crew“ wendete sich an die Öffentlichkeit, da viel Geld benötigt wurde, um den Bus TÜV fertig zu schrauben. 


Auch die Bürgermeisterin der Stadt Bargteheide ließ sich von der Projektidee begeistern und stellte der Crew ein Gartenhaus als Garage und Werkstatt auf einem nahegelegenen stätischen Grundstück zur Verfügung. Nun hatte die Crew schon ein kaputtes Rallyeauto und einen Platz zum reparieren, ansonsten fehlte es an allem. Durch viel Öffentlichkeitsarbeit, Spendenaufrufe und die Unterstützung der tohus gGmbH kam das erste Werkzeug zusammen und auch die ersten Geldspenden für Ersatzteile trafen ein. Die Crew traf sich einmal wöchentlich und baute zunächst das Gartenhaus zu einer Werkstatt um. Mittlerweile war es Winter geworden und die Rallye, der Baltic Sea Circle, sollte am 16. Juni starten. 


Der Baltic Sea Cirkle ist ein Charityevent. Jedes Team das an der Rallye teilnimmt muss eine Startgebühr zahlen und ist aufgefordert soviele Spenden wie möglich zu sammeln, die im Anschluss der Rallye an soziale Projekte und Vereine gehen. Die Rallye startet am 16. Juni, geht durch insgesamt zehn Länder einmal um die Ostsee rum und endet nach genau sechzehn Tagen. Das Rallyeauto muss älter als zwanzig Jahre sein und darf nicht mehr als zweitausend Euro gekostet haben. Während der Rallye ist die Nutzung von GPS und Navis nicht gestattet.


Die Kriterien auf den Bus der Crew trafen definitiv zu und die verbleibende zeit bis zum Rallyestart rückte unaufhaltsam näher. Durch verschiedene öffentliche Aktionen und auch durch das Interesse der Medien entstand eine breite Öffentlichkeit und die Crew begann zu schrauben und zu planen. Im Februar umfasste die Gruppe ca. zwanzig Personen und einen „harten kern“ von etwa zehn Menschen. 


Von Beginn an war der inklusive Gedanke Kern dieses Projektes. Im wesentlichen ging es darum Menschen mit und ohne Handikap zusammenzubringen und gemeinsam etwas zu erreichen. Auf dem Weg zum Ziel spielen die verschiedenen Bedarfe, Macken, Einschränkungen keine Rolle. Mensch steuert auf ein gemeinsames Ziel hin, lernt sich kennen und jedeR gibt das was geht. 


So kam es das ein fast blinder Mensch gemeinsam mit einem KFZ Fachmensch die Bremsanlange überarbeitete und sich die Crew lernte zu ergänzen. 


Der Bus nahm langsam aber sicher Gestalt an, die Crew bereitete sich auf die Rallye vor, es stellte sich nur die Frage wer fährt die Rallye mit und wer Unterstützt von Zuhause aus? So kam es das die Crew Mitte März zu einer Trainigstour aufbrach, die den Anforderungen der Rallye ähnelte. Des war wie gesagt Mitte März und die Crew brach auf Richtung Görlitz um zu zelten. Zu dieser Zeit lagen die Temperaturen Nachts unter dem Gefrierpunkt und es hatte geschneit. So kam es das neun Menschen nahr der polnischen Grenze ihre Zelte im Schnee aufbauten und eine kurze Nacht bei – 4Grad verbrachten. Weiter ging es Richtung Harz, leider war die Schneedecke dort noch höher, aber die Crew fand einen schönen Campingplatz mit zwei Hütten. 


Nach dieser eindrucksvollen ersten Tour mit einem Bus der tohus gGmbH setzte sich die Crew zusammen und beratschlagte wer die Rallye fährt und wer bleibt. Insgesamt gab es im Rallyebus sechs Plätze. Nach intensiven und ausführlichen Gesprächen wurde eine Entscheidung getroffen und die Crew stand. Die Zeit bis zum Start verstrich nun rasend schnell und es gab noch eine menge zu erledigen. Mitte Mai bekam der Rallyebus seinen Tüv. Die Crew hatte monatelang an dem Wagen gearbeitet und wie geplant alles in Eigenarbeit repariert. 


Die Reparatur des Wagens ist auch ein Ergebnis gelungener und gelebter Inklusion. Nicht etwa die Anleiter von tohus, oder fremde Fachmenschen haben die Crew bei der Reparatur des Wagens angeleitet. Es war ein Crewmitglied, der in den Augen der Mehrheitsgesellschaft als ein in Armut lebender Mitbürger, ALG 2 Empfänger, trockener Alkoholiker, seelisch Behinderter, Klient oder zu Betreuender wahrgenommen wird. Er war es aber der die Crew gemeinsam mit einem Mitarbeiter von tohus angeleitet, Fragen beantwortet und repariert hat. Ohne ihn wäre das Projekt so nicht möglich gewesen. Dies ist ein Beispiel auf eine Person bezogen und trifft in unterschiedlicher Weise auf jedes Crewmitglied zu.


In den letzten Wochen vor dem Start wurde die Eine oder der Andere schließlich unruhiger und Vorfreude, Aufregung und die ein oder andere Sorge beschäftigte die Crew.


Der Rallyebus war fertig, die TeilnehmerInnen standen fest und nun wurde die Ausrüstung organisiert und am ersten Juni feierte die Crew einen tag der offenen Tür auf dem Gelände der Villa Wacker auf dem der Rallyebus repariert und die wöchentlichen Treffen stattgefunden hatten. Es kamen UnterstützerInnen, Freunde und Familien, SpenderInnen, die Bürgermeisterin die mittlerweile die Schirmfrauschaft für das Projekt übernommen hatte und viele Menschen von tohus.


Am 16. Juni war es dann soweit, der Start der Rallye. Nach einem sehr frühen gemeinsamen Frühstück, diversen Verabschiedungen machte sich die Crew auf zum Hamburger Fischmarkt wo der Start stattfand. Die Stimmung war gut und die Anspannung hoch. Am Fischmarkt hatten sich alle Rallyeteams zum gemeinsamen Start versammelt und das Wetter spielte auch mit. Als es dann endlich soweit war und die „Crew“ nach einer herzlichen Verabschiedung von den anderen Crewmitgliedern und UnterstützerInnen über die Startrampe rollte, machte sich so etwas wie Entspannung breit und das Gefühl nach einem halben Jahr zielgerichteter Arbeit auf diesen Moment hin, war für alle Beteiligten euphorisch.


Und dann begann die Tour. Es ging über Puttgarden nach Dänemark und nach einem kurzen Stopp in Kopenhagen weiter nach Schweden. Jeden Tag gab es eine Aufgabe zu meistern, wie z.B. eine Wikingertaufe in Ystadt zu vollziehen, oder den Tourbus von der Musikband Abba auf einem Autofriedhof mitten im Wald zu finden. Nach dem zweiten Tag in Schweden war spätestens allen klar was auf uns zukommen würde. Die Enge im Auto machte sich bemerkbar, wir kamen uns zwangsläufig näher und lernten uns noch besser kennen. 


Schon am zweiten Tag wurde die Crew auf eine schwere Probe gestellt. In Smalland riss die Antriebswelle für den Riemen ab, der die Kühlwasserpumpe, die Lichtmaschine und die Servopumpe antreibt. Es war relativ klar das dies das Ende der Tour bedeutet hätte wenn wir unser Crewmitglied Krischan nicht dabeigehabt hätten. Er war es der in dieser ausweglosen Situation einen kühlen Kopf bewahrte und alle anderen mit seinem Optimismus  diese Hürde zu überwinden, Mut machte.


Nach einer kurzen Abschleppfahrt zum nächsten Campingplatz und einer kurzen Nacht machten sich Krischan und Jörn auf den Weg zu einer Selbsthilfewerkstatt und reparierten innerhalb von ca. sechs bis sieben Stunden den Wagen. Abends konnte die Crew weiterfahren. Die erste wirklich schwierige Aufgabe war bestanden. Die Crew hatte funktioniert. 


Hier wird deutlich wie „Gruppe“ funktioniert und auch wie Inklusion gelingen kann. JedeR bingt sich mit seinen Kompetenzen und Fähigkeiten ein. Auf einmal spielt es keine Rolle mehr wer „Betreuer“ und wer „Klient“ ist. Diejenigen Crewmitglieder bei denen die Situation eine Art Krise auslöste, wurden von den Anderen unterstützt und Mut gemacht. Die Crew funktionierte als ein Team und die Crew bestand in dem Fall aus Menschen mit und ohne Handicap. Dies spielte aber in diesem Moment keine Rolle, bzw. die Handikaps gehören zu einem und rücken in den Hintergrund weil der Mensch zählt und nicht die Erkrankung, oder das Stigma.


Weiter ging es Richtung Norwegen zu den Lofoten wo sich alle Teams noch einmal trafen und gemeinsam feierten. Eine weitere Aufgabe war es Tagesberichte zu schreiben und die Geschehnisse in den sozialen Netzwerken zu posten, damit unsere Unterstützer informiert wurden. Dies wurde insbesondere von den Crewmitgliedern gemanagt die nicht mit auf der Tour waren. Hier bestand täglicher Kontakt via Telefon.


Von den Lofoten weiter Richtung Nordkap riss die Ölleitung die vom Ölfilter zum Turbolader führt. Auch hier tat es ein Provisorium bestehend aus einem Stück Kühlerschlauch, zwei Schellen und viel Glück. Dieses Provisorium mussten wir während der Fahrt noch einmal erneuern, dann hielt es den Rest der Strecke. Die Unsicherheit was noch alles kaputt gehen würde und ob der Wagen die Rallye packen würde wurde nicht weniger. 


Ein toller Moment und ein wesentliches Highlight der Rallye war das erreichen des Nordkapps. Tagelang war hier eine dichte Wand aus Nebel gewesen und viele Teams die vor uns dort gewesen waren äußerten sich etwas enttäuscht. Als wir kamen lichtete sich der Nebel und die Sonne kam raus. Ein unvergesslicher Moment!


Weiter ging es Richtung Finnland und dann nach Russland. Die Nächte waren kurz, es wurde nicht dunkel aber die Gruppe hielt zusammen, trotz kleinerer Unstimmigkeiten und einem Anflug von gelegentlich schlechter Laune. Wir lernten uns alle gut kennen und miteinander umzugehen.


Die Fahrt durch Russland wird allen Beteiligten wohl auch so schnell nicht in Vergessenheit geraten. Es gibt Erinnerungen an nette Grenzsoldaten, echte Wildnis, interessante Menschen und eine tolle Nacht in St. Petersburg.


Weiter ging es nach Estland, wo sich in der Nähe von Tallin alle Teams zum zweiten Mal  trafen. Eine unausgesprochene Regel der Rallye ist, dass sich die Teams bei Problemen gegenseitig unterstützen. So gab es beim zweiten Zusammentreffen schon Bekannte Gesichter und viele Geschichten und Erlebnisse wurden ausgetauscht.


Die Rallye näherte sich langsam aber sicher dem Ende. Wir durchquerten Lettland, Litauen und kamen völlig abgekämpft und übermüdet in Kaliningrad an, wo es sehr windig war und langsam aber sicher klar wurde das zelten so nicht möglich war. Zum Glück fanden wir noch eine Unterkunft und konnten der russischen Sauna lauschen, die sich eher nach einer Disco anhörte. Von Kaliningrad


durchquerten wir Polen und bauten ein letztes Mal unsere Zelte in Stettin auf. Die Stimmung schwankte zwischen der Freude auf Zuhause und der Erkenntnis, dass die Rallye endgültig vorbei ist.


Auf der Fahrt zurück Richtung Hamburg wurden die Crew das erste Mal von der Polizei kontrolliert, was dazu führte das sich der Beamte auf den Arm nehmen ließ und damit war eine weitere Aufgabe der Rallye geschafft.


In Hamburg wurde die Crew von dem Rest der Crew, Freunden, Familie und Unterstützern in Empfang genommen und gefeiert. Nachdem die meisten Teams eingetroffen waren, fand die Siegerehrung statt und dann trennten sich die Wege.


Was als völlig verrückte Idee begonnen hatte war vollbracht. Durch eine gute Öffentlichkeitsarbeit und die Verbreitung des inklusiven Gedankens, bzw. einer Vision, war genügend Geld und Sachspenden zusammengekommen, ein schrottreifer VW- Bus war in Eigenarbeit von einer Gruppe von Menschen restauriert worden, denen die meisten Leute noch nicht einmal zugetraut hätten einen Reifen zu wechseln. So wurden schließlich zehn Länder innerhalb von sechzehn Tagen (7500km) durchquert und allen Schwierigkeiten zum Trotz verstehen sich alle Beteiligten immer noch.


Ziel der All Inklusiv Crew ist es durch gute sozialräumliche Projektarbeit Inklusion zu leben und sich aktiv mit der Frage zu beschäftigen in was für einer Gesellschaft wir leben wollen.


 


 


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