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queerblick e.V.

wird verwaltet von F. Steinborn (Kommunikation)

Über uns

queerblick fördert lesbische, schwule, bi- und transsexuelle Jugendliche sowie junge Erwachsene bei der sexuellen Selbstfindung. Dazu verbindet queerblick auf innovative Weise zwei getrennte Bereiche der Jugendhilfe: Medienarbeit und lesbischwule Jugendarbeit. In einer eigenen Fernsehsendung können queere Jugendliche journalistisches und technisches Know-How erlernen und sich gleichzeitig in Beiträgen mit ihrer Sexualität auseinandersetzen. Zudem erfüllt die Redaktion die Rolle einer Peer-Group, in der sich die Juendlichen über ihre Gefühle austauschen können. Nach Außen dienen die Sendung und die einzelnen Berichte der Jugendliche als Informations- und Aufklärungsangebot - von der Zielgruppe für die Zielgruppe.

Seit August 2009 produziert queerblick eine gleichnamige Magazinsendung für den TV-Lernsender NRW. Hinter den Kulissen leiten Nachwuchsjournalisten und Auszubildende zum Mediengestalter Jugendliche und junge Erwachsene bei der Erstellung von Fernsehbeiträgen an - oder werden selber aktiv.
Der Blick auf die Themen und die Machart ist jung und frisch. Bei queerblick wird nicht nur über schwule und lesbische Jugendliche geredet, sondern sie kommen selber zu Wort - als Protagonisten und Autoren. Die Themenpalette ist dabei groß: Sie reicht von aktuellen Ereignissen bis hin zu allgemeinen Ratgeber-Themen zu Sexualität, Liebe und Coming-Out. Mit seinem Themen und seiner anvisierten Zielgruppe füllt queerblick eine Lücke in der Medienlandschaft.

Weiterhin zeigt queerblick seine einzelnen Beiträge im Internet. Wichtigste Partner sind neben vielen Blogs, Beratungs-Seiten und privaten Homepages das schwule Jugendmagazin www.dbna.de und das Lesbenportal www.lesben.org. Dort erreicht queerblick seine Zielgruppe am erfolgreichsten.

queerblick arbeitet ausschließlich ehrenamtlich und wurde im März 2009 gegründet.

Letzte Projektneuigkeit

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Spätes Coming-out unterm Weihnachtsbaum

  F. Steinborn  25. Dezember 2017 um 14:40 Uhr

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Weihnachtsfeiertage können ganz schön anstrengend sein. Beim Zusammenhocken mit der Familie sind Konflikte oft vorprogrammiert. Das gilt insbesondere für queere Jugendliche, die vorm Coming-out einen Teil von sich verstecken und sich den nervenden Fragen von Omas, Opas, Tanten und Onkeln aushalten müssen. In genau dieser Lage befindet sich Noel. Seine Stimmung ist an Heiligabend auf dem Tiefpunkt. Als sein Bruder einen dummen Spruch fallen lässt, reicht es ihm. Weihnachten ist für ihn gelaufen und er flüchtet sich in Erinnerungen bis ihn die Realität einholt - aber ganz anders als erwartet.
 
https://youtu.be/RaWMxmgtcm0

Der Frust gehört zu Weihnachten dazu

Sich zu Weihnachten oder bei Familienfesten mit seiner Identität verstecken zu müssen, ist etwas, was auch Léon kennt. Er Spielt die Rolle des Lukas. "Meine Großeltern wissen nicht, dass ich schwul bin. Ich erzähle dann jedes Mal, dass ich mich mit Mädchen date, es aber nicht klappt," sagt Léon mit einem Augenzwinkern. Auch Max kennt ähnliche Situationen - allerdings von früher. Denn mittlerweile ist er in der ganzen Familie geoutet. Die Reaktionen waren gut. Und so scheute sich seine Oma auch nicht, im Film selbst seine Filmgroßmutter zu spielen. Dennoch war es nicht immer so einfach, erinnert sich Max: " Wenn ich verliebt war, dann hat das meine Mum sofort gemerkt und gefragt, wie SIE denn aussieht usw. Es ging immer in den Fragen um ein Mädchen. Das hat mich komplett fertig gemacht."
 
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  "Wir wollen da Hoffnung streuen, wo keine ist"
 
Max, Léon und alle anderen am Filmprojekt beteiligte Jugendlichen aus Köln und Umgebung haben diese und weitere Erfahrungen in das Drehbuch von EIN JUNGE NAMENS NOEL einfließen lassen. Das Projekt wurde von der Landesarbeitsgemeinschaft für Kunst und Medien NRW gefördert. Herausgekommen ist ein Film, der beim Anschauen ein Lächeln in die Gesichter zaubern soll: "Es war uns wichtig, der Tristesse von Weihnachten, die viele queere Jugendliche erleben, ein positives Zeichen entgegensetzen. Wir wollen da Hoffnung streuen, wo keine ist", sagt Andreas, der unter anderem für Kamera und Regie zuständig war. Und so gibt es im Film - das sei an dieser Stelle verraten - doch noch ein Coming-out. Für dieses sorgt der Aktivist Georg Roth, der in LSBT*-Community auch als Sister George bekannt ist, und die Rolle des Weihnachtsmanns übernommen haben. Als dieser wirft er die Frage auf: Woher wissen wir eigentlich, welche sexuelle Identität der Weihnachtsmann hat? Hat ihn schon einmal jemand mit seiner Ehefrau gesehen? 

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