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UMBRA kunstfabrik

wird verwaltet von R. Neufeld (Kommunikation)

Über uns

Was ist die UMBRA kunstfabrik? Was „fabriziert“ sie für eine Kunst? Worin unterscheidet sich „UMBRA-Kunst“ von anderen? Die Antworten liegen – in der Form, im Ausdrucksmittel, in der inhaltlichen Motivation, in der Art der Umsetzung, und insbesondere – in den Beweggründen der Menschen die hier zusammenarbeiten.

Während meiner langjährigen Arbeit in verschiedenen Frauen-Haftanstalten in denen ich kreative Schreibgruppen geleitet habe, inmitten der Kunstform, die ich dabei gewählt habe, nämlich die „Schreibkunst“, die Kunst mit Worten & Sätzen umzugehen – ja, die Literatur –, ist mir eines klar geworden: Kunst stellt in unserer heutigen Zeit einen anderen Stellenwert dar –; die Kunst wird heute weitaus anders angesehen & betrachtet, als wie etwa in den 60er- und 70er Jahren unseres letzten Jahrhunderts. Auch wird mit ihr anders umgegangen. In den 70er Jahren hatte ich als heranwachsender junger Mann das Glück mit der Kunst von Joseph Beuys in Berührung zu kommen. Es gab dabei auch persönliche Begegnungen mit ihm. Hierzu gesellten sich neben Schülern & Meisterschülern auch Interessenten jeglicher Art, die eingeladen waren mitzutun, mitzugestalten, mitzudiskutieren und – Kunst zu produzieren. So gestalteten, organisierten und zelebrierten wir u.a. grellbunte Rock ´n´ Roll-Partys; wir diskutierten über die „soziale Kunst“ von Joseph Beuys, diskutierten über Gott & die Welt und die Notwendigkeit der gegenwärtigen Gesellschaft mit Aktionen entgegenzutreten, um sie aufmerksam zu machen, von ihren antisozialen Strukturen. Wir wählten als Mittel die Kunst. Ich selbst gründete zusammen mit einigen Freunden eine Punkband, andere malten, wieder andere übten sich in Theater- oder Aktionskunst. Ein wesentlicher Faktor dabei, war der Dialog zwischen der Jugend und der übrigen Gesellschaft. Ein Dialog, der, wenn er auch vielfach allzu provokant und oft einseitig war –, immerhin stattgefunden hat.

Ich habe, was die Literaturprojekte in den Frauenhaftanstalten anbelangt, Schülergruppen mit einbezogen. Die Schüler waren zwischen 15 und 20 Jahre alt. Gymnasiasten und Hauptschüler. Hier habe ich erfahren, wie sich die Jugendlichen unserer heutigen Gesellschaft zu den Themen „Kunst & Soziales“ stellen. Ich war erschrocken darüber wie „wenig“ ich hier vorfand. Doch kamen wir bald in einen guten Dialog und es entstand mehr und mehr –, sowohl Interesse als auch gegenseitige Empathie bei der Zusammenarbeit mit den Frauen und den Jugendlichen. – Bedenken wir hierbei doch einmal die „Themen“ die die Jugend von heute bewegt, und deren Werte. Was die politische Einstellung betrifft, was das gesellschaftliche Miteinander betrifft, was Kunst & Kultur betrifft. Zu Letzterem ein Ausschnitt aus unserer UMBRA kunstfabrik-Präambel:

Die derzeit verbreitete sogenannte Massenkultur fördert unreflektiertes Rezipieren von Film und Musik, Literatur, Tanz. Durch die Massenkultur wird eine Hochglanz-Konsumwelt vorgegaukelt, die eine Leitbildfunktion für Kinder und Erwachsene hat. Viele können sich nicht dem Zwang entziehen, an der verflachenden Massenkultur teilzunehmen. In den Fernsehwelten wird die Scheinwelt einer Hochglanz-Ästhetik produziert. Die Teilnahme an Kultur ist eng mit dem Konsumieren bestimmter Produkte verbunden. Das bleibt nicht ohne Auswirkung auf die Bevölkerung. Menschliche Bedürfnisse, zu denen auch künstlerische Selbstäußerungen als unverzichtbarer Bestandteil reflektierten Seins gehören, werden von Konsumwünschen überdeckt.

Dem entgegenzutreten ist einer unserer Beweggründe unsere Kunst anzuwenden. Wir sind der Meinung, daß es notwendig ist, gerade in unserer heutigen Gesellschaft, angesichts jener oben angeführten „Strukturen“ & „Zustände“, mit ihren oberflächlichen Wegschmeißwerten, gegenzusteuern und in einen Dialog zu treten mit verschiedensten Menschen, die Kunst & Kultur innerhalb eines sozialverträglichen Miteinanders entwickeln.

Die Menschen, mit denen wir vornehmlich unsere Kunst entwickeln wollen, sind „besondere Menschen“. Wie es auch die inhaftierten und ehemals inhaftierten Frauen sind, mit denen ich literarisch zusammengearbeitet habe. Weitere „besondere Menschen“ sollen hinzukommen und sind schon jetzt von uns eingeladen. Wenn wir von jenen „besonderen Menschen“ reden, so sprechen wir von Menschen, die in der Tat, ganz bestimmte Besonderheiten mit sich bringen.

An dieser Stelle erscheint es mir unumgänglich, eine kurze Anmerkung über „Begriffe“ zu machen: Wir kennen alle den Begriff „Randgruppen“. Wir kennen die Begriffe „Außenseiter“, oder „Außenseiter der Gesellschaft“. Was denken wir, was assoziieren wir, wenn wir diese Begriffe hören? Sind sie nicht unfehlbar negativ behaftet? Sich mit diesen Begriffen einmal aus einer anderen Sicht auseinanderzusetzten, wäre sicher ein guter Schritt in eine gute Richtung. Gerade in der heutigen Zeit, sind wir schnell dabei neue Begriffe zu kreieren. Ob es den jeweiligen Menschen, die davon betroffen sind gut tut, ist mehr als fraglich, denn hinter den neuen Begriffen steht oftmals das besondere Aufzeigen dessen, daß sie von den anderen abgegrenzt sind, und so wird es für den Betreffenden besonders spürbar. So spricht man auf einmal vom türkischen Gemüsehändler mit seiner Familie von „Menschen mit Migrantenhintergrund“, Menschen ab einem gewissen Alter bekommen in Restaurants „Seniorenteller“ angeboten –, ganz zu schweigen von den neuen Begrifflichkeiten die man den Menschen anhaftet, die in irgendeiner Weise anders sind, anders leben, weil sie „gehandicapt“ sind –, gesundheitlich, geistig, finanziell, sozial, oder sonst wie. Hier spricht man schnell von sogenannten „dysfunktionalen Lebenswelten“.

Was also hat es damit auf sich, mit Menschen kreativ zusammenzuarbeiten, die sonst von der Gesellschaft eher „marginalisiert“ werden, als daß man ihnen Beachtung schenkt? Sie haben etwas Besonderes zu sagen, sie haben uns etwas zu sagen. Sie tragen ganz besondere Geschichten mit sich, innerlich wie äußerlich. Somit haben sie ganz besondere Geschichten zu erzählen und haben auch vielfach besondere Fähigkeiten entwickelt, wie sie ihre Geschichte zu Tage fördern. Viele davon mit den Mitteln der Kunst. Andere würden auch gerne die Mittel der Kunst wählen, benötigen dazu aber Unterstützer und Helfer. An dieser Stelle möchte sich die UMBRA kunstfabrik einbringen, und zusammen mit diesen besonderen Menschen jene besondere Kunst entwickeln, die vielleicht einmal UMBRA-Kunst genannt wird, wer weiß – und es würde zumindest sofort klar sein, was damit gemeint ist. Mit jener sozialen Kunst in einen Dialog mit der Gesellschaft zu treten, um Sprachlosigkeit, Ausgrenzung & Intoleranz zu überwinden –, hin zu einem Miteinander das allen Freude bereitet, ist einer unserer Kernziele.

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