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Yaam

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Über uns

Profil und Geschichte der Kultur- und Jugendarbeit des sozialen Projekts YAAM

@ Arena
1994 wird das YAAM (Young African Arts Market) als Kultur- und Jugendverein in der Eichenstr. 3 (jetzige ARENA) gegründet und wird schnell zu einem beliebten Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene verschiedener Nationalitäten. Afrikanisches und karibisches Kunsthandwerk und Kulinarisches tragen dazu bei, dass der Ort bald auch eine wichtige Begegnungsstätte für eine Afro-Karibische Community ist. Eine Plattform für Musik von jungen lokalen Künstlern entsteht; hier lernen sich z.B. die Musiker von Culcha Candela und Seeed zum Teil kennen und haben ihre ersten Auftritte als Band im YAAM. Künstler wie u.a. Jim Avignon geben Workshops und Ausstellungen und sind verantwortlich dafür, dass sich das YAAM innerhalb kürzester Zeit als wichtiger Vernetzungsort in der Künstlerszene etabliert. Auch Sport jeder Art wird betrieben, besonders Basketball nimmt einen großen Stellenwert ein und Stars wie Dirk Nowitzki (ein NBA Spieler, der als einer der besten Basketballspieler aller Zeiten gilt) und Henning Harnisch (Vizepräsident von ALBA Berlin) erscheinen bei den mittlerweile legendären Turnieren im YAAM.

Nach dem Aufenthalt in der Cuvrystrasse (siehe unten) beginnt eine Odyssee, die das Überleben des YAAM bedroht. Mit der inzwischen in der Eichenstrasse etablierten ARENA wird 1999 eine temporäre Lösung am alten Ort gefunden, was jedoch die Entwicklungsmöglichkeiten des YAAM erheblich einschränkt. Trotz der prekären Lage werden legendäre Konzerte von internationalen und nationalen Künstlern wie z.B. Seeed oder Fat Freddy´s Drop organisiert.
Lokale Politiker aus Kreuzberg, Treptow und Friedrichshain können dem YAAM nicht zu einem eigenen Gelände verhelfen, das YAAM veranstaltet an verschiedenen Orten (Steinhaus, Tempodrom, Böcklerpark) und überlebt nicht zuletzt dank engagierter Hilfe vieler ehrenamtlicher Unterstützer.

Seit Anfang 2000 kooperiert das YAAM mit der ARENA. Ohne Aussicht auf Unterstützung durch Bezirk oder Senat ist werden Bemühungen um ein eigenes Gelände im innerstädtischen Bereich unternommen. In Sonntagsreden seitens der Politik wird Eigeninitiative und ehrenamtliche Jugendarbeit immer gelobt. YAAM macht genau das – ohne je einen Cent öffentlichen Geldes gewollt zu haben. Doch wer kein Kostgänger der öffentlichen Hand ist, hat offenbar keine politische Unterstützung verdient. YAAM als multikulturelles Projekt, das Jugendliche tatsächlich erreicht und im besten Sinne für Streetcredibility steht, wäre ein Modell für Jugendarbeit in Zeiten knapper Kassen – wenn Politiker auch Projekte wahr nähmen, die nicht als Aktenordner im Behördenregal stehen.


@ Cuvrystr.
Immer in Bewegung – das gilt für die Menschen auf dem YAAM, aber auch für das YAAM selbst. 1996 heißt es Aufbruch zu neuen Ufern – in die Cuvrystraße. Nur wenige hundert Meter vom alten Gelände entfernt wartet eine große Herausforderung: 12.000 Quadratmeter Grund und 20.000 Quadratmeter alte Industriehallen. In kürzester Zeit entsteht ein Ort der Kommunikation, Menschen und Initiativen aus der ganzen Stadt kommen zusammen und gestalten dieses riesige Gelände.

Innerhalb weniger Monate werden Kunstausstellungen organisiert, Theatergruppen spielen, Karnevalsgruppen schaffen ihre Kostüme, Percussion-Bands proben, das Office (der Club im Club) entsteht und schon wenige Wochen nach dem Umzug findet die DJ-CULTURE statt, ein dreitägiges Festival, auf dem unter anderem Grandmaster Flash auftritt und welches 10.000 Besucher anzieht.

Ein großer Strandbereich und vielfältige Sportmöglichkeiten machen aus dem YAAM eine Stätte der Naherholung inmitten des Wrangelkiezes, den Politiker schon mal nebenbei als Ghetto brandmarken. Das YAAM wird ebenso zum Ausflugsziel der Kinder und Schülerläden der näheren und weiteren Umgebung, wie auch vieler Jugendlicher und Erwachsener.

Ende 1998 geht die Zeit der Zwischennutzung des Geländes in der Cuvrystraße viel zu früh zu Ende. Das YAAM hält sich an seine Verträge und macht einem geplanten Einkaufszentrum platz – das bis heute nicht gebaut wurde. Dieses Gelände, das durch das YAAM eine wichtige Freizeit- und Begegnungsstätte für ganz Berlin wurde, liegt immer noch brach.



@ Ostbahnhof
Und so findet das unermüdliche “YAAM-Projekt” eine neue Bleibe auf einem ebenfalls ehemalig industriell genutzten Gelände am Stralauerplatz 35 in Berlin Friedrichshain. Wieder heißt es monatelange Arbeit für alle YAAM-Mitarbeiter um eine komplett neue Infrastruktur auf der Brache zu errichten. Inzwischen hat sich dieses Gelände durch ihren tatkräftigen Einsatz zu einer kleinen Oase inmitten der Großstadt entwickelt und das Projekt hat endlich einen Ort, auf dem es sich ganz entfalten kann.
Das Gelände ist nahezu perfekt. Neben einem Club gibt es zusätzlich einen Strand mit direktem Zugang zur Spree, sowie verschiedenste Möglichkeiten Sport zu treiben, wie Streetball, Speedminton, Skaten, Volleyball, Fußball und einige mehr. Das ermöglicht Jugendarbeit und Streetsoccer- und Basketballturniere, oft auch in Kooperation mit den Straßensozialarbeitern von „Gangway“ und „Outreach“ und Hilfsorganisationen wie z.B. „Care“ oder „Basketball Aid“. Das Gangway Team aus Kreuzberg-Friedrichshain bezieht die „Soziale Hütte“ am Strand und bietet von dort aus Beratung und Unterstützung für Jugendliche an. Jeden Samstag werden von Profiboxer Charles Graf Box- und Fitnesskurse für Kinder und Jugendliche abgehalten. Auch professionelle Rechtsberatung in Sachen Ausländerrecht und Deutschkurse finden hier statt. In der „Kidzcorner“, einem Bereich ausschließlich für Kinder, finden Trommel-, Capoeira-, Hula Hoop und Tanzkurse statt und jeden Sonntag , dem „YAAM-Family-Day“ wird kostenlose Betreuung und Clowning angeboten. 2006 erhält das YAAM für seine Verdienste um das friedliche Zusammenleben Jugendlicher unterschiedlicher Herkunft den 1. Platz des Mete-Eksi-Preises. Regelmäßig werden Charity Events realisiert zur Unterstützung von Organisationen wie „Ärzte für die dritte Welt“ oder „Barfuss für Afrika“.

Die YAAM Außen- sowie Innenfassade, unweit von der East Side Gallery entfernt, ist eine der größten Outdoor Graffiti Galerien Europas. Renommierte Künstler reisen an, um sich hier auf einem Teil der „Mauer“ zu verewigen. Berliner Graffiti-Sprüher geben sowohl Workshops für Kinder und Jugendliche, als auch für spanische und französische Manager, die extra dafür anreisen, um ein authentisches Berlin Erlebnis zu erfahren. Lokale und internationale Künstler nutzen das YAAM als Plattform und Treffpunkt für musikalische Projekte – für Aufnahmen gibt es zwei Tonstudios vor Ort und die Bühne wird auch außerhalb der Öffnungszeiten für regelmäßige Jam-sessions und Bandproben genutzt. Das YAAM wird zu einem begehrten Auftrittsort für internationale Stars und erreicht den Ruf, der Reggae und Dancehall Clubs Nr.1, in Deutschland zu sein. Hochkarätige Musiker wie unter anderem Yellowman, Frank Dellé, Demba Nabé, Nneka, Tanya Stevens und The Skatalites treten auf und vertreten die karibische und afrikanische Kultur im YAAM auf musikalischer Ebene. Während der Leichtathletik-WM 2009 ist es dem jamaikanischen 100 Meter Weltrekordhalter Usain Bolt ein inneres Bedürfnis, im YAAM aufzulegen und sich unter seine Fans zu mischen.

Zusätzlich zu den über 20 Festangestellten bietet das YAAM Arbeitsplätze für weitere 50 studentische Hilfskräfte, freiberufliche Mitarbeiter und Beschäftigte aus sozialen Maßnahmen. Weiterhin entwickeln sich über die Jahre aus der afrikanisch-karibischen Community im YAAM einige professionelle „Micro-Business Stände“ – ganze Familien leben von dem Verkauf der traditionell zubereiteten Gerichten der „Restaurants“ auf dem Marktplatz im Hof. Besonders attraktiv ist die zentrale Lage mit dem Ostbahnhof direkt gegenüber, ohne dass man innerhalb des Geländes beeinträchtigt wird vom hektischen Treiben und dem ihn umgebenden Verkehr. Doch auch dieser Platz soll einer kommerziellen Nutzung, einem Bau dreier Bürohäuser, weichen.

Am 10.10.2012 erhält das YAAM die Kündigung mit der Aufforderung, das Gelände innerhalb von 60 Tagen zu räumen, obwohl von Anfang das Interesse bestand, das Gelände zu mieten, bis konkrete Bauvorhaben umgesetzt werden sollen (und dies auch vereinbart wurde) und obwohl es bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal einen Käufer gibt. Nachdem die Zwischennutzung des Grundstücks in der Cuvrystraße nicht verlängert wurde und dieses immer noch brach liegt, und nun scheinbar nach dem gleichen Muster das YAAM vom Spreeufer weichen soll, ohne dass Pläne für die weitere Verwendung bestehen, ist es höchste Zeit für Unterstützung seitens des Senats und des regierenden Bürgermeisters. Es darf nicht sein, dass einerseits funktionierende Konzepte für Kinder- und Jugendarbeit und Integration als wichtig erkannt werden, andererseits bereits erfolgreich über Jahre betriebene und selbstfinanzierte Arbeit auf diesem Gebiet immer wieder gestoppt wird. Das YAAM – insbesondere an seinem jetzigen Standort – war und ist eine der multikulturellsten und integrativsten Stätten für Freizeitaktivitäten und Begegnungen von Menschen aller Altersgruppen und Nationalitäten und ein Aushängeschild von Berlin und ganz Deutschland. Seit acht Jahren wird der Standort stetig weiter ausgebaut und es entstehen immer weitere Projekte auf dem Platz. Die Kosten eines Umzuges würden bei mehreren Hunderttausend Euro liegen und abgesehen davon, dass es kein Ausweichgelände gibt, würde ein Umzug die Arbeit auf geraume Zeit lahm legen, wenn nicht sogar dem YAAM den Todesstoß versetzen.

Kontakt

Stralauer Platz 35
10243
Berlin
Deutschland

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