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gegen-missbrauch e.V.

wird verwaltet von Maike K. (Kommunikation)

Über uns

Gründungsgeschichte & Philosophie

Als 2001 alle Welt wegen der schrecklichen Ereignisse des 11. September in den USA trauerte, fragten sich Ingo Fock und Isabel Brockhöfer, beide Überlebende sexueller Gewalt in der Kindheit und Jugend, eine philosophische Frage: Wieso trauern wir Menschen nur um diese Art einmaliger Katastrophen, nicht aber um das tägliche Leid auf der Welt. Natürlich gibt es verschiedene Arten des Leids - und man kann eben nicht die ganze Welt retten.

Wenn jedoch jeder einen eigenen kleinen Beitrag leisten würde, um sie besser zu machen, könnten schon Berge versetzt werden. Und um dies zu tun, müssen wir nicht in fremde Länder schauen – Leid finden wir leider ganz unkompliziert direkt vor unserer Haustür.

Es entstand innerhalb kürzester Zeit ein Trailer zum Thema sexueller Missbrauch, der den anderen Kurzfilmen zum World Trade Center ungeahnte Konkurrenz machte, indem er im Internet ein Feuer an Reaktionen entflammte.

Unglaublich viele Menschen reagierten mit Mails und sogar Anrufen und fragten, welche Organisation diesen Trailer initiiert hat und wie die Internetseite lautet. Eigentlich war es weder geplant, eine Organisation zu sein, noch eine Internetseite zu diesem Thema zu betreiben.

Doch erstens kommt es anders…
Im Februar 2002 ging die Internetseite www.gegen-missbrauch.de online.

Diese bot ein damals einmaliges umfangreiches Informationspotenzial rund um das Thema sexueller Missbrauch. Auch unvorhergesehen: Schnell wurde aus den interaktiven Bereichen Forum und Chat eine stark wachsende Selbsthilfeplattform. Die Zahl der Anrufer stieg ebenfalls an und, war www.gegen-missbrauch.de die größte deutsche Plattform im Internet zum Thema Missbrauch.

Aus privater Tasche konnten die beiden Initiatoren das Ganze irgendwann nicht mehr finanzieren – so fand am Wochenende des 19. / 20. Juli 2003 das lang ersehnte Gründungstreffen statt, zu dem sich 8 Gründungsmitglieder zusammen setzten, um ihrem Verein "gegen-missbrauch e. V." mit dem Hauptsitz in Göttingen den letzten Schliff zu geben.


Was macht gegen-missbrauch.de?

Wir bieten Präventionsprojekte
Wir vermitteln zu Hilfsangeboten vor Ort
Wir unterstützen bei Problemen mit Krankenkassen zwecks Therapieübernahme
Wir begleiten Betroffene vor Ort zu allem, wo sie hin begleitet werden möchten (Ärzte, Beratungsstellen, Behörden, etc.)
Wir bieten schnelle, individuelle, unkomplizierte Hilfe für Betroffene (z. B. Übernahme von Therapiekosten, zinslose Darlehen, etc.)
Wir nehmen jährlich am Deutschen Präventionstag bei

Einen weiteren Überblick erhalten Sie in den Auszügen der Tätigkeitsberichte des Vereins.

Im Internet wird Überlebenden die Möglichkeit gegeben sich auszutauschen und gemeinsam mit ihnen geeignete Hilfe und Beratung zu finden... viele gehen hier ihre ersten Schritte, was die Vergangenheitsbewältigung angeht. Dabei ist es den Initiatoren jedoch wichtig, immer wieder darauf hinzuweisen, dass die Internetplattform KEINE Alternative zu einer Therapie oder ähnlichem ist! Hier können lediglich Wege aufgezeigt werden, jedem wird zugehört und in der inzwischen großen Gemeinschaft hilft jeder jedem. Es wird versucht die Betroffenen zu informieren und ihnen Ängste und Vorurteile zu nehmen, was das Hilfeangebot im realen Leben betrifft.

Der Tag hat 24 Stunden...mindestens 10 zu wenig, als die Mitarbeiter von www.gegen-missbrauch.de eigentlich bräuchten, um den Anfragen und Bedürfnissen aller gerecht zu werden. Fast rund um die Uhr wird die Internetseite betreut, Postings müssen gelesen und beantwortet, das Gästebuch auf ungebetenen Inhalt gecheckt bzw. beantwortet, E-Mails bearbeitet werden; Ingo Fock erhält im Hauptsitz in Göttingen zahlreiche Anrufe pro Tag!

Es ist nicht mehr einfach nur eine Idee - es ist inzwischen harte Arbeit, die die Begründer aber auch nicht missen wollen.


Hintergrund / Handlungsbedarf

Dunkelziffern sagen, dass 200.000 - 320.000 Kinder jährlich in Deutschland sexuell missbraucht werden - eine Altersgrenze nach unten gibt es dabei nicht. Diese Zahl ist eine Hochrechnung vom Bundeskriminalamt - die Zahl der tatsächlich zur Anzeige gebrachten Fälle (ca. 18.000) mal Faktor 20 (geschätzte Dunkelziffer). Man geht davon aus, dass alle 2 Minuten ein solcher Übergriff stattfindet und dass in jeder Kindergartengruppe und Schulklasse statistisch gesehen ein Opfer zu finden ist. Jedes 4. Mädchen und jeder 7. Junge werden statistisch gesehen im Laufe ihrer Kindheit/Jugend Opfer eines sexuellen Übergriffs.

Betroffen sind Jungen und Mädchen, Täter findet man in allen gesellschaftlichen Schichten, jeder Altersgruppe und jeden Geschlechts. Die Übergriffe finden zu 90 % in dem familiären Umkreis der Betroffenen statt, das heißt, meistens kennen die Betroffenen den oder die Täter (Vater, Mutter, Onkel, Tante, Opa, Oma, Freund des Vaters etc.)

Das sind alles Zahlen, Statistiken - manch einer schüttelt ungläubig den Kopf. Diese Plattform ist jedoch der Beweis, die Untermauerung für all diese Statistiken. Die Erfahrung seit 2002 zeigt uns: fast alle User in unserem Forum sind Betroffene. Die wenigsten von diesen Betroffenen haben den oder die Täter angezeigt. Bei fast allen fand der Missbrauch im familiären Umfeld statt. 2010 sind es über 2400 User.
Sexueller Kindesmissbrauch - wie er in der Amtssprache genannt wird - ist immer noch ein absolutes Tabuthema in unserer Gesellschaft. Wer will schon wahrhaben, dass es nicht der fremde Mann im Gebüsch ist - sondern dass die potenzielle Gefahr eher in den eigenen vier Wänden zu finden ist... Diese Tatsache bemächtigt die Täter noch mehr in ihrem Tun. Psychische und physische Druckmittel wirken. Es kommt nie ans Tageslicht. Die betroffenen Kinderseelen werden ihr Leben lang darunter zu leiden haben - die Täter bleiben ungestraft.

Reden hilft! Die Erfahrung zeigt: durch unseren offenen Umgang mit dem Thema wird das Schweigen zunehmend gebrochen. Die Opfer tragen nicht die Schuld - also kein Grund, es für sich zu behalten.

Darum fordern wir auf:

!!! BRECHT DAS SCHWEIGEN - ES GIBT VIEL ZU TUN - PACKEN WIR ES AN !!!

Letzte Projektneuigkeit

Latest news

Spendengelder, die nicht mehr für das Projekt ausgegeben werden können

  betterplace.org-Team ..  14. Februar 2018 um 15:35 Uhr

Liebe Spender,
bei Projekten, bei denen Spendengelder über einen langen Zeitraum hinweg nicht angefordert wurden, sehen das Gesetz und unsere Nutzungsbedingungen vor, dass die Spenden von der gut.org gemeinnützigen AG (Betreiberin von betterplace.org) zeitnah für deren satzungsmäßige Zwecke verwendet werden müssen.

Deshalb setzen wir die noch nicht verwendeten Spendengelder für diese Zwecke ein

Vielen Dank für Eure Unterstützung,
das betterplace.org-Team

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