Deutschlands größte Spendenplattform

Bitte aktualisiere Deinen Browser

Wir wollen die Welt mit Dir zusammen besser machen. Dafür brauchen wir einen Browser, der aktuelle Internet-Technologien unterstützt. Leider ist Dein Browser veraltet und kann betterplace.org nur fehlerhaft darstellen.

So einfach geht das Update: Bitte besuche browsehappy.com und wähle einen der modernen Browser, die dort vorgestellt werden.

Viele Grüße aus Berlin, Dein betterplace.org-Team

Fill 200x200 logo

Árbol de la Esperanza e.V.

wird verwaltet von Christoph A. (Kommunikation)

Über uns

Schön, dass du zu uns gefunden hast!
Wir möchten dir hier das Kinderhaus Árbol de la Esperanza (Baum der Hoffnung) in Quito, Ecuador vorstellen. Das Haus bietet seit bereits 25 Jahren bis zu 30 Jungen im Alter von 6 und 20 Jahren, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr bei ihren Familien leben können, ein langfristiges, familiäres und geschütztes Zuhause. Viele der Jungen haben Gewalt, Missbrauch oder Vernachlässigung erfahren und auch zeitweise auf der Straße gelebt. Im Árbol können sie wieder Kind sein, zur Schule gehen und mit therapeutischer Unterstützung ihre Erlebnisse aufarbeiten. Manchmal können sie auch mit Hilfe unserer SozialarbeiterInnen vor Ort wieder in ihre Familie zurückkehren.
Die Jungen leben im Kinderhaus in drei verschiedenen Wohngruppen in einer Gemeinschaft mit bis zu 9 anderen Kindern, einem/r ErzieherIn sowie einem/r Freiwilligen zusammen. Anders als in vielen anderen Projekten können, die Jungen so lange im Árbol leben, bis sie ihre Zukunft selbstständig gestalten können.

Finanziert wird das Kinderhaus seit der Gründung ausschließlich durch die vielen Einzel- und Dauerspenden von Schulen, Vereinen und vor allem Privatpersonen, die von uns, als deutscher Förderverein „Árbol de la Esperanza“ koordiniert werden. Leider fiel der diesjährige Kassenbericht beunruhigend aus: die Kosten für Lebensmittel, Schulbildung und Gehälter vor Ort sind stark gestiegen. Zusätzlich steht der Eurowechselkurs seit Jahren ungünstig. Das zusammen führt dazu, dass wir mit den aktuellen Spenden die Ausgaben in Ecuador nicht decken können. Dadurch ist das Weiterbestehen des Kinderhauses akut gefährdet.

Aber das können wir mit deiner Hilfe ändern!
Schau dich auf unsere Seite um, lern unsere Projekte kennen und unterstütze die Bereiche, die dich besonders ansprechen. Da wir alle ehrenamtlich arbeiten, garantieren wir dir, dass deine Spende zu 100% bei den Jungs in Ecuador ankommt!

Letzte Projektneuigkeit

Latest news

Weihnachtszeit - eine besondere Zeit

  Arne B.  29. Dezember 2017 um 16:38 Uhr
Auszug aus dem Weihnachtsrundbrief von Angie Aretz
(Angie hat den Árbol 1991 gegründet und lebt und arbeitet als Erzieherin in einer Wohngruppe)

Liebe Freunde und Unterstützer des Árbol de la Esperanza, der Advent steht vor der Tür, in den 3 Wohngruppen im Árbol leuchten schon seit über 2 Wochen die Weihnachtsbäume, villancicos -Weihnachtslieder- ertönen zu den Hausaufgaben, in der Kleiderkammer haben wir erste Geschenke für die Jungen gesucht, es wird überlegt und geplant, was man als Wohngruppe zum Weihnachtsprogramm am 18. Dezember beitragen kann. Um Ihnen unsere Arbeit ein bischen begreifbar zu machen, möchte ich Ihnen Álvaro vorstellen und damit einen Einblick in ein exemplarisches Schicksal geben.

https://asset1.betterplace.org/uploads/project/image/000/045/620/155677/limit_600x450_image.png

Wie kommen die Kinder in den Árbol?
Álvaro kam im März 2016 am frühen Abend zu uns. Plötzlich hubt ein Polizeiauto vor unserem Tor, die Kinderschutzpolizisten bitten um Aufnahme des Jungen. Seit 1 ½ Tagen haben sie mehrere Heimeinrichtungen abgefahren, aber überall hiess es: „Kein Platz!“ „Nein, so grosse Kinder nehmen wir nicht auf! Nur bis unter 5 Jahren!“ Álvaro war zu diesem Zeitpunkt 6 Jahre alt. Ein Übergabeprotokoll muss unterschrieben werden, Foto mit Álvaro und mir als Beweis, dass ich nun die Verantwortung für den Jungen übernommen habe. Álvaro versteht garnicht, wo er ist, wer wir alle sind, warum er für ein Foto posieren muss. Dann endlich ist die Polizei weg und ich kann mich um Álvaro kümmern; schnell muss ich erfassen, ob dieser Junge vielleicht erst einmal eine Umarmung braucht oder aber ein Körperkontakt das völlig Verkehrte ist. Bei Álvaro war mir sofort klar, dass er nicht einmal ein Streicheln über seinen Kopf oder eine beruhigende warme Hand auf seiner Schulter zulassen würde.


Körper die sprechen
Obwohl Álvaro in den ersten Wochen nicht über sein Leben mit seiner Familie erzählt, spricht sein Verhalten Bände: Wie ein misshandeltes Tier ist er immer auf der Lauer, ob irgendjemand ihm zu Nahe kommen will; macht jemand eine ruckartige Bewegung, um zum Beispiel etwas zu ergreifen, geht er schreckhaft in Distanz. Keine Umarmung beim Zu-Bett-Bringen oder am Morgen, keine Nähe von mehr als 2 Metern lässt er zu. Sein Körper trägt Spuren von Schlägen mit Stöcken und anderen Gegenständen. Nach einigen Wochen fängt er an mir zu erzählen, was er alles erleben musste. Seine Mutter und sein Vater hatten regelrechte Rituale der Misshandlung: Sie banden ihn an einem Armstuhl fest und schlugen mit Stöcken, Lederriemen, Gürteln und Drähten auf den kleinen Körper ein, sie drückten seine kleine Hand in die Flamme des Gasherdes; der Vater trat gegen den Stuhl, sodass Álvaro durch das ganze Zimmer flog. Einmal brachte der Vater eine Pistole mit und steckte sie ihm in den Mund.


Unauslöschbare Spuren
Diese Erfahrungen von absolutem Ausgeliefertsein den Menschen gegenüber, die doch eigentlich
liebevoll und fürsorglich sein sollten, hat natürlich Spuren hinterlassen. Álvaro war bis Weihnachten nicht in der Lage, irgendeinem Menschen zu Vertrauen, darauf zu bauen, dass dieser Mensch ihm nichts Böses antun möchte.

Er ist voller Schmerz und Traurigkeit: Einen achtjährigen Jungen zu begleiten, der sich von der Terrasse stürzen möchte, weil sein Leben nichts wert ist und er nicht mehr Leben möchte ...
Er ist voller Wut auf Gott und die ganze Welt: Einen achtjährigen Jungen in einem Wutanfall zu begleiten, Proyektionsfläche zu sein und von ihm beschimpft, getreten und gebissen zu werden...
...ist nicht einfach!!!

Ich verschweige und verstecke nicht, dass es viele Momente in den 1,5 Jahren des Zusammenlebens gab, in denen ich nicht mehr konnte, ihn gerne gepackt und geschüttelt hätte, gehofft habe, dass an diesem Tag kein Wutausbruch kommen würde.


Veränderung durch Begungnung der besonderen Art
Álvaro ist bis heute ein ganz eigenes Kind, das einen ganz eigenen „trato“ – Behandlung braucht. Er muss immer noch Herr der Situation sein, ER muss die Entscheidungen treffen. Dies ist sehr typisch für Kinder, die schlimmste Misshandlungen erlebt haben. Aber in der Adventzeit des vergangenen Jahres hat etwas „Klick“ in ihm gemacht; unsere Impulse an den Adventsonntagen oder am Abend, die erste Begegnung mit Jesus, einem Kind, das da zur Welt kommen sollte, um bei uns zu sein und uns zu begleiten, dem wir alles, was in unserem Leben schief gelaufen ist und was wir falsch gemacht haben, an die Krippe bringen können ... und er uns verzeiht. In der ersten Dezemberwoche, als Álvaro um Mitternacht immer noch nicht einschlafen konnte, weil die Angst vor seinen Alpträumen ihn wach hielten, las ich ihm eine Geschichte von einem Engel vor. Er fragte mich: „Was ist ein Engel, Angie?“ Ich erklärte ihm, dass Gott für jeden von uns einen Engel schickt, der nur für uns da ist und uns immer begleitet. Diese Nachricht war erhellend für ihn. Er sprach davon, dass das Christkind ihm sympatisch wäre, ..., und mit seinen gerade 7 Jahren verlor er sich in philosophischen Gedanken, dass er vielleicht mit dem Christkind neu zur Welt kommen könnte, ohne Ängste und Alpträume, ohne jede Nacht ins Bett zu machen, ohne Wutausbrüche; das er vielleicht auch glücklich sein könnte und ein gutes Kind, ... , irgendwann. Tagtäglich kämpft Álvaro um diese neue Geburt; er trägt immer noch viel Schmerz und Wut in sich. Manchmal kommt diese Wut noch unkontrolliert aus ihm raus. Aber seltener! Heute lässt er sich in diesen Momenten begleiten und besänftigen. Und in vielen Momenten ist er einfach ein fröhliches ausgelassenes Kind, dass spielt und tobt, Quatsch macht, rumtollt ... und ein Kind, dass mit einer besonderen Intelligenz beschenkt ist: Es macht Spass, mit ihm zu lernen, weil er alles sofort begreift und in sich aufsaugt und abspeichert. Ich hoffe, dass Álvaro sich auch in den kommenden Jahren begleiten lässt auf seinem noch langen Weg, traumatische Erfahrungen zu verarbeiten und damit leben zu lernen – denn vergessen kann man nicht!




Die gesamte Arbeit des Kinderhauses in Quito, Ecuador wird durch den deutschen Verein finanziert. Jeder noch so kleine Betrag hilft uns weiter. Neben den Projekten, für die wir um deine Spende bitten, haben wir noch weitere regelmäßige Ausgaben für Gehälter, Strom, Wasser und vieles mehr. Da alle Mitglieder des Vereins sich ehrenamtlich engagieren, kommen alle Spenden ohne Abzug von Verwaltungskosten direkt den Kindern im Kinderhaus Árbol de la Esperanza zugute.

Für weitere Infos schau doch auf unserem Organisationsprofil vorbei oder besuche uns auf:
www.arbol-de-la-esperanza.de 





weiterlesen

Kontakt

Calle 18
Quito
Ecuador

Kontaktiere uns über unsere Webseite