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Árbol de la Esperanza e.V.

wird verwaltet von Christoph A. (Kommunikation)

Über uns

Schön, dass du zu uns gefunden hast!
Wir möchten dir hier das Kinderhaus Árbol de la Esperanza (Baum der Hoffnung) in Quito, Ecuador vorstellen. Das Haus bietet seit bereits 25 Jahren bis zu 30 Jungen im Alter von 6 und 20 Jahren, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr bei ihren Familien leben können, ein langfristiges, familiäres und geschütztes Zuhause. Viele der Jungen haben Gewalt, Missbrauch oder Vernachlässigung erfahren und auch zeitweise auf der Straße gelebt. Im Árbol können sie wieder Kind sein, zur Schule gehen und mit therapeutischer Unterstützung ihre Erlebnisse aufarbeiten. Manchmal können sie auch mit Hilfe unserer SozialarbeiterInnen vor Ort wieder in ihre Familie zurückkehren.
Die Jungen leben im Kinderhaus in drei verschiedenen Wohngruppen in einer Gemeinschaft mit bis zu 9 anderen Kindern, einem/r ErzieherIn sowie einem/r Freiwilligen zusammen. Anders als in vielen anderen Projekten können, die Jungen so lange im Árbol leben, bis sie ihre Zukunft selbstständig gestalten können.

Finanziert wird das Kinderhaus seit der Gründung ausschließlich durch die vielen Einzel- und Dauerspenden von Schulen, Vereinen und vor allem Privatpersonen, die von uns, als deutscher Förderverein „Árbol de la Esperanza“ koordiniert werden. Leider fiel der diesjährige Kassenbericht beunruhigend aus: die Kosten für Lebensmittel, Schulbildung und Gehälter vor Ort sind stark gestiegen. Zusätzlich steht der Eurowechselkurs seit Jahren ungünstig. Das zusammen führt dazu, dass wir mit den aktuellen Spenden die Ausgaben in Ecuador nicht decken können. Dadurch ist das Weiterbestehen des Kinderhauses akut gefährdet.

Aber das können wir mit deiner Hilfe ändern!
Schau dich auf unsere Seite um, lern unsere Projekte kennen und unterstütze die Bereiche, die dich besonders ansprechen. Da wir alle ehrenamtlich arbeiten, garantieren wir dir, dass deine Spende zu 100% bei den Jungs in Ecuador ankommt!

Letzte Projektneuigkeit

Latest news

„Ich möchte Pilot werden! Können wir jetzt also bitte weiter Lesen lernen?“

  Arne B.  22. April 2018 um 18:05 Uhr
Auszug aus einem Rundbrief von Sabine, eine unserer Erzieherin im Árbol (März 2018)

In den Februarferien besuchte ich mit den sechs Jungen meiner Wohngruppe das Luftfahrt-Museum der ecuadorianischen Luftwaffe. Während ich mich mit sehr zwiegespaltenen Gefühlen auf den Weg machte, da mir sowohl der ecuadorianische Patriotismus als auch die Glorifizierung von Waffengewalt fern liegen, waren die Jungen Feuer und Flamme. Sie wussten, dass in diesem Museum echte Flugzeuge ausgestellt sind. Sie waren total aufgeregt, zum ersten Mal ein richtiges Flugzeug aus der Nähe sehen und vielleicht sogar anfassen zu können.  

Sogar John (8 Jahre) [*Name geändert*], der fieberhaft darauf wartet, ab Ende Juni wieder bei seiner Mutter leben zu können und dieses Warten oft nicht aushalten kann, war voller Vorfreude. 
John lebt seit Ende Juli in meiner Wohngruppe. Als er im Sommer zu uns kam, hatte er Angst vor seiner Mutter; wollte nicht, dass sie ihn findet und wollte auf keinen Fall zu ihr zurückkehren. Das Leben in Gewalt und Armut hatte er über. Er wollte nicht mehr an einer Ampelkreuzung arbeiten müssen, um das Essen für die Familie mit zu verdienen. Er wollte einfach nur Kind sein. Und obwohl er sich die ersten Wochen vehement gegen Erinnerungen an seine Familie wehrte, kehrte rasch der Wunsch nach Kontakt zu seiner Mutter zurück. So war er überglücklich, sie regelmäßig sehen und Zeit mit ihr verbringen zu können. Während die Mutter anfangs fast wöchentlich zu Besuch kam, war diese Motivation nach wenigen Monaten erloschen. Die Mutter meldete sich nur sporadisch und lehnte jegliche Angebote zur Arbeit mit dem Fachteam des Árbol ab. Eine kaum auszuhaltende Zeit für John. 

Als wir in Vorbereitung auf die richterliche Anhörung zur Klärung des weiteren Vorgehens die Berichte des Fachteams des Kinder- und Jugendgerichtes lasen, war uns schnell klar, dass die zuständige Richterin einer Rückkehr zur Familie zustimmen würde. Wir selbst sahen dieser Entscheidung mit Bauchweh entgegen. Natürlich war uns klar, dass das Recht von John auf ein Leben mit seiner Familie den höchsten Stellenwert hat. Wir sahen aber auch, dass die Mutter jegliche Zusammenarbeit verweigerte und eine Änderung der Problematik in dieser Familie nicht sichtbar war. So war unsere Sorge um John weiterhin groß. Darüber hinaus beunruhigte uns auch die schulische Situation von John. 

Einige von euch werden sich vielleicht erinnern, dass ich schon einmal davon berichtet hatte, dass John, trotzdem er zum dritten Mal das zweite Schuljahr besucht, Ende des letzten Jahres immer noch nicht Lesen, Schreiben und Rechnen konnte – eine Problematik, die in bisheriger fehlender Unterstützung und einem verhärteten geringen Selbstbewusstsein begründet lag. Aufgrund der hohen schulischen Anforderungen und der Menge an Hausaufgaben war es mir kaum möglich, am Nachmittag Förderunterricht mit ihm zu machen. Erst als im Februar die Richterin tatsächlich die Rückkehr in die Familie anordnete und wir gemeinsam mit Gericht und Mutter entschieden, dass eben diese Rückkehr erst nach Schuljahresende erfolgen würde und unmittelbar an die Alphabetisierung gekoppelt wäre, konnten wir auch die Schule zu einer Zusammenarbeit motivieren. Nicht nur, dass John´s Klassenlehrerin nun einen gesonderten Lernplan für ihn entwickelt hat; sondern auch die Erlassung aller Hausaufgaben konnten wir erreichen, sodass ich die Zeit am Nachmittag mit ihm für Förderunterricht nutzen kann. Letzte Woche haben wir die erste richtige Geschichte gelesen! 

Und so schließt sich der Kreis. Als John in dem Luftfahrt-Museum mit großen staunenden Augen zum ersten Mal ein echtes Flugzeug sah und in einem Flugsimulator eine fast perfekte Landung vollbrachte, war der Wunsch geweckt, Pilot zu werden. Dass es dafür unabdingbar ist, Lesen und Schreiben zu können, motiviert ihn täglich. Und so anstrengend die Vorbereitungen des Lernmaterials und die vielen Lernstunden für uns beide zeitweise auch sind, so glücklich macht mich doch das wissen, dass John im Sommer zu seiner Mutter zurückkehren kann und mir von dort aus, wie schon fest versprochen, einen echten handgeschriebenen Brief wird schreiben können. Dass sich nun auch die Mutter regelmäßig psychologische Unterstützung holt, ist darüber hinaus ein gutes Zeichen
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Quito
Ecuador

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