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Deutschlands wilde Tiere schützen. Ihre Lebensräume erhalten und für sie neue Lebensräume schaffen. Andere Menschen für die Schönheit und Einzigartigkeit von Rothirsch, Feldhamster, Luchs, Wildbiene oder Schreiadler begeistern. Der Naturentfremdung – vor allem bei Kindern und Jugendlichen – entgegenwirken! Dafür setzen sich die Mitarbeiter der Deutschen Wildtier Stiftung ein.

Letzte Projektneuigkeit

Wildbiene des Monats Juni 2021: Die Große Spiralhornbiene

  B. Vajen  25. Juni 2021 um 12:58 Uhr

Die Große Spiralhornbiene zählt zu den seltensten und auch merkwürdigsten Wildbienenarten in Deutschland. Den Namen verdankt sie ihrem wesentlichen Erkennungsmerkmal, den auffällig spiralförmig zusammengerollten Fühlern, die allerdings nur die Männchen aufweisen. Bei den Weibchen sind die Fühler am Ende keulenförmig verdickt. Die etwa honigbienengroßen Wildbienen sind vollständig dunkel gefärbt. Ihr Kopf ist im Verhältnis zum restlichen Körper sehr klein, wodurch die Biene merkwürdig unproportioniert wirkt.

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Weibchen der Spiralhornbiene in einer Windenblüte. Der Hinterleib ist mehr als zur Hälfte von Windenpollen bedeckt.

Die Große Spiralhornbiene ist in Deutschland selten und auf das südliche Rheintal beschränkt. Dort kommt sie aktuell nur noch an ganz wenigen Standorten in Südbaden, Rheinland-Pfalz und Hessen vor. Die Art besiedelt sie vor allem sandige Böden und nistet in selbstgegrabenen Gängen auf sonnenbeschienenen, vegetationsfreien oder spärlich bewachsenen Flächen. 

Die Weibchen der Großen Spiralhornbiene sind streng spezialisiert und sammeln ihren Pollen ausschließlich an Winden (Convulvus), bevorzugt an Ackerwinden (Convulvus arvensis). Eine Besonderheit beim Pollensammeln macht es im Gelände besonders einfach die bedrohten Spiralhornbienen zu erkennen. Sie stürzen sich kopfüber und mit hoher Geschwindigkeit in die Kelche der Winden und streifen dort in kürzester Zeit den Pollen ab und fliegen dann die nächste Blüte an. Dabei fällt gleich die nächste Besonderheit der Weibchen der Spiralhornbiene auf. Sie sammeln den Pollen nämlich als einzige Bienengattung in Mitteleuropa mit dem gesamten Hinterleib, der gefiedert behaart ist. Dadurch sehen die Bienen wie gepudert aus, da beinahe der gesamte Körper mit Pollen bedeckt ist.

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Die Tiere stürzen sich kopfüber in die Blüte und bedecken sich über und über mit Pollen.

Auch unsere Wildbiene des Monats Juni ist ein gutes Beispiel für das enge Verhältnis zwischen Wildbienen und Wildpflanzen: Die Große Spiralhornbiene ist spezialisiert den Pollen von einer bestimmten Futterpflanze für die Versorgung der Brut zu sammeln. Für die Pflanzen ist die Bestäubungsleistung durch die Wildbienen für den Fortbestand wiederum wichtig. 

Wildbienen zu schützen ist immer auch ein Beitrag zum Erhalt der Pflanzenvielfalt. Jetzt ist gerade Hauptsaison und wir hegen und pflegen das geschaffene Wildbienenland und bauen es aus. Danke, dass Ihr Euch an unserer Seite engagiert!

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