Tag 15 meiner Tour entlang der deutschen Grenze
Von Hutthurm nach Cham, 120 km. Angenehm kühl ging es heute morgen gleich einmal bergab. Rechtzeitig habe ich noch nach oben geschaut um zu sehen wo es hin geht. Und der nächste Anstieg kam natürlich. Schön lang, wie Kaugummi gezogen. Davon sollte ich noch einige auf meinem Weg kennenlernen. Ein knallroter Ferrari auf einem Bauernhof mitten in der Pampa irritierte mich. Konzentriere dich Junge und fahr weiter. Ohne Vorwarnung tauchte dann eine Baustelle auf. Der Erdboden aufgerissen also kein weiterkommen. Eine Alternative suchen. Nach meinen bisherigen Erfahrungen kreiselt man da erst einmal rum bis der geplante Weg erreicht ist. So war es auch dieses mal wieder. Irgendwann landete ich dann auf dem Donau-Ilz-Weg. Bis Deggendorf sollte es mein Kurs werden. Wie sich herausgestellte eine ehemalige Bahntrasse. Mit historischen Hintergrund, die Hinweise konnte ich nicht übersehen. Hier ging der KZ-Transfer von Buchenwald nach Dachau lang. 5 Tage standen die Waggons hier und eine große Zahl an Menschen kamen schon hier um. Eine bedrückende Stimmung ergriff mich. Was Menschen anderen Menschen angetan haben und heute immer noch tun ist nicht zu verstehen. Mit den gewonnenen Eindrücken setze ich meine Fahrt. Ein Museum taucht plötzlich auf. Voll mit lauter Fluggeräten. Erbaut in gedenken des Erfinders vom Starfighter-Triebwerk, Gerhard Neumann. Dann war ich wieder an der Donau gelandet. Neben einer LKW-Kolonne auf der Autobahn bei Deggendorf fuhr ich auf dem freien Weg ins Stadtzentrum. Hier war es genauso voll wie in anderen Städten um diese Zeit. Allerdings wie man um 11:00 Uhr schon Mittag essen kann erschließt sich mir nicht. Raus aus der Stadt ging es jetzt richtig in die Berge. Was Komoot und die Beschreibung Fernradweg bezeichnen brachte mich zum fluchen. Da die Bundesstraßen sehr voll und gefährlich zu fahren sind sollen möglichst Nebenwege benutzt werden. Das sind dann Schotterpisten und Trampelpfade die einem alles abverlangen. Man hat immer das Gefühl gleich zu stützen. Aber es muss ja weiter gehen. Von oben sind die Aussichten in die Landschaft mit den Bergen dann versöhnlich. Den Moosbacher Pfahl muss ich noch erwähnen. Wenn ich das Bayerische Ehepaar dort nicht getroffen hätte wäre ich vermutlich daran vorbei gefahren. Auch so ein Ort mit Historischen Hintergrund. Ich glaube die Bilder sprechen für sich. Zum Schluss kam noch einmal mächtig viel Gegenwind auf, fast stürmisch radelte ich bis zu meiner Unterkunft. Servus, bis morgen 🙋♂️
