Tag 12 meiner Tour entlang der deutschen Grenze
Vom Riegsee nach Bad Feilnbach, 76 km. Am Morgen wurde ich um 5:00 Uhr vom Regen geweckt. Das hieß später alles nass einpacken. Wer schon mal gecampt hat weiß was das bedeutet. Erster Lichtblick war das wabern der Wolken mit Blick in die Berge. Als nächstes versperrte mit ein Band auf einen kleinen einsamen Bauernhof die Weiterfahrt. Der Bauer saß am Wegesrand und fragte mich ob ich es eilig habe. Ich verneinte und durfte so zusehen wie seine Kühe sich eigenständig auf den Weg zur Weide machten. Nachdem uns die letzte Kuh passiert hatte meine er jetzt fährst hinterher, nimmst am Ende das Sperrbändel ab und hängst es wieder ein. So einfach geht das dachte ich mir. Wieder ging es durch Wald und Weiden. An machen Stücken dachte ich mir, wenn du hier eine Panne hast oder stürzt findet dich kein Mensch. Dann gibt es wieder Menschen die schaffen Baumkunstwerke mitten im Wald. Erstaunlich, man rechnet nicht damit. Komoot ist manchmal schon lustig, führte mich die Strecke mitten durch die Fußgängerzone steil bergauf und natürlich für Radfahrer am Tage verboten zu fahren. Als Ziel stand heute ein Verwandtschaftsbesuch auf einem Campingplatz in Bad Feilnbach fest. Der Cousin meiner Frau, Ingo, ließ sich von seiner Frau mir entgegen bringen und so konnten wir zusammen die letzten 17 km der Tagesetappe radeln. Dort nam uns Betty in Empfang. Wenn mach sich länger nicht gesehen hat gibt es viel zu erzählen. Nebenbei verköstigte die beiden mich prächtig. Hier bleibe ich bis morgen und dann geht es weiter. LG Micha
