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Heimspiel

Anne Tessmer
Anne Tessmer schrieb am 18.10.2021


Der Rhein lag noch im Morgennebel, als ich mich am Samstag aus Köln in Richtung Bergisches Land verabschiedet habe. Durch den Platten am Vortag lagen 40 km zusätzlich vor mir.

Westlich von Wuppertal habe ich in den Oberschenkeln gemerkt, dass ich Anstiege gar nicht mehr gewohnt war. Dennoch habe ich das Auf und Ab in der bergischen Landschaft wahnsinnig genossen. Endlich wieder sportliche Herausforderungen, die mit Abfahrten belohnt wurden.

Das Ruhrgebiet hat mich mit wunderschönen Radstrecken überrascht. Ein Highlight war für mich das Wasserschloss Haus Weitmar mit seinem Schlosspark und seiner Kunst.

Je nördlicher ich kam, desto vertrauter waren Landschaft, Licht und Gerüche. Als gebürtige Münsteranerin fühle ich mich auch nach über 10 Jahren Frankfurt hier im Münsterland heimisch.

Ganz habe ich die 40 km nicht eingeholt. In Ascheberg war es so dunkel, dass ich mit der Bahn den Rest bis Münster gefahren bin. Leicht durchgefroren kam ich an. Dickes Danke an Linda und Chris für eure Gastfreundschaft und für die Badewanne!

Der Sonntag war ein echtes Heimspiel. Auf einer Alpaka-Farm hatte ich mir Socken gekauft und direkt über die Eisfüße gezogen. Vom Münsterland ging es dann ins Emsland. Dort bin ich am Fluss Hase aufgewachsen “wie im Bilderbuch”, wie eine Freundin mal sagte. 
 
Als ich in die Straße bog, in der mein Elternhaus liegt, war ich einfach dankbar für die großartige Kindheit, die ich hatte. Die Natur direkt hinterm Haus, gute Freunde in unserem Viertel und jede Menge Zeit für Abenteuer in selbstgebauten Höhlen. Genau deshalb gebe ich etwas zurück mit meiner Aktion.

Meine Tofiffee-Retro
🍫 Die Schokoladenseite: Zuhause ankommen, Mama und Papa fest umarmen.
🌰 Die Nuss, die ich geknackt hab: Zu akzeptieren, dass dieses Mal eben die Dunkelheit das Rennen gemacht hat.
🍮 Was kleben bleibt: Warme Füße sind das A und O.