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Premiere

Anne Tessmer
Anne Tessmer schrieb am 17.10.2021


„Ganz schön eintönig“ - so schilderte ich Freitagmorgen meiner Mutter die Tour entlang der Bundesstraßen und Schienen, die direkt am Rheinufer entlang führen. Ich ahnte nicht, dass der Tag auf der flachen Rhein-Strecke noch ein Auf und Ab der Gefühle werden würde.

Besonders bewegt hat mich der Blick auf die Ahr-Mündung. Die Spuren der Flut sind noch erschreckend deutlich. Der asphaltierte Weg unter der Brücke war weggerissen. Ein Platz mit ramponierten Autos. Häuser mit kaputten, zugeklebten Fenstern. Menschen, die einen Weg am Ufer freischaufelten. Kaum vorstellbar, was sie erlebt haben.

Auf der Höhe Köln kam nach einem heftigen Schauer nachmittags die Sonne raus. Am Kölner Rheinufer habe ich die Tour richtig genossen. Doch nur kurz. Denn auf der Höhe Deutz ließ sich das Rad plötzlich nicht mehr lenken. Der vordere Reifen komplett platt. Die Scherbe steckte noch drin.

In dem Moment war ich dankbar, dass es genau dort passiert war und nicht mitten  zwischen Köln und Düsseldorf. Ich habe  noch nie einen Reifen selbst geflickt. Immer nur zugeschaut. Was für ein Glück, dass meine Kölner Freundin Jana immer für spontanen Besuch zu haben ist. Hier konnte ich mir in Ruhe den Reifen vornehmen.

Mit Flickzeug und Reifenheber zur Hand habe ich mir eine Reihe YouTube-Tutorials angesehen. Das sah echt einfach aus (sieht es bei Alexander auch immer). So leicht war es für mich nicht. Am Mantel bin ich fast verzweifelt. 

Nach zwei Stunden und unzähligen YouTube-Wiederholungen war der Flicken dran und der Reifen wieder drauf. So, Premiere gemeistert. Jetzt muss die Luft nur noch halten.

Sie hält 😀! Die Tour konnte ich am nächsten Morgen fortsetzen. Spontan habe ich entschieden, vom Rhein Richtung Bergisches Land zu fahren. 

Meine Tofiffee-Retro
  • 🍫 Die Schokoladenseite: Mit Jana quatschen, lachen, kochen.
  • 🌰 Die Nuss, die ich geknackt habe: Nicht aufzugeben, auch wenn’s nicht auf Anhieb klappt und der Fingernagel bricht.
  • 🍮 Was kleben bleibt: Ich kann mich selbst überraschen, wenn ich hartnäckig dran bleibe.