Deutschlands größte Spendenplattform

Jeder Kilometer zählt ! Unser Mitglied Anne läuft!

Zurück zur Spendenaktion

Bericht vom zweiten Trainingslauf

Kerstin Türk
Kerstin Türk schrieb am 11.09.2021

Nur noch 1,5 Stunden bis zum Start heute. Zur Einstimmung auf die Riesentour lest Annes Bericht von ihrem zweiten Trainingslauf:
 
"Los geht’s! Meine zweite Tour führt entlang der Murr und dem Neckar.Ich freu mich riesig. Die Strecke ist etwas kürzer und hat weniger Höhenmeter als meine erste Trainingswanderung. Sie sollte in neun Stunden machbar sein. Allerdings bin ich diesmal alleine unterwegs. Deshalb Powerbank, Ladekabel, Handy… alles dabei. Das Wetter ist wieder gut, aber deutlich wärmer. Bis zu 32 Grad werden für heute erwartet. Mein Motto: Lieber schwitzen als frieren!
Es geht schon gut los! Schattenspiele. Selbst mit Sonnenrille eine echte Herausforderung für mich. Im Übrigen gehe ich die gesamte Strecke auf einem sehr beliebten und deshalb gut frequentierten Fahrradweg. Aus diesem Grund versuche ich mich möglichst immer an der rechten Kante zu orientieren. Gott sei Dank habe ich meine Wanderstöcke dabei, die ein Stück weit auch eine Tastfunktion übernehmen z.B. bei Straßen- und Bordsteinkanten.
Ein Blick auf die Uhr: Zirka dreieinhalb Stunden bin ich jetzt schon unterwegs. Nun überquere ich den Neckar und wandere die letzten 6,5 Kilometer rechts des Neckars entlang bis zur Wende. Noch schnell ein Foto von der Hängebrücke mit Sicht auf den Neckar.Langsam macht sich ein leichter Scheuerschmerz an beiden Fußballen bemerkbar.
Kurz vor der erneuten Überquerung der Hängebrücke ein letzter Rückblick auf den Neckar. Schööön! Oder? Weniger schön ist, dass ich nun auch noch ein Brennen an den Waden, Kniekehle und im Nacken verspüre. Trotz Eincremen habe ich mir wohl einen Sonnenbrand zugezogen. Und die Sonne scheint unermüdlich weiter von hinten drauf. Meine Wanderstöcke werden langsam zu Schleifstöcken. Der Schmerz an den Fußballen hat sich auch weiter verstärkt. Am liebsten würde ich nur auf den Außenseiten der Schuhe laufen. Oh man, hoffentlich schaut mir keiner zu. Noch 14 Kilometer bis zum Ziel. Das schaffst du Anne! Ich habe Kilometer 34 erreicht und stehe jetzt wieder vor der kritischen Stelle, an der ich mich schon auf dem Hinweg verlaufen habe. Schon mal davon gehört, dass der Rückweg anders aussieht als der Hinweg? 

Nach 11 Stunden und 13 Minuten habe ich mein Ziel erreicht. Ich bin wieder zu Hause. Ich kann euch sagen… den letzten Menschen den ich nach dem Weg gefragt habe, das war im eigenen Dorf. Ich habe meinen eigenen Wohnort nicht mehr erkannt. Auch wenn ich momentan nicht drüber nachdenken will, ich weiß, ich werde es wieder tun!

Fortsetzung folgt…"

WIr glauben: wenn es einer schafft, dann Anne! Alles Gute und bis morgen!