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#walktherhine - 1000km Rheinwanderung

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Die Woche danach

Pascal Weiß
Pascal Weiß schrieb am 30.09.2020

Auf den letzten Metern bis zum Ziel ist nichts mehr schief gegangen, von daher melde ich mich nun gesund und erholt von der warmen Couch.

Passend zum Zieleinlauf wurden auch die 4000€ erreicht. Da habe ich gedacht, dass einige SpenderInnen erst durch meine Ankunft überzeugt werden und habe das Ziel nochmal um 500€ hochgesetzt. Doch als ich das nächste Mal nachschaute, hatte sich das auch schon erledigt. Deshalb setze ich das Ziel jetzt noch ein allerletztes Mal hoch. Nach dem kommenden Wochenende werde ich dann die Aktion beenden. Also auch wenn ich mich jetzt erstmal nicht mehr bewege, dürft ihr gerne nochmal aktiv werden und ein letztes Mal euren engsten Vertrauten auf die Nerven gehen. Bevor ich euch dann auch in Ruhe lasse, gibt es noch die Endabrechnung auch mit allen Direktspenden, die nicht über diese Plattform liefen.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die durch ihre Unterstützung dazu beigetragen haben, dass meine Wanderung auch etwas sinnvolles bewirkt. Die Hilfe ist momentan enorm wichtig, worüber ihr euch auf den Seiten der Organisationen und in den sozialen Medien informieren könnt.
Doch im Kern ging es bei der Aktion nicht nur um das Spendenziel. Das hilft den Organisationen momentan enorm, da die Hilfe bitter nötig ist. Doch die Situation, wie sie nun schon viel zu lange ist, braucht vor allem Impulse die nachhalten und weitreichendere Veränderungen bewirken. 

Mir war von vornherein bewusst, dass es ein enormes Privileg ist eine solche Reise antreten zu dürfen. Es ist zwar schwierig eine genaue Zahl dazu zu nennen, aber ich schätze, dass nur ein geringer Bruchteil aller Menschen überhaupt die Gegebenheiten dazu hat. Wer Respekt vor meiner Leistung hat und meint, dass man das selbst nicht schaffen würde, dem danke ich zwar, aber appelliere dann daran zu denken, dass es viel schlimmere Reisen gibt, die nicht freiwillig angetreten werden.
Unterwegs wurde mir jedoch klar, dass es das höchste Gut ist, ein sicheres zu Hause zu haben und das Wissen, dass man jederzeit dorthin kann. Diese Möglichkeit haben viele Menschen nicht, weshalb sie sich auf Reisen begeben, die deutlich ungewisser sind als meine. Die Reisen sind lebensgefährlich, gerade weil sie kein sicheres zu Hause haben, wohin sie nicht wie ich zurückkommen können. 

Jeder Mensch hat es verdient ein sicheres zu Hause zu haben.

Jeder Mensch sollte ein zu Hause haben, wo er sich sicher fühlt. Egal wo auf der Welt. Und wenn ein Mensch diese Gegebenheiten nicht hat, ist das nicht sein Problem, sondern unser Problem. Denn durch unser Handeln und Nicht-Handeln sind wir mitverantwortlich dafür. Weil es uns so gut geht, geht es anderen Menschen so schlecht. Wer diese Ungerechtigkeit hinnimmt, ist Teil des Problems.

Meine Reise hat mich vor schwierige Situationen gestellt. Mein Haushalt war zehn Wochen lang in einem 50l Rucksack. Doch egal was war, ich wusste immer, dass ich einfach zurück zu meinem sicheren zu Hause kann. Und egal was man tut, wo man unterwegs ist oder wie groß das zu Hause ist, diese Tatsache ist das, worum es geht. Im Allgemeinen, aber auch bei meiner Aktion. Denn die Ursache, dass viele Menschen diese Möglichkeit nicht haben, lässt sich nicht durch einen Spendenlauf lösen, sondern nur durch eine Veränderung unseres Verhaltens. Man muss sich nur aus seiner Komfortzone heraustrauen, auch wenn es unbequem sein könnte und sich bewusst machen, dass man selbst auch etwas tun kann. Dazu braucht man auch nicht so eine verrückte Wanderung machen. Wenn man einfach seinen Alltag etwas bewusster gestaltet und mehr hinterfragt, ist schon der erste Schritt getan.

Deshalb ist mein Schlussappell, aber vor allem mein Wunsch an euch, dass (auch wenn meine Aktion nun vorbei ist und ich euch nicht mehr den Moralapostel vorspiele) ihr dieses Bewusstsein fortführt. Egal ob im Supermarkt, im sozialen Umfeld oder in der Freizeit. Man kann zwar nicht die Welt
retten, aber man kann versuchen die Welt gerechter zu machen. 


Jeder Mensch hat es verdient ein sicheres zu Hause zu haben.
 





1135km Wanderstrecke
68 Tage
30 Nächte Couchsurfing
20 Nächte Wildcampen
17 Nächte Campingplatz
50l Haushalt
unzählige hilfsbereite Menschen


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