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Woche 8

Pascal Weiß
Pascal Weiß schrieb am 22.09.2020

Ich hänge nach wie vor mit den Updates hinterher. Deshalb wundert euch nicht, ich bin schon deutlich weiter als ich im Text schreibe und der Ankunftstermin für den 26. steht noch. Ich werde versuchen in den nächsten Tagen die Infos aufzuarbeiten und eventuell noch das ein oder andere in Bezug zu meiner Reise gesondert zu erwähnen. Aber da ich es fast geschafft habe, habt ihr es auch fast geschafft. Eventuell kommt nach der Reise noch ein Fazit bzw ein großes Plädoyer von mir.

Woche 8: Rüdesheim - Loreley - Koblenz - Drachenfels - Bonn - Siegburg - Köln

Weil ich mittlerweile im Mittelrheintal angelangt war und diese Region ja berüchtigt für die guten Weine ist, gönnte ich in dem Restaurant des Naturcampingplatzes meiner Wahl zum Flammkuchen ein Gläschen. Dabei ist mir aufgefallen, dass es das erste Mal ist, dass ich alleine Wein (aus einem Weinglas) trank. Denn es fehlte das anfängliche Gefühl beim Anheben und Anstoßen besonders vorsichtig zu sein, da Weingläser im ersten Moment so zerbrechlich wirken.
Nach diesem Geschmackserlebnis erreichte ich das nächste sagenumwobene Highlight, die Loreley. Bzw schlief ich wieder in einer Schützhütte zehn Minuten vor der Loreley. Der Schlaf hielt sich wieder Mal in Grenzen, da sich unter dem Dach Siebenschläfer eingenistet hatten und ich so die ganze Nacht ein warnendes Piepen im Ohr hatte. Vielleicht war das auch der Gesang der Loreley. Als ich dann aus der einsamen Natur die zehn Minuten zur Loreley ging, erwartete mich der nächste kulturschock. Eine Invasion von Kaffeefahrtteilnehmenden eroberte den Aussichtspunkt. Deshalb entschied ich mich für eine Fahrt mit der Sommerrodelbahn, auch um Mal frischen Wind unter die Arme zu bekommen.
Die nächste Nacht war wieder auf einem Campingplatz direkt am Rhein und direkt an Bahnschienen mit Güterverkehr. Allerdings war das größere Problem, dass es zwar tagsüber immer noch mehr als sommerlich war, nachts gingen die Temperaturen aber runter auf 8 Grad. Doch dank meiner langen Unterhose konnte ich auch diese Nacht überstehen. Als Ausgleich dafür fand ich dann heraus dass man auf dem Campingplatz gratis Minigolf spielen konnte, der Pool wurde leider schon winterfest gemacht. Bei den zu spielenden elf Loch erreichte ich vier Mal den Topwert 7. Als Warm Up hat die Runde aber ihren Zweck erfüllt und so brach ich auf nach Koblenz. Es führte ein Radweg immer direkt am Rhein entlang, nach wie vor umgeben von Weinbergen und Burgen. Doch auf halber Strecke ist ein Mädchen mit dem Fahrrad gestürzt, das betreut werden musste und letzten Endes vom Notdienst ins Krankenhaus gebracht wurde. Wegen dieser ungeplanten Pause viel dann das angedachte Sightseeing in Koblenz aus und ich ging direkt zu meiner Unterkunft. Dort wurde ich von Torsten bestens versorgt und dank des Open Air Abendessens durfte ich auch Mal den Blick auf die Mosel genießen. Danke dafür!
Der folgende Morgen hielt wieder ein außergewöhnliches Warm Up für mich bereit. Und zwar wurde ich auf die Rhine CleanUp Aktion aufmerksam. Dabei konnte man sich den ganzen Rhein entlang zu Gruppen zusammenschließen und die Flussufer von Müll befreien. Eine super einfache Aktion, was viel häufiger von jedem von uns getan werden könnte, wenn wir uns nicht zu schade wären, um Müll aufzusammeln.
Zwischen Koblenz und Bonn nutzte ich dann den letzten Naturabschnitt zum zelten, ehe ich die Großstädte am Niederrhein und Ruhrgebiet erreichte. An der Erpeler Ley sollte meine letzte Nacht im Wald sein und diese war nochmal sehr naturnah. Denn als ich im Zelt lag hörte ich ziemlich laute Geräusche um mich herum. Als ich dann noch Grunzen hörte, war ich mir ziemlich sicher, dass ich von Wildschweinen umgeben war. Dementsprechend unerholsam war mein Schlaf, zumal bei dem Unterstand wieder ein Siebenschläfer unter dem Dach hauste.
Nach diesem Abenteuer tat es gut NRW zu erreichen. Dort kam mit dem Drachenfels in Königswinter direkt der Top-Aussichtspunkt der Reise. In Bonn kam ich dann bei Jürgen unter, den ich unterwegs in Baden-Württemberg vor einem Supermarkt traf. Er war mit dem Fahrrad auch den Rhein entlang unterwegs. So bot er mir als Leidensgenossen einen Schlafplatz an. Doch insgesamt unterschätzte ich, wie groß die Städte am Niederrhein sind und wie viel Abstand zwischen ihnen liegt. So wurde ich auf halber Strecke Richtung Köln von Kathy aufgenommen, dass ich in Siegburg den bislang größten Schlafplatz auf der Couch erhalten habe. Zusätzlich gab es Sauerkraut und eine Waschmöglichkeit inklusive Föhnservice. Außerdem gab es noch eine extra Motivation, dass ich nun auch noch ein Interview mit der lokalen Zeitung aus Unna über keine Aktion führte. Danke Kathy!
Voll versorgt und gestärkt konnte ich so ein von mir lang ersehntes Ziel erreichen, Köln. Dort kam ich bei einem alten Kommilitonen unter, der mich noch mit zu einem Geburtstag nahm. So hatte ich langer Zeit Mal wieder das Gefühl vom Studentenleben.


Die folgende Etappe nach Düsseldorf wird sich auch ziehen und in Düsseldorf hat der Rhein auch insgesamt 40km. Aber das Ende ist absehbar, zumal es jetzt mehr oder weniger nur noch von Stadt zu Stadt geht und so ziemlich überall ein fester Schlafplatz auf mich wartet.