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Woche 4

Pascal Weiß
Pascal Weiß schrieb am 21.08.2020

Da ich so spät dran bin, gibt's zu vergangener Woche Mal nichts Förmliches, sondern nur ein kurzes Update zu den Geschehnissen.

Woche 4: Laufenburg - Basel - Hartheim

Nachdem ich aus meinem letzten Wildcamp aus der Schweiz aufgebrochen war, wollte ich auf der deutschen Seite bei einem Zeltlager übernachten. Doch als ich abends dort angekommen war, wurde mir mitgeteilt, dass sie aktuell eine geschlossene Gesellschaft haben, bei der es sich um ein Pfadfindercamp handelte, von denen ich natürlich gerne noch etwas gelernt hätte. Aber so musste ich eine Alternative anwenden, bei der es mich wundert, dass ich bislang ohne sie ausgekommen bin. Und zwar einfach im Ort rumfragen, ob es nette Leute gibt, die Platz für mein Zelt haben. Ich dachte mir, dass wenn jemand weiß, was im Dorf los ist, dann die Leute beim Bäcker. Also kurz vor Feierabend nochmal für Stimmung in dem Laden gesorgt und tatsächlich die Hilfe bekommen, die ich mir erhofft hatte. Die Verkäuferin griff sofort zum Telefon und rief die Geschäftsführerin des lokalen Ruderclubs an. Auf dem Vereinsgelände durfte ich dann Mal wieder direkt am Fluss meinen Schlafplatz herrichten.

Das Wochenende verbrachte ich dann in Basel, wo ich mich gut erholen konnte. Alle Leute, die mich aufgenommen haben, waren offene und aufgeschlossene Menschen. Sie haben erkannt, dass es kein Problem darin gibt, fremden Personen wie mir zu helfen. Dadurch hatte ich eine super Zeit in Basel und mit diesem guten Gefühl ließ ich die Schweiz nach vier Wochen hinter mir. Jedoch bedeutete der nächste Flussabschnitt eine große Unbekannte. Niemand konnte mir sagen, was mich dort erwartet. Wälder, Felder, Berge, Zivilisation, keine Ahnung. Aber ab Basel darf man sich den Fluss mit den Frachtschiffen teilen, was einen starken moralischen Einschnitt bedeutet. Ohne es zu merken stellte ich dann mit über 31 Rheinkilometern entlang der deutsch-französischen Grenze eine neue persönliche Tagesbestleistung auf.

Doch das Erste, was mir in Deutschland auffiel, war leider tatsächlich der viele Müll an den Wegrändern. Meinen Müll musste ich dann an den Radwegen des Rheins über zwei Stunden mit mir schleppen, ehe unverhofft doch Mal ein Mülleimer auftauchte.
Außerdem bestätigte sich die Befürchtung, dass die Trinkwasserbeschaffung in Deutschland eine große Umstellung zu den schweizer Brunnen an jeder Ecke werden würde. Wenn man schon so lange laufen muss, um einen Mülleimer zu finden, kann man sich vorstellen, wie rar doch Wasserhähne gesäht sind. So kam ich in den Genuss meine erste Autobahnbrücke zu überqueren um mir an einem Rasthof an der A5 bestes Trinkwasser abfüllen zu können. Natürlich auch nicht zu wenig, da ich es auch zum Kochen, Spülen, Zähneputzen, als Frühstücksmilch etc. brauche.

Mal abwarten, wie sich diese Angelegenheit entwickelt. Ich bin jedenfalls knapp vor der Hälfte der Gesamtstrecke und laufe nun relativ direkt in nördlicher Richtung auf das Ziel zu. Nach wie vor bin ich gut unterwegs und damit auch der gute Zweck.