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#walktherhine - 1000km Rheinwanderung

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Woche 3

Pascal Weiß
Pascal Weiß schrieb am 12.08.2020

AUFGABE - Die Luft ist raus

Meine Luftmatratze hat leider nicht länger durchgehalten, aber dazu später mehr.

Zunächst gibt's wieder erstmal etwas Förmliches.

Einige hatten mich auf den Zusatzbeitrag an Betterplace bei einer Spende aufmerksam gemacht. Da fährt Betterplace ein ziemlich aggressives Marketing. Aber man kann den Beitrag auch wegklicken, falls das bislang für jemanden eine Hürde zur Spende darstellte. Aber Betterplace selbst ist auch eine non-profit Organisation, die auch auf Spenden angewiesen ist, um eine solche Plattform bieten zu können.

Den treuen Fans wird aufgefallen sein, dass ich das Spendenziel nach oben korrigiert habe. Man muss bei solchen Spendenplattformen immer ein Spendenziel angeben, was ich persönlich nicht ganz nachvollziehen kann. Aber in unserer Gesellschaft ist die Psyche des Menschen wohl so gestrickt, dass man ein Ziel vor Augen braucht. Man kennt's vom Karriere machen. Genauso wie meine Tour eine Reise ins Unbekannte ist und ich nie weiß, was der nächste Tag bringt, ist eine solche Spendenaktion vorher extrem schwierig einzuschätzen. Deshalb bin ich euch umso dankbarer, dass es so gut läuft und ich hoffe natürlich, dass ich das Ziel noch häufiger korrigieren muss. Zumal dieses Ziel natürlich höchstens einen symbolischen Wert hat und das eigentliche Ziel, dass gar keine Hilfe benötigt wird, leider unerreichbar ist.

Einen dritten allgemeinen Punkt gibt es noch zu meiner persönlichen Spendenbeteiligung. Diesem werde ich aber eine eigene Nachricht widmen, da es dabei ja auch um die Glaubwürdigkeit der ganzen Aktion geht und hier zu viel Text drumherum ist.


Woche 3: Konstanz - Laufenburg (die Deutsch-Schweizer Grenze entlang)


Vom Bodensee hatte ich noch einige Kilometer am Untersee entlang zu absolvieren. Dieser Teil des Sees kam mir persönlich deutlich schöner vor als der eigentliche Bodensee. Als der See dann wieder die Flussform annahm wartete hoher Besuch auf mich. In Gailingen nahmen mich meine Eltern nicht nur in Empfang, sondern mir auch einiges an überschüssigem Ballast aus dem Rucksack ab. Wobei der Rucksack gefühlt nicht leider wurde, aber zumindest war nicht mehr so viel Stopfen angesagt. Außerdem änderte ich meinen Plan, da es doch viele interessante Dinge zu sehen gibt und auch jede Menge interessante Gespräche. Um das alles ausgiebig mitnehmen zu können, werde ich meine ursprünglich theoretisch angepeilten zwei Monate ausweiten. So konnte ich auch einen Office-Tag an meinem Laptop einlegen und mich 5km auf der Poolnudel im Rhein treiben lassen. Allerdings ging es danach mit dem Bus zurück und am nächsten Tag dann die gleiche Strecke zu Fuß neben dem Wasser lang. Es ging dann noch weiter an Schaffhausen und dem Rheinfall vorbei. Dort war es kaum vorstellbar, dass ich den selben Fluss am Anfang mit einem einfachen Schritt überqueren konnte. Dort kam ich auch mit drei freundlichen und sympathischen Radfahrern ins Gespräch, die mich dazu einluden in den nächsten Tagen bei ihnen vorbeizuwandern und dort zu rasten. Anschließend ging ich weiter direkt am Fluss entlang und wollte das erste Mal auf der deutschen Seite wildcampen. Ich hatte mir am Rheinfall etwas zu viel Zeit gelassen, dass es schon dunkel wurde. Doch dann stieß ich auf Angler, die auch am Fluss zelteten. Ich entschied mich bei ihnen zu bleiben und wurde bestens versorgt mit Nudel- und Kartoffelsalat, selbstgemachter Knoblauchcreme und kaltem Bier.
Die nächsten Tage hatte sich dann auch wegen des Wetters das morgendliche Bad im Rhein als herrliche Routine etabliert, abends dann nach der geschafften Pflicht sowieso. Ebenso konnte ich endlich dank der trockenen Nächte auf mein Zelt verzichten. Es schien also insgesamt zu laufen. Doch in der nächsten Nacht, wieder auf der schweizer Seite, stellte ich fest, dass meine Luftmatratze ein Loch hat. Eigentlich wollte ich auf die Einladung der Radfahrer eingehen und einen Umweg in Kauf nehmen. Doch wegen der Matratze entschied ich mich möglichst direkt in die nächste größere Stadt mit entsprechendem Fachhandel zu gelangen. So durfte ich noch eine weitere Nacht direkt auf Naturboden verbringen, ehe ich montags in Waldshut eine neue Matratze finden konnte. Dort hatte ich für die Nacht aber auch wieder eine Couch bei einer total lieben und hilfsbereiten Familie. Von dort brach ich mit meiner neuen Matratze auf in mein letztes schweizer Wildcamp.

Am Wochenende plane ich eine Pause in Basel ein, bevor ich dann die Schweiz hinter mir lasse und es die deutsch-französische Grenze entlang geht. Dort heißt das nächste große Ziel Straßburg.