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#walktherhine - 1000km Rheinwanderung

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Woche 2

Pascal Weiß
Pascal Weiß schrieb am 06.08.2020

Die Aktion hatte sich schon mit der ersten Spende mehr gelohnt, als wenn ich keinen Spendenlauf daraus gemacht hätte. Aber was mittlerweile schon passiert ist, ist unglaublich wertvoll für all diejenigen, an die sich die Aktion richtet. Dank euch ist jeder Schritt enorm viel wert und fühlt sich gut an, auch wenn mein Körper das manchmal nicht direkt begreift. Vielen vielen Dank, dass das Ganze schon so einen Umfang angenommen hat, aber natürlich geht immer noch mehr. Ich gehe ja auch noch mehr, also lasst ihr bitte auch nicht nach, es lohnt sich!

Außerdem entschuldige ich mich im Voraus dafür, dass meine Berichte nicht die absoluten Leseerlebnisse wie andere Reiseblogs bieten, aber hierbei geht es ja um etwas anderes. Ich schreibe das immer bloß nebenbei ziemlich zusammenhangslos runter. Ich würde mir auch gerne mehr Zeit dafür nehmen, aber leider konnte ich es bislang nicht einrichten. Inhaltlich passt es aber einigermaßen.


Woche 2 Chur - Konstanz (Bodensee)

Nach den zwei erholsamen Nächten habe ich und vor allem mein Magen sich so gefühlt, als wäre nie etwas gewesen.
Dieses beschwerdelose Gefühl wollte ich nutzen und die nächsten Tage einiges an Strecke machen, zumal es ab da an fast ausschließlich direkt am Fluss entlang gehen sollte und somit kaum Höhenmeter anfielen.
Mein nächstes Ziel von Chur aus hieß Bad Ragaz (wo Borussia Dortmund immer sein Trainingslager bezieht).
In dieser noblen Gegend hatte ich mir schon einen Campingplatz rausgesucht. Auf zirka halber Strecke kam ich zufällig mit einem Radfahrer ins Gespräch, der in die selbe Richtung musste und sich dazu entschied sein Velo zu schieben und mich zu begleiten. Wir unterhielten uns prächtig und überstanden so auch den nächsten Schauer. Kurz vor Bad Ragaz hätten sich dann unsere Wege trennen müssen, da er im Nebenort Maienfeld wohnt. Da das Wetter aber eher schlechter als besser werden sollte, bot er mir an, bei sich im Trockenen zu übernachten. Diese Offerte konnte ich natürlich nicht ablehnen. Das Abendprogramm gestaltete sich dann durchaus interessanter als die üblichen Abenteuer auf Campingplätzen. Wir fuhren das Sarganser Becken ab, wozu auch das Heidiland gehört. Dort konnte ich mich dann direkt als Almöhi versuchen. Außerdem erfuhr ich jede Menge Wissenswertes über die Geschichte,
die Kultur und die Natur der Region. Anschließend wurde ich sogar noch zum Italiener in Bad Ragaz eingeladen, wo
ich die erste und bislang einzige Ausnahme meiner vegetarischen Reise machte, weil die Speisekarte Pizza mit Schinken und Pfirsichen hergab. Dieses Geschmackserlebnis war es auf jeden Fall wert. Danke für alles Eric, eine super Persönlichkeit! Am nächsten Morgen ging es dann weiter Richtung Liechtenstein, wo in Vaduz die nächste Couch für mich bereitstand. Nachdem ich das komplette Land innerhalb von 24 Stunden zu Fuß durchquert hatte, kam ein ziemlich großes Naturschutzgebiet, sodass ich mich dazu entschloss nach Österreich abzubiegen und einen Campingplatz in Feldkirch aufzusuchen. Am nächsten Tag, freitags, kam dann meine bislang längste Tour mit insgesamt fast 40km bis nach St. Margrethen. Ich entschloss mich vorher von dort noch einen Abstecher in die andere Richtung am Bodensee nach Bregenz zu machen, wo ich abends noch den Pfänder hochwollte, um den Touri-Samstag zu meiden. Da die Seilbahn nur bis 19 Uhr fuhr, musste ich meinen Zug bekommen und so wurden die letzten zwei Stunden bei über 30 Grad besonders spaßig. Da stand für mich schon fest, dass ich dort einen Tag Pause einlegen würde. Als ich den Campingplatz Weiss (es gab leider nicht den erhofften Familienrabatt) erreichte, wartete jedoch eine unerholsame Überraschung auf mich. Bei der Anmeldung warteten über 50 sehr junge Erwachsene auf eine Einweisung in die Regelungen des Campingplatzes. Dementsprechend hatte sich mein Ausflug zum Pfänder erledigt, den ich dann aber wegen des Pausentags samstags nachholen konnte. Abends stellte sich dann heraus, was es mit den jungen Leuten auf sich hatte. Dort war ein (...)-Hotspot für AbiturientInnen und alle anderen in dem Alter aus dem südlichen Baden-Württemberg. Es versammelten sich dort bestimmt um die 500 Leute, neben den standardmäßigen Campern und sorgten für Festival-ähnliche Zustände mit Trinkspielen, lauter Musik etc. So wurde das Wochenende zu einer Erholung der besonderen Art mit viel Unterhaltung.
Anschließend ging das business as usual mit den üblichen Problemen weiter, mit einer Bahnfahrt in die falsche Richtung, mit Regenfällen, dass sogar die Form meines Reisepasses jetzt schon erahnen lässt, dass ich viel gereist bin, obwohl erst ein Stempel darin ist. Bei fast 24 Stunden Dauerregen hat selbst das Zelt nicht ganz dicht gehalten. Eigentlich erwartete mich dann nach den ersten Schritten in Deutschland eine Couch in Konstanz. Doch so spontan, wie meine Planung ist, ist sie auch oft bei meinen KooperationspartnerInnen. So erhielt ich relativ spontan eine Absage und entschied mich noch in der Schweiz auf einem Campingplatz im Regen zu bleiben. Den Abstecher mit Kulturschock im Konstanzer Shopping-Center und leckerem, erschwinglichem Essen mit netten Leuten holte ich dann am nächsten Tag nach. Irgendwo auf der Strecke habe ich dann auch die 250km-Marke geknackt. Somit habe ich schon ein Viertel absolviert.
Der Wetterbericht kündigt für die nächste Etappe gen Westen nach Basel aber etwas für die Wanderbräune und zum Kleidung lüften und trocknen an.